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hotblack-desiato
Die Free-Palestine-Rufe, vornehmlich von den mitgereisten Fans aus UK und Irland, gingen mir dann aber doch auf den Wecker. Man macht es sich zu einfach mit solchen unkommentierten Parolen. Man muss dann auch sagen vom wem und was, da kann ja nur eine Liste von Leuten und Organisationen kommen die wir bitte loswerden sollten. Kam aber nicht. Am Ende gab es noch eine Einblendung auf den Video-Screen „Israel is committing genoncide. Raise your voice“. Was will man da sagen? Jede Diskussion darüber ist abendfüllend.
So ich es prinzipiell auch. Generell sind solche Aktionen nutzlos, wenn nicht zu erkennen ist welche Position eigentlich dahinter steht. Für einen Konzertabend a.m.S. vollkommen ungeeignet und deplatziert. Ich stelle mir vor, ich hätte dieses Konzert miterlebt, dann wäre ich vielleicht auch verstört, denn wer kennt denn die genauen politsichen Einstellungen der Bandmitglieder und was weiß die Band über die politischen Einstellungen ihres Publikums an diesem bestimmten Ort zu dieser bestimmten Zeit? Sie wissen nichts. Da kann ich mich als Künstler nicht hinstellen und unkommentierte „Plakate“ hochhalten. Schon gar nicht zu so einem immens komplexen, brenzligen Problem.
zur Location/Veranstaltung: hieß das früher „Rheinkultur“?
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Ever tried. Ever failed. No matter. Try Again. Fail again. Fail better. Samuel Beckett - 'Cos music is for listening and not to stored away in a bloody cupboard.