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Bill Evans Trio – Sunday at the Village Vanguard / Waltz for Debby | Im späten Frühling 1961 ist ja klar, was als nächstes kommt … ich rekonstruiere hier nicht die Alben, die ich vor dem 3-CD-Set unten natürlich auch einzeln hatte, „Sunday“ war mir immer mit etwas Abstand das lieber, aber eigentlich gehören die schon beide in eine Top 20. Hier steht das neue Konzept in voller Blüte, Scott LaFaro findet ständig eigene Wege, auch wenn er zwischendurch tatsächlich mal einen Takt 4-to-the-bar walkt, ist das nie eine reine Begleitung sondern immer ein eigene Statement, eingebettet in ein Ganzes, zu dem auch Drummer Paul Motian, bei aller Zurückhaltung, viel beiträgt. Die Bass-Soli entwickeln sich nahtlos aus der Begleitung, und auch wenn die Rolle des Schlagzeugs nicht annähernd so aktiv definiert ist, wie des Basses: Motian ist immer da, kommentiert, reagiert, passt seine Begleitung ständig an. Auch wenn der der konventionellste der drei ist: dass es ihm auch hier – wie von @vorgarten zu Explorations beobachtet – an Flexibilität mangelt, finde ich nicht, das hatte er in der Zwischenzeit wohl überwunden.

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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba