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Bill Evans Trio – Moon Beams / How My Heart Sings | Chuck Israels erwies sich ab Ende 1961 als der Bassist, mit dem Evans nach dem Schock von LaFaros Tod weitermachen konnte. Eine erste Session im Studio fand im April 1962 statt – vier Solo-Stücke für ein danach abgebrochenes Projekt (Solo-Album) waren das Ergebnis, darunter „Danny Boy“ und „In Your Own Sweet Way“. Im Mai und Juni ging Evans dann gleich dreimal mit Trio ins Studio – nach wie vor Paul Motian am Schlagzeug, Larry Bunker tritt irgendwann 1963 ins Bild. Keepnews wollte ein Balladen-Album machen, ging aber davon aus, dass die Sessions für Evans schwierig würden und beschloss, auch ein Album mit schnelleren Stücken einzuspielen und die Sessions zu vermischen. Der Plan ging wohl auf, denn die Alben sind ziemlich gut geworden. Drei Masters bei der ersten Session („How My Heart Sings“ von Earl Zindars, eine toll loopende Version von „Summertime“ und „If You Could See Me Now“ von Tadd Dameron, mit dem Evans kurz davor aufgenommen hatte), fünf Eigenkompositionen beim zweiten Termin („Walking Up“, „Very Early“, „Show-Type Tune“, „Re: Person I Knew“ und „34 Skiddoo“) und ganze acht Standards beim dritten („Polkadots and Moonbeams“, „I Should Care“, „I Fall in Love Too Easily“, „Ev’rything I Love“, „In Love in Vain“, „Stairway to the Stars“, zwei Takes von „In Your Own Sweet Way“ und „It Might as Well Be Spring“). Wenn ich die Stücke nenne dann auch, weil viele dabei sind, die künftig zum Kernrepertoire von Evans gehören sollten – äusserst produktive und auch für die Zukunft prägende Aufnahmen also.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba