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hope, booker, higgins, in search of…hope (1990)
billy higgins hatte ich hier auch noch nicht im klaviertrio-feld, dabei entstand im gleichen jahr die aufnahme mit pieranunzi und haden. aber die eigentliche sensation hier ist natürlich die wiederentdeckung von bertha hope, die hier luxuriös von jim anderson aufgenommen wird und ihre eigenen kompositionen neben denen von elmo einspielt (dazu das tolle „pas de trois“ von paul arslanian, aus dem sie tatsächlich mehr drama herausholt als john hicks, und „lament“ als einziger standard). warum ist das so gut? im spiel kommt ein altes wissen zum vorschein, alles geht in die tiefe, die akkorde haben eine komplexität, als wären sie einfach mit den jahrzehnten angewachsen. auch die spezifische band macht spaß, der leichte swing von higgins, der schöne ton von booker, aber es ist wirklich auch die aufnahme, die dem ganzen einen fast feierlichen raum gibt. einziges ärgernis sind die naiven liner notes („still pretty and petite“), die hope zunächst ein selbstverschuldetes schattendasein attestieren, um dann die frage zu stellen: „maybe it was because she was a woman?“
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