Wie wichtig sind euch die Texte?

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  • #784565  | PERMALINK

    kultnonne

    Registriert seit: 14.01.2003

    Beiträge: 60

    meine persönliche Meinung dazu ist:

    Mir sind die Texte insofern egal, wenn die Musik grandios ist. Dann allerdings interessiere ich mich auch meist für die Texte. Ich find es allerdings grauenvoll deutschsprachige Musik zu hören mit schlechten Texten und auch platte englische Lyrics.

    Ein Künstler, der durch seine Musik überzeugt, kann auch über Überraschungseier meinetwegen singen, aber einer, der belanglose Musik produziert und azu noch schlechte Texte schreibt, ist bei mir nicht wirklich „erfolgreich“ in der Gunst.

    Am interessantesten diesbezüglich finde ich Mila Mar. Da singt Anke Hachfeld in einer Phantasiesprache und zusammen mit der Musik „versteht“ man alles und nichts und es ist wunderbar.

    --

    ... Toleranz fetzt! ...
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    #784567  | PERMALINK

    joerg-koenig

    Registriert seit: 09.08.2002

    Beiträge: 4,078

    Mir sind die Texte insofern egal, wenn die Musik grandios ist. Dann allerdings interessiere ich mich auch meist für die Texte.

    :?:

    Nix für ungut. :twisted:

    --

    Wenn wir schon alles falsch machen, dann wenigstens richtig.
    #784569  | PERMALINK

    the-year-in-song

    Registriert seit: 23.01.2003

    Beiträge: 92

    Ich habe schon im ersten Eintrag zu diesem Thread, von deadflowers, die Aussage gefunden, die auch für mich gilt: die Stimme ist für mich zuerst ein Instrument, das wichtigste, und im besten Falle das schönste. Gleichwohl ist mir der Text wichtig, auch weil ich annehme, daß in der Mehrzahl aller Fälle den Interpreten der Text doch wohl wichtig sein muß, sonst hätten sie ja Instrumentals spielen können.
    Deshalb denke ich, daß, wenn ich einen Song VERSTEHEN will, ich mich auch um den Text kümmern muß.
    Andererseits gibt es (glücklicherweise) Songs, die so phantastisch sind, daß ich (jedenfalls glaube ich das) sie intuitiv verstehen kann.
    Und leider: oft reichen meine Sprachkenntnisse nicht aus, um den Text zu verstehen und ich bin zu träge, um einen Song mit dem Wörterbuch in der Hand zu hören. Dann begnüge ich mich eben mit dem „Sound“.
    Zuletzt, am Beispiel einer meiner Lieblingssängerinnen – Rickie Lee Jones – erklärt: die Dame ist schlicht durch die Art ihrer Phrasierung teilweise nicht zu verstehen, man könnte es „nuscheln“ nennen. Trotzdem finde ich ihre (wenigstens) ersten zwei Platten toll.

    --

    Ohne Lächeln kommt der Mensch, ohne Lächeln geht er, drei fliegende Minuten war er froh
    #784571  | PERMALINK

    windmill

    Registriert seit: 06.08.2002

    Beiträge: 396

    Und leider: oft reichen meine Sprachkenntnisse nicht aus, um den Text zu verstehen und ich bin zu träge, um einen Song mit dem Wörterbuch in der Hand zu hören.

    Wénn der Song wirklich gut ist, wirst Du ihn verstehen wollen.

    --

    #784573  | PERMALINK

    djrso
    Moderator
    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

    Beiträge: 15,612

    Bei mir ist es sehr unterschiedlich :

    Bei deutschen Titeln ist mir der Text von Anfang an wichtig, die Musik steht gleichrangig mit der Stimme daneben.

    Bei fremdsprachigen Titeln weckt zunächst die Musik und / oder die Stimme mein Interesse. Nach mehrmaligem Hören, und wachsenendem Verstehen des Textes gleicht sich die Wichtigkeit aus.

    Es gibt allerdings auch Titel, bei dnen der Text völlig schnurz ist, vernehmlich natürlich bei denen, die man nicht versteht :oops:
    Hauptsache die Mucke ist gut, und der Sänger/ die Sängerin scheint etwas sagen zu wollen…

    --

    Doe maar gewoon... dan doe je al gek genoeg!
    #784575  | PERMALINK

    alexex

    Registriert seit: 23.01.2003

    Beiträge: 89

    Das ist mei mir so, dass ich andere Messlatten anlege, bei deutschen bzw. nicht deutschen Titeln.
    Bei englischen Titeln singe ich teilweise mit, wenn ich dann genau darüber nachdenke und die Texte übersetze, kommt teilweise das blanke Entsetzen, wie trivial die sind.

    Da haben es bei uns sicherlich die deutschsprachigen Künstler viel schwerer.

    --

    And if you can´t be with the one you love honey, love the one you´re with
    #784577  | PERMALINK

    just_me

    Registriert seit: 28.02.2003

    Beiträge: 8

    Musik kann viel mehr zum Ausdruck bringen,als 1000 Worte…Das ist der Grund,warum ich Sigur Ròs mag…
    (0:
    Gruß,
    Just_Me

    --

    #784579  | PERMALINK

    phoney

    Registriert seit: 20.02.2003

    Beiträge: 544

    Die Texte sind in jedem Fall wichtig. Eminem kann ich zum Beispiel zu 95% wegen der pubertären Texte nicht hören, musikalisch ist das manchmal durchaus ansprechend. Aber in der Kombination geht das schon wieder gar nicht mehr. Schade drum…
    Der Meinung zu Sigur Rós kann ich mich nur anschließen, auch wenn es mir da nun wirklich egal ist, ob isländisch oder in einer Fantasiesprache gesungen wird, verstehe ich ja beides nicht :D

    --

    I´m Afraid Of Americans
    #784581  | PERMALINK

    joerg-koenig

    Registriert seit: 09.08.2002

    Beiträge: 4,078

    Es gibt z. B. ein sehr schönes Lied von Gordon Lightfoot, das (für mich) mit den Zeilen

    If you’re out on the road
    and feeling quite lost
    consider the burdens of fame

    unrettbar ins Lächerliche kippt.

    Es gibt z. B. ein Humpa-Humpa-Lied von Achim Reichel, das ich wegen der ersten Strophe regelrecht verehre.

    Rock’n’Roll und graue Schläfen –
    wer hätte das gedacht!
    Die Andern sind Abteilungsleiter,
    wir reiten durch die Nacht.

    --

    Wenn wir schon alles falsch machen, dann wenigstens richtig.
    #784583  | PERMALINK

    midnight-mover

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 4,729

    Da haben es bei uns sicherlich die deutschsprachigen Künstler viel schwerer.

    Eigentlich nicht. Der gute englische Songschreiber muß sich genauso jedes seiner Worte genau überlegen. Obwohl sein Vorteil natürlich darin liegt, dass er viele gute Klischee-Wörter benutzen kann, die es so im deutschen nicht gibt bzw. in einem deutschen Text scheiße klingen („Yeah“, „Baby“…).

    --

    "I know a few groovy middle-aged people, but not many." Keith Richards 1966
    #784585  | PERMALINK

    dagobert

    Registriert seit: 09.07.2002

    Beiträge: 8,567

    eben, und auf der anderen seite haben kreative deutsche künstler den vorteil, dass sie den grösseren wortschatz zur verfügung haben. (ich erspar euch jetzt mal die deutschen hiphopper ;-)

    --

    #784587  | PERMALINK

    grosser_baer

    Registriert seit: 18.03.2003

    Beiträge: 1,157

    Und dazu kommt das die Leute die die Musik im Radio und Fernsehen hören und sehen, oft den Text nicht verstehen.
    Bei deutschen Texten schon.

    Aber es gibt doch genug Leute die deutsche Musik bevorzugen, oder wieso kommt der Musikantenstadl zur besten Sendezeit?

    --

    Du würdest die Realität nicht mal erkennen, wenn man sie dir in den Arsch schieben würde.
    #784589  | PERMALINK

    jan_jan
    Hier kommt die Kälte

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 5,877

    Mir sind die Texte schon sehr wichtig. Ich mag da aber am liebsten die Sachen, in die man viel reininterpretieren kann (und sich trotzdem sicher ist) oder die einfach irgendeine Atmosphaere erzeugen. Wenn ich die Texte nicht kenne (ich bin sehr schlecht im Texte verstehen, selbst bei deutschen Sachen) habe ich manchmal das Gefühl, als würde ich die Lieder nicht gut genug kennen, um sie wirklich zu mögen. Es gibt natürlich auch Sachen (13 von Blur), bei denen man die Texte praktisch garnicht verstehen kann, da lassen sie aber so wunderbare Assoziationen (vorallem mit der Musik zusammen) entstehen, die ohne diese Worte garnicht möglich gewesen wären. Und Surrogat wären bestimmt langweilig, wenn die Texte nicht wären. Was mir da gerade noch einfällt zu diesem Thema: Deutscher HipHop. Samy Deluxe z.B. singt sehr viel darüber das er besser ist als der Rest etc. Grmpf. Bei Füchse von den Beginnern nervt es nicht wirklich, weil es irgendwas hat, aber auf dauer fehlt da doch IMO die Substanz.

    --

    The fourth mug of coffee will totally be the one that works, right (Warren Ellis)
    #784591  | PERMALINK

    dagobert

    Registriert seit: 09.07.2002

    Beiträge: 8,567

    Was mir da gerade noch einfällt zu diesem Thema: Deutscher HipHop. Samy Deluxe z.B. singt sehr viel darüber das er besser ist als der Rest etc. Grmpf. Bei Füchse von den Beginnern nervt es nicht wirklich, weil es irgendwas hat, aber auf dauer fehlt da doch IMO die Substanz.

    na klar, hast vollkommen recht, dieses rumgepose ist kein kreatives schreiben, aber es gibt trotzdem bands bzw einzelne alben, die sich dem entziehen und einen mit ihrer wortakrobatik zum staunen (und lachen) bringen können. blumentopf und creme de la creme mag ich in diesem kontext am liebsten.

    --

    #784593  | PERMALINK

    hefoe83

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 1,320

    deutsche musiker konzentrieren sich zu sehr auf den text als auf die melodie was sich dann negativ auf die musik auswirkt. sozialkritische texte nehmen da immer mehr überhand. deutsche musiker sprechen da meist mit klaren worten was sie denken. da könnten sich ja auch gleich ein buch schreiben. mehr metaphern wären für die stimmung des liedes gut, da es mehr spielmöglichkeit im zusammenhang text u. melodie gibt…

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