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Die offensichtliche Parallele bei Perkins ist ja schon Hampton Hawes … beide 1928 geboren, Perkins aus Indianapolis (fünf Jahre jünger als Wes Montgomery, ob es da noch zu einem Treffen/Zusammenspiel kam?), aber ab Ende Vierziger in L.A. und dort sicher in denselben Kreisen unterwegs. In dieser frühen Zeit finde ich Perkins allerdings dunkler und vielleicht auch etwas schwerer – was jetzt unbedingt positiv gemeint ist, da das vielleicht der eine Aspekt am jungen Hawes ist, den ich nicht so super finde (die Kehrseite der Leichtigkeit, mit der er spielt, gewissermassen). Dass er wegen Polio seine linke Hand nicht normal einsetzen konnte, lese ich erst gerade – zu Horace Parlan, der dasselbe mit Rechts hatte, komme ich demnächst endlich … aber davor will ich noch zu einem Label-Kollegen vom Haustrio, zu dem ich gestern noch kam:

Blue Note Presents The 3 Sounds | Es ging gestern doch noch eine Runde weiter … mit einem Trio, das ich früher gar nicht mochte (ausser auf „Blue Hour“), aber inzwischen ziemlich gerne mag. Das hat auch wieder mit Stimmungen und der dunklen Färbung zu tun. Auf diesem ersten Album führt Gene Harris auch eine alte Blue Note-Tradition weiter und spielt auf zwei Stücken (und einem Alternate Take vom Nachschlag, der zuerst in den frühen Achtzigern in Japan mit demselben Cover in gelb erschien und auf der CD beigefügt wurde). Auch hier greift das Klavierspiel weit in alte Stile zurück – kommt mir aber inzwischen überhaupt nicht mehr plump vor wie früher … absehbar ist Vieles vielleicht schon, aber das Zusammenspiel des Trios, der Beat, die schönen Stimmungen … vielleicht bin ich weniger wählerisch geworden, lieber wäre mir die Vorstellung, dass ich Nuancen mehr schätzen lernte

Lustigerweise scheint die LP von 1959 (aufgenommen noch im Vorjahr) tatsächlich mit der Katalognummer 1600 herausgekommen zu sein, als letztes Album der 1500er-Serie, bevor es mit der 4000er weiter ging. Der Nachschlag aus Japan kam in der Reihe „The Other Side of Blue Note 1500 Series“ heraus, 1984 oder 1985. Das war mit ca. einer halben Stunde, fünf Stücken plus einem Alternate Take, eine eher kurze Angelegenheit, die problemlos mit aufs CD-Reissue passte (auch 1987 schon, als CDs maximal 74 Minuten dauerten).
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