Startseite › Foren › Über Bands, Solokünstler und Genres › Eine Frage des Stils › Blue Note – das Jazzforum › Das Piano-Trio im Jazz › Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

Elvin Jones / Masabumi Kikuchi – Hollow Out | Das Duo, das in Wahrheit ein Trio ist – der Name von Gene Perla durfte nicht mit aufs Cover. Er war der Bassist bei der Session am 25. November 1972, die zwar in New York stattfand, aber für die japanische Philips. Ein sehr lebendiges Trio mit den flächigen Drums von Jones, dem herumgrummelnden Bass von Perla (der Sound wird in der Zeit wirklich fast von Monat zu Monat schlechter, dünkt mich) und den stotternden, arpeggierenden Einwürfen von Kikuchi am Klavier. @vorgarten schreibt, wie der hier eher Corea als Tyner höre – dem schliesse ich mich an, ich höre hier tatsächlich auch eine Nähe zum Trio A.R.C., auch wenn Jones nicht so frei aufspielt wie Altschul oder zumindest nicht annähernd so agil, und auch wenn Perla nicht über die Autorität von Holland verfügt, Kikuchi nicht die blitzschnellen Richtungswechsel von Corea pflegt: im Klang-Gewand, in der offenen Konzeption, der Anlage des Materials, wirkt das nicht unähnlich auf mich. Nach dem freien „Ginkai“, das Jones an den Trommeln beendet, ist „Little Abi“ – auf der LP am Anfang der B-Seite – wieder dabei und wird tatsächlich zum heimlichen Kern des Albums. Jones an den Besen, Perla bleibt mehrheitlich ganz in der Tiefe und da klingt sein Bass nicht so schlecht. Auch das hab ich lange nicht angehört, ein Lieblingsalbum ist es nicht, aber schon sehr schön.
--
"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba