Re: Country

#1206457  | PERMALINK

latho
No pretty face

Registriert seit: 04.05.2003

Beiträge: 37,711

Antares
Richtig, und das in Nashville.
Allerdings habe ich ihn zu den Outlaws gezählt weil das seinem Songwriting entspricht. Ausserdem hat er ja auch ähnlichkeit mit sehr vielen Outlaw- Artists und hat mit ihnen zusammengearbeitet.

Wollte ich auch nicht abstreiten.

Sonic JuiceDas zäumt aber das Pferd von hinten auf. Parsons, Dylan, Eagles, Nitty Gritty Dirt Band etc. haben sich ja im Fundus des Country bedient und diverse Stilmittel und Themen auf den Rock übertragen. Nicht Country ist insofern unrein, sondern Rock. Country war der Bäcker, Rock das Brötchen sozusagen. ;-)

Da hast Du mich falsch verstanden. Vorreiter Parsons hatte ja Elvis und Buck Owens im Sinn, als er anfing. Natürlich fließt die Country-Musik in den Country-Rock (auch wenn das ein doofes Wort ist) mit ein. In den 70ern (und nicht unbedingt weil Parsons das gemacht hat, ausschlaggebend glaube ich sind eher Harris und Eagles/West Coast Pop) nimmt dann Nashville den Faden wiederum auf.

Sonic Juice
Für „reinen“ Country gab es , sofern ich das mit meinem Halbwissen zusammenkriege, eigentlich immer gewisse Vorgaben, die zB darüber entscheiden, ob etwas in die Country Billboard Charts kommen durfte. Die Zutaten sind vielleicht mittlerweile etwas lockerer geworden. Aber zB Garth Brooks hatte deswegen ja erst vor ein paar Jahren noch Probleme, weil er stilfremde Instrumente und Arrangements nutzte. Diese Vorstellung wurde natürlich immer wieder gerne unterwandert, auch von den sog. Outlaws der 70er Jahre.

Das kann sein (ich weiß darüber auch nichts), aber die Vorgaben können so trennscharf nicht sein, wenn Brooks und ein Dolly-Parton-Bluegrass-Album in die Charts passen.

Sonic Juice
??? Das musst Du mir aber mal erklären, wie Du das meinst. Ende der 60er? Rock N Roll? Cash?

Ich meinte, dass Cash und andere, die später in Nashville aufnahmen, nicht in Nashville begonnen haben.

Sonic Juice
Jein. Er hat doch schon vor seinem Debut Songs für Countryinterpreten geschrieben und sich meines Wissens auch immer als Country-Künstler verstanden. Man höre nur das Intro zu „Me and Bobby McGee“ von seinem Debut: „if it sounds country, man, that´s what it is, it´s a country song!“ Auch seine Rezeption in der Musikszene war ganz klar country-dominiert. Fast alle seine Songs von den ersten zwei Scheiben wurden ins Repertoire jedes Countrysängers integriert, der etwas auf sich hielt, von Cash über Nelson, Jennings bis hin zu ganz „mainstreamigen“ Country-Acts… Er ist jedenfalls nicht erst später plötzlich zum Countryman mutiert.

Als klassischer Country-Künstler sicher nicht von anfang an und seine Rezeption war, wenn Kristofferson auch aus Nashville kam, sicher nicht auf den Country-Breich beschränkt. In diesen Outlaw-Bereich sehe ich ihn schon eher, aber ich höre in seinem Debut-Album nicht unbedingt klassische Country-Musik heraus.

Sonic Juice
[…]
Und jetzt erschließt sich mir auch erst so halbwegs der Klammereinschub in Lathos Post:

Sie hätte sich m.E. mal besser nicht herabgelassen…

Tja, da fehlte ein wichtiges Wörtchen – korrigiert. Cash hatte ich lieber nicht erwähnt.

waUnter dem Begriff „Country“ wird ja ziemlich viel subsumiert, was miteinander aber herzlich wenig zu tun hat. Musikstile wie „Appalachian Swing“, „Mountain Music“, „Old Time String Music“ oder „Bluegrass“ haben ja mit der Musik von Dwight Yokam oder Garth Brooks wenig gemeinsam. Womit nichts gegen die beiden gesagt sein soll, auch die haben ihre Momente: der eine mehr als der andere.

Nichts anderes wollte ich gesagt haben: „Country“ ist in ungefähr so genau wie „Rock“.

--

If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.