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Ach, ich hatte „Poesy“ früher verortet … aber wenn wir die Deadline nicht bis Januar 2027 verlängern, liegt eh nicht die Hälfte an Wiederhören drin, die ich gern würde, d.h. die noch nicht allzu vertrauten Sachen werden eher aussen vor bleiben, und ich gehe mal wieder meiner eigenen Wege. Und die führen mich zu diesem Album, das ich auch für die Geheimtipp-Kategorie nominieren möchte:

John Lewis – Improvised Meditations & Excursions | Auf „The John Lewis Piano“ gab es schon zwei Trio-Stücke (sonst ist Barry Galbraith dabei), aber erst zwei Jahre später, am 7. und 8. Mai 1959, nahm Lewis ein ganzes Album im Trio auf, für das Percy Heath bzw. George Duvivier (zweite Session) und Connie Kay aufgeboten wurden. Und das ist echt schön – es vereint die Eleganz von Wilson mit dem sparsamen Fokus von Lewis, das Piano hat einen matten Glanz, da und dort begleitet es sich selbst kontrapunktisch. Und der Morse-Code von Mal Waldron hatte natürlich auch einen Vorfahren (man höre „Delaney’s Dilemma“). Die Drums nehmen oft eine eher kleine, doch immer eigenwillige Rolle ein, der Bass ist dafür gern mal präsenter (bei Duvivier zudem sehr dunkel und toll) und bringt den Beat zum Leben. Ein Highlight ist sicherlich Lewis‘ Version von „Smoke Gets In Your Eyes“ – die ist gerade so besonders wie jene von Monk. Aber eigentlich ist hier jedes Stück ein Highlight.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #170: Aktuelles von Jazzmusikerinnen – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba