Antwort auf: Das Piano-Trio im Jazz

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soulpope
"Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

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redbeansandrice Eddie Costa – The House of the Blue Lights aufgenommen Anfang 1959 in einer Besetzung, die ganz interessant ist: Mit Wendell Marshall steht jemand aus der eher robusten Schule am Bass, am Schlagzeug sitzt Paul Motian, auf den erste Blick seine zweite Chance als Triodrummer nach New Jazz Conceptions. Es gibt Momente, da denk ich Costa ist die etwas munterere, bluesigere Variante von Bill Evans… aber die wiederholten Motive im zehnminütigen letzten Track What’s To Ya erinnern mich fast schon an Mal Waldron… alles natürlich noch längst nicht so frei und selbstbewusst wie Waldron zehn Jahre später… aber für einen Musiker, den man normalerweise dem weissen New Yorker Cool Jazz zuordnen würde, doch eher überraschend… Motian hat Momente, in denen er etwas darf und kann, die letzten Sekunden des Albums etwa… aber da wäre eine Spur mehr gegangen… und die Chance hatte Motian mit Costa nicht mehr ….

Dies eine exzellente Kombo, bei welcher ich Wendell Marshall ungemein rund und Paul Motian wohldosiert höre …. der Querweis zu Mal Waldron ist interessant, hatte diesen Aspekt so zuvor noch nicht angedacht …. bei mir ist „The House of the Blue Lifhts“ jedenfalls gesetzt …. btw ich denke Shelly Manne’s „2 3 4“ wäre als „3“ mit George Duvivier und Eddie Costa exklusiv als Pianist ein alternativer Quell der Freude gewesen …. aber Impulse hatte es nicht so sehr mit den Piano Trio Produktionen (famose Ausnahmen bestätigten die Regel)….

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