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Paul Bley – In Haarlem–Blood | Der Hippie mit den Drogen und den Frauen (er hatte noch nicht an den Synthesizer rübergemacht) zeigt hier, dass er auch grosses Kino kann, nicht nur Kurzgeschichten. Zwei seitenfüllende Tracks, aufgenommen live in Haarlem am 4. November 1966 mit Levinson und Altschul … und ja, das ist phantastisch! Levinson hat in der Zeit echt rasante Fortschritte gemacht, wie anhand der Aufnahmen mit Bley zu hören ist. „Mister Joy“ geht nach den Klangkaskaden von „Blood“ fast beschaulich los, eine Art Latin-Groove mit einer Melodie wie von Carla Bley (aber beide Stücke sind von Annette Peacock – beide sind jedenfalls immer dabei, wenn Bley in der Zeit auftritt) – da kann man gut Vergleiche ziehen zu anderen Trios der Zeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede finden: Bley ist nicht abseits all der anderen unterwegs – aber sein Trio atmet einen freieren Geist, auch wenn es groovt oder sogar eine Art Free-Bossa spielt, ist alles instabil, kann in Richtungen gehen, die den meisten anderen verwehrt sind. Gerade im Vergleich mit der formelhaft gewordenen Musik von Bill Evans ist das schon aufschlussreich und faszinierend. Ich habe leider nur die hässliche grünliche Ausgabe, obendrein noch eine nicht als solche deklarierte CD-R untergejubelt gekriegt … den Titeltrack gibt es auch als Bonus auf der Black Lion-CD „Touching“ (ansonsten rein Reissue von „Touching“ mit verdrehter Track-Abfolge) – das Originalcover aus Deutschland (?) ist das erste, in Japan gab es auf Freedom ab 1974 das Sonnenauf- oder Untergangscover, von dem auch das Rückcover mit dem Foto Bleys stammt.
…in haarlem-blood suche ich schon seit jahren! wirklich schade, dass arista/freedom die scheibe nicht wie in den usa als twoofer mit copenhagen herausgegeben hatte, da könnte man heute günstiger an diese aufnahmen auf vinyl kommen….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!


Paul Bley – In Haarlem–Blood | Der Hippie mit den Drogen und den Frauen (er hatte noch nicht an den Synthesizer rübergemacht) zeigt hier, dass er auch grosses Kino kann, nicht nur Kurzgeschichten. Zwei seitenfüllende Tracks, aufgenommen live in Haarlem am 4. November 1966 mit Levinson und Altschul … und ja, das ist phantastisch! Levinson hat in der Zeit echt rasante Fortschritte gemacht, wie anhand der Aufnahmen mit Bley zu hören ist. „Mister Joy“ geht nach den Klangkaskaden von „Blood“ fast beschaulich los, eine Art Latin-Groove mit einer Melodie wie von Carla Bley (aber beide Stücke sind von Annette Peacock – beide sind jedenfalls immer dabei, wenn Bley in der Zeit auftritt) – da kann man gut Vergleiche ziehen zu anderen Trios der Zeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede finden: Bley ist nicht abseits all der anderen unterwegs – aber sein Trio atmet einen freieren Geist, auch wenn es groovt oder sogar eine Art Free-Bossa spielt, ist alles instabil, kann in Richtungen gehen, die den meisten anderen verwehrt sind. Gerade im Vergleich mit der formelhaft gewordenen Musik von Bill Evans ist das schon aufschlussreich und faszinierend. Ich habe leider nur die hässliche grünliche Ausgabe, obendrein noch eine nicht als solche deklarierte CD-R untergejubelt gekriegt … den Titeltrack gibt es auch als Bonus auf der Black Lion-CD „Touching“ (ansonsten rein Reissue von „Touching“ mit verdrehter Track-Abfolge) – das Originalcover aus Deutschland (?) ist das erste, in Japan gab es auf Freedom ab 1974 das Sonnenauf- oder Untergangscover, von dem auch das Rückcover mit dem Foto Bleys stammt.