Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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vorgarten

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gypsy-tail-wind
Endlich nachgereicht: David H. Rosenthal: Hard Bop. Jazz & black music 1955 – 1965 (Oxford/New York, 1992), geplündert zum Thema „lyrisch“ (Kapitel 5, „The Lyricists“, S. 85-100 in meiner TB-Ausgabe):
(…)
So erhellend wie erhofft ist das alles allerdings nicht – aber im Geflecht der Beziehungen und im Fokus auf Komposition und Arrangement ergibt sich doch viel Material, das Hinweise darauf gibt, was mit „lyrisch“ alles gemeint ist. Wie so oft gibt es halt keine klare Definition, weil der Begriff ex-post angewendet wurde, nicht ein Konzept erstellt und benannt und verfolgt wurde (obwohl die ja alle ihre Konzepte hatten und sich diese überschneiden). Und die halbe Einengung auf Balladen, die Rosenthal bei den Pianisten macht (sie ist, finde ich, unpassend), macht er bei den drei Bläsern nicht …

vielen dank fürs heraussuchen und abtippen! ich bin da jetzt so schlau wie vorher, verstehe irgendwie, warum es diesen begriff braucht, finde ihn an sich immer noch falsch (was hat das gemeinte mit lyra und dichtung zu tun?), und denke, dass er einen tatsächlichen reichtum von stilen und zugängen eher nachträglich reduziert. aber ein paar dinge werden schon klarer. aber was bringt das, wenn man sich die jazzentwicklung ohne bebop vorstellt? vieles entsteht ja auch erst durch gegenbewegungen. und jedes programm aus schnellen nummern muss auch mindestens eine gute ballade haben…

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