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Die Extras:
In der Bootleg-Sektion der ersten DVD befinden sich folgende Songs (alle von Theatre-Shows):
Beast of Burden, sehr gut gespielt, das hätte auch prima in die großen Shows gepasst! You don’t have to mean it, Keiths Reggae, der einzige Track, der von Bridges enthalten ist. Kommt locker rüber, den Song hatte ich aber von Hockenheim noch besser in Erinnerung. Woodie spielt zur Abwechslung mal Keyboards, ist deshalb aber trotzdem nicht besser zu hören :D
Dann gibt es die B.B. King-Nummer Rock me baby, leider ohne die Young-Brüder! Auch hier hätten sie mal lieber die Version von Hockenheim nehmen sollen, die Session mit den vier Gitarristen und Woodie und Angus im Duckwalk hatte doch noch einiges mehr! Diese Zusammenarbeit wird auf eine der anderen DVDs zwar gezeigt, aber leider als Montage ohne den ganzen Song zu hören. Schade, aber immerhin ist es überhaupt irgendwo drauf!
As nächstes folgt eine sehr fette Version von Bitch, fast schon ein wenig zu fett, aber schon noch gut. Dann kommen noch mehr Soulbläsersätze: I can’t turn you loose von Otis Redding, als schweißtreibende Zugabe aus einem Club. Ja, da hätte man sein müssen.
Und dann kommen noch zwei Jamsessions, der Band bei den Tourproben. Interessant zu sehen und hören, wie’s bei Stones’ im Probenraum klingt, aber unter’m Strich bleibt es auch „nur“ ein wenig Rumgegroove auf Bluesharmonien, far from brilliant.
Schade, dass z.B. Love in vain oder die vielen Songs von Exile, die auch ab und an gespielt wurden, hier nicht auftauchen, da hätte man noch viel mehr rausholen können!
Ferner gibt’s auf der ersten DVD eine Dokumentation darüber wie das Unternehmen Licks-Worldtour in Gang kam. Dazu gibt es sehr interessante Interview und auch Probenausschnitte und Soundcheckmitschnitte. Wow, was wurde da alles geprobt und leider nicht auf die Bühne gebracht. Man kann ein paar Minuten von Slave hören, absolut großartig. Time is on my side, Rip this joint und viele andere Songs! Dann gibt’s aber auch von Worried about you einen Soundcheck-Mitschnitt wo zunächst Jagger allein am E-Piano spielt und singt (und zwar noch viel besser als auf der Paris-Version!) und nach und nach die andern dazu kommen.
Auf jeder DVD gibt es noch „Select a Stone“-Multiangletracks und Erläuterungen der Band zu manchen Songs, das ist alles ganz nett und auch informativ, kurze Dokumentationen zu besonderen Ereignissen oder Gästen (AC/DC, Sheryl Crow, Solomon Burke) runden die Sache schön ab.
Insgesamt stimmt das Preis-Leistungsverhältnis der Box absolut, ich habe 45 Euro für die 4 DVDs gezahlt, und auch wenn ich etwa ein Drittel für mittelmäßig oder schwach von Performance oder Sound finde, so bleiben trotzdem zwei Drittel absolutes Topmaterial übrig, die die Anschaffung allemal rechtfertigen!
Ach ja:
Sieger nach Punkten: Keith (*****), dann Watts (*****), Jagger (**** – manchmal ist die Stimme zu schwach!) und abschließend Woodie mit (***)!
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Staring at a grey sky, try to paint it blue - Teenage Blue