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danke für die schönen texte! hast du von mance denn auch HAPPY TIME rausgelegt? das mag ich ja wirklich gerne –

mcpartland, leonhart, madison, a delicate balance (1973)
ist wirklich sehr lange her, dass ich hier einen weiblichen beitrag zur klaviertriogeschichte hatte – aber gerade in den 70ern sind zumindest vier große namen dabei. dieses album von mcpartland, auf ihrem eigenen eisvogel-label veröffentlicht, ist sicher kein klassiker, sowas gibt es ja eigentlich auch nicht von ihr, aber es zeugt natürlich von jahrzehntelanger praxis in diesem format, und es hat auch die eine oder andere besonderheit. die delikate balance, auf die hier angespielt wird, ist die zwischen akustischem und elektrischem klavier, allerdings fährt sie nicht den großen kabelsalat von zeitlin, hancock u.a. auf, sondern spielt auf einem alten wurlitzer e-piano, und das auch schon seit 1958, das ordentlich rauscht und zum durchaus poppigen material (el condor pasa ist dabei, auch lennon/mccartney) eine kratzige wärme anbietet. aber auch alex wilder hat ihr was geschrieben (jazz waltz for a friend) und darf ein bisschen in den liner notes schwärmen, natürlich nicht über „el condor pasa“. das trio ist toll eingespielt und hat durchaus schärfe, es gibt no-bullshit-blues-nummern und eine sexy version vom „freedom jazz dance“. sehr hip, das ganze, ohne es sein zu wollen. am ende gibt es solo „god bless the child“, in aller mcpartlandness.
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