Antwort auf: Ich höre gerade … Jazz!

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gypsy-tail-wind
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Nancy Harrow – Wild Women Don’t Have the Blues | Lief gestern zum ersten Mal (in Amsterdam gefunden) – eine schöne Überraschung! In den Liner Notes schreibt Produzent Hentoff, dass er weitere Alben mit Harrow aufnehmen werde, auch welche mit modernen Combos, aber zum Einstieg habe er gedacht, passe doch eine solide Swing-Combo, die er von Buck Clayton zusammenstellen liess (Dickie Wells, Tom Gwaltney, Buddy Tate, Danny Bank, Dick Wellstood, Kenny Burrell, Milt Hinton und Oliver Jackson). Die Musiker kannten Harrow nicht, aber waren anscheinend wenigstens so angetan von ihrem Gesang, wie ich das beim ersten Hören auch bin. Swingend, intonationssicher, mit keinerlei Mühe, sich gegen das Ensemble zu behaupten – und das, obwohl Hentoff dem Tonmeister (Bob d’Orleans) den Auftrag gab, die Sängerin mitten unter den Musikern zu installieren, nicht in einem „booth“, in dem sie die Bläser nicht hören konnte (und umgekehrt). Auf Candid gab es leider keine Fortsetzung, aber 1962 folgte auf Atlantic noch ein Album, für das John Lewis verantwortlich zeichnete und das ebenfalls gut aussieht (mit Lewis bzw. Dick Katz, Jim Hall, Richard Davis bzw. Tommy Williams und Connie Kay und zudem auch Willie Dennis, Phil Woods und Sol Schlinger). Danach war bis in die späten Siebziger Pause, zumindest gemäss Discogs.

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