Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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gypsy-tail-wind
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Paul Bley – Blood | Zurück in die Garage – bzw. den Kopf von Paul Bley. Laut Discogs in den Niederlanden 1966 mit dem schwarzen Cover, 1967 in Japan mit dem Röling-Motiv, das es dann ab 1984 auch mit weissem Hintergrund gibt. Zehn Stücke und dafür auch ca. zehn Minuten mehr als bei den eher kurzen anderen Alben aus der Zeit, mit Levinson und Altschul am 21. September und 4. Oktober 1966 in Baarn. Teils dieselben Stücke, jedenfalls das übliche Repertoire wie auf den anderen Alben aus der Zeit: nach dem Titelstück von Annette Peacock folgt ihr „Albert’s Love Theme“, später Colemans „Ramblin'“ (da hör ich im direkten Vergleich auch Fortschritte von Levinson) und Paul Bleys „Pig Foot“ als Closer. Dazwischen mehr von Carla („Seen“) und vor allem Annette („Cordobes“, „Mr. Joy“, „Kid Dynamite“, „Nothing Ever Was, Anyway“) und auch noch ein weiteres Original des Pianisten, „Only Sweetly“. Das bleibt faszinierend in den Räumen, die es bespielt oder auch einfach öffnet, ohne sie zu bespielen. Und es gibt auch neue Aspekte, z.B. der Latin- (oder: spanische?) Beat in „Cordobes“. Aber mir fehlt heute dafür manchmal gerade ein wenig die Geduld – ich bin froh, dass als nächstes wieder Wynton Kelly ansteht und auch The Three Sounds zwischen weiteren Bley- und Evans-Aufnahmen wieder mal dabei sind.

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