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Shelly Manne / Bill Evans with Monty Budwig – Empathy | Da kann ich mich auch gern einfach anschliessen:
vorgarten
evans, budwig, manne, empathy (1962)
wenn creed taylor seine hände im spiel hat, kann auch bill evans pop – tatsächlich dachte ich gerade, dass das pearson-album weitergeht… ziemlich schlau, evans für sein erstes album auf verve erstmal aus seinen sich gerade verfestigenden formeln herauszuholen und ihn mit shelly manne und dessen bassisten zusammenzuführen (und fürs zweite album mit mcfarland). ich habe seit jeher einen soft spot dafür, evans spielt vergleichsweise hot und boppig, manne sorgt für ein hippes gegengewicht, alle können glänzen, das material ist sehr nach meinem geschmack (loesser!), auch die ruhigen stücke sind toll – ein stylisches zwischenspiel für den pianisten, sehr klug konzeptioniert und durchaus herausfordernd. ein anderes cover hätte der bekanntheit wahrscheinlich geholfen, das ist dann doch ein bisschen arg gegen das image gesetzt.
Ich weiss noch, wie mich das Album positiv überraschte, als ich die Verve-Box (die ich gerade aus der Zeitung ausgewickelt hab, die ich um sie rumschlage, damit das fortschreitende Dahinrosten etwas gebremst wird – nachher Hände waschen) kaufte. Das funktioniert alles hervorragend, selbst der halbe Boogaloo zum Einstieg macht Spass und Evans weiss sich neben dem sehr aktiven und sehr laut abgemischten Drummer locker zu behaupten, derweil Budwig routiniert und mit tiefen Tönen den Beat beisammenhält, aber auch mal solitisch glänzen darf.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba