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Danke, danke für die sehr freundlichen Reaktionen!
Deer Head wurde in den letzten Wochen hier im Forum gelegentlich mal erwähnt, ohne dass genauer darauf eingegangen wurde. Da bekam ich Lust, was schönes darüber zu schreiben, was ich dann aber nur nach und nach und bruchstückhaft tat, so dass der Text eine Weile auf meiner Festplatte schlummerte. @gypsy-tail-wind hat Deer Head vor ein paar Tagen dann aber im „Ich höre gerade .. „-Thread mit ein paar Worten erwähnt. Aus völlig anderen Zusammenhängen flogen mir dann die Begriffe „zauberhaft“ und „Heim- und Freundschaftsspiel“ zu und dann fügte sich das gut zusammen. Hoffe dennoch, dass ich das Album nicht schöner beschrieben habe, als es sich in anderen Ohren anhört.
Gypsy hatte die kurzen aber schönen liner notes von Keith Jarrett erwähnt, ich selbst habe einiges davon nacherzählt. Das atmosphärische Coverfoto und die improviserte Typografie, diese kleine Geschichte zu KJs Auftritt im Deer Head, das Gefühl beim Deer Head mal durchs Schlüsselloch lauschen zu können und natürlich die Lässigkeit der performance mit diesen zwei magischen Momenten – das alles zusammen ergibt für mich eine sehr schöne Platte. Andere Trio-Aufnahmen mögen perfekter sein, aber Deer Head berührt mich mit seinem Charme.
Danke auch für die weitern KJ-Tipps! Hab’s mir notiert, werde aber in näherer Zukunft kaum dazu kommen, denn hier wartet noch einige andere Musik (elektronisches, karibisches, sonstiges …), die auch gehört werden will.
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„Etwas ist da, was jenseits der Bedeutung der Worte, ihrer Form und selbst des Stils der Ausführung liegt: etwas, was direkt der Körper des Sängers ist, und mit ein- und derselben Bewegung aus der Tiefe der Stimmhöhlen, der Muskeln, der Schleimhäute, der Knorpel einem zu Ohren kommt, als wenn ein und dieselbe Haut das innere Fleisch des Ausführenden und die Musik, die er singt, überspannen würde.“ (Roland Barthes: Die Rauheit der Stimme)