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haden, allen, motian, the montreal tapes (1989/1997)
einer von acht abenden beim montreal jazz fest 1989, der zweite nach dem trio mit al foster und joe henderson. dem klaviertrio tut es hörbar gut, sich mehr auszudehnen, die originalstücke (von jeder person zwei) so durchlässig zu gestalten, dass alle glänzen können. haden ist fantastisch an diesem abend, herausfordernd, eigensinnig, manchmal hängt er im geräuschhaften fest, meistens aber sorgt er mit motian zusammen für kickende swingrhythmen, die geri allen dann ihrerseits bedienen oder ignorieren kann. sie ergänzen sich genial, auch das material schimmert zwischen üppigkeit und reduktion, bleibt aber oft bei etwas tänzerischem (mit etwas rostigen gelenken) hängen. in meiner bei discogs gekauften ausgabe hat jemand eine kurzkritik von thomas fitterling eingelegt, die ich ganz witzig finde: „unter anderem suchte der feinsinnige bassist den dialog mit geri allen und gonzalo rubalcaba. bleiben die virtuosen schwelgereien des kubaners rubalcaba letztlich nur reizvoller kontrast, so trifft geri allens moderne schwarze klavierkunst den herzschlag von hadens musik“. muss man nicht so gegenrechnen, aber „moderne schwarze klavierkunst“ finde ich nicht unzutreffend.
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