Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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gypsy-tail-wind
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Vince Guaraldi Trio – Jazz Impressions Of Black Orpheus | Acht Tage später am anderen Ende des Landes: Vince Guaraldi spielt die Musik des wunderbaren poetischen Meisterwerks „Orfeu negro“ von Marcel Camus, komponiert von Luiz Bonfá und Antonio Carlos Jobim. Mit dabei sind Monty Budwig am Bass und dem englischen Drummer Colin Bailey. Hipster Ralph Gleason schreibt die Liner Notes. Unterschiedlicher als das Wright-Trio könnte das kaum sein. Worte braucht es dazu eigentlich keine, Guaraldi hat mit Cal Tjader allerlei lateinamerikanische Rhythmen erprobt und hat das im Griff, Bailey mit seinem leichten und doch entschiedenen Spiel ebenfalls, und Budwig hab ich in der „kann eh alles/Profi“-Schublade abgelegt, wobei er mich nie aufhorchen lässt. Die nötigen „in 2“-Riffs hat er jedenfalls drauf, egal ob in schnellen Samba- oder in langsamen Proto-Bossa-Stücken. Der Hit des Albums war aber der Ohrwurm „Cast Your Fate in the Wind“, der auf dem Cover auch eher wie der Albumtitel aussieht, ein Stück von Guaraldi, wie auch „Alma-Ville“ (ein rollender „in the pocket“-Groove mit funky Touches), dazwischen gibt es auf der B-Seite „Moon River“ und als Closer noch Buddy Johnsons tolles „Since I Fell for You“ (und da denk ich, ich hätte doch mehr Red Garland hervorsuchen sollen). Das Originalcover, vor dem Hit, hatte die Textpriorisierung noch andersrum:

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba