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gypsy-tail-windich hatte Bonner (das Triangel-Solo, das wir schon so lange suchen
) nicht mehr richtig im Ohr, das ist ja wirklich null free. Aber schon sehr toll, finde ich.
(…)
Ich finde die Abgrenzungen in diesem Post-Tyner/Hancock/Corea-Feld oft ähnlich schwierig bis unmöglich, wie zwischen Hard Bop, Soul Jazz und so, ein oder zwei Jahrzehnte früher.
Das mit den Generationen ist ja eine Definitionssache, im Free Jazz höre ich die so alle 5-10 Jahre wechseln, also: AACM ist eigentlich schon 2. Generation, aber wie die jeweils altersmässig genau sind und ab wann sie allenfalls ohne Ton-Dokumente aktiv waren, muss ich auch ständig wieder nachgucken.
bonner war ja zunächst mit freddie hubbard, max roach und roy haynes unterwegs, wurde dann vom coltrane-virus erwischt und hat nach dessen tod mit sanders die nächstbeste option gewählt. da passierte dann aber was anderes, glaube ich – anders als coltrane hat sanders ja erstmal aus p/b/dm kompakte einheiten geformt, die ihn inspirieren mussten, sonst ist er gar nicht eingestiegen. ich denke, dass die musiker aus dieser praxis heraus (auch moss, hicks, young etc.) herausgefunden und kultiviert haben, welche energie sie zu dritt erzeugen können. und auf TRIANGLE ist das z.t. zu spüren, verliert sich aber auch wieder, weil clint houston ein bassfeature über „mr. pc“ (!) braucht und weil bonner dann noch eine neue arrangement-idee zu kapers „invitation“ hat. am ende, das gehört vielleicht auch zum format und zum genre dazu, sind sie vielleicht doch besser, wenn ein saxofonist noch reingesegelt kommt.
das mit den generationen finde ich seit jeher schwierig – würde man das wörtlich nehmen, müssten 20 jahre dazwischen liegen. da finde ich den wellen-begriff passender, weil er auch nicht so auf alter abzielt, sondern auf die jahre der aktivität oder der erfolge/ sichtbarkeit/ dokumentation etc.
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