savoygrand’s Top 100 music videos – a loose collection of modern Clip Classics

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  • #9277945  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

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    005. Aphex Twin – Come To Daddy (1997) / Director: Chris Cunningham

    Der wohl furchteinflößendste Clip aller Zeiten. Regisseur Cunningham bietet hier ein beeindruckendes Spektrum aus blankem Terror und aus Entfremdung resultierender Zerstörungswut und schafft somit eine fast schon beispiellos meisterhafte Visualisierung einer nur als völlig durchgeknallt zu kategorisierenden akustischen Gewaltorgie.

    I want your soul
    I will eat your soul

    Come to daddy, come to daddy

    Gedreht wurde der Clip übrigens rund um das Tavy Bridge Shopping Centre in Thamesmead, South East London, wo Stanley Kubrick 26 Jahre zuvor einen Großteil der Filmszenen zu „A Clockwork Orange“ aufgenommen hat. Passt wie die Faust aufs Fratzenauge.

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #9277947  | PERMALINK

    bellamy

    Registriert seit: 10.09.2008

    Beiträge: 805

    Hab’s glaub schon mal geschrieben, aber doppelt hält bekanntlich ja besser:
    Großartiger Thread, den ich die letzten Monate über mit großem Interesse mitverfolge – Überraschungen und Unbekanntes inklusive! Ein großes Dankeschön.

    Auf den vordersten Plätzen wird’s jetzt nochmal richtig spannend. Bisher vermiss ich ja eigentlich nur noch zwei meiner persönlichen All-Time-Favourite-Clips, UNKLE mit „Rabbit In Your Headlights“ und Nirvanas „Heart-Shaped Box“… ;-)

    …und den hier hau ich jetzt einfach mal außer Konkurrenz hier rein, wenn’s recht ist.
    Is Tropical – The Greeks

    Bin gespannt aufs Treppchen.

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    LASST UNS MIT KAVIAR SCHMEISSEN, DAMIT DER PÖBEL AUSRUTSCHT!
    #9277949  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    Thanx, Bellamy! Nirvana und UNKLE also, soso…

    004. Björk – All Is Full Of Love (1999) / Director: Chris Cunningham

    Zu diesem Musikvideo ist natürlich bereits so gut wie alles gesagt worden.

    Ich finde es schon erstaunlich, wie behutsam die Begegnung der beiden Maschinen hier in Szene gesetzt wurde. Vom betont raumgreifenden Vortrag der Interpretin bereits betört, kreisen meine Gedanken beim Betrachten des Clips trotz all der Sterilität um Fragen nach Zärtlichkeit und Nähe.

    Funken sprühen, Flüssigkeiten entstehen, gehauchte Berührungen finden statt… so liebevoll und sinnlich, wie dies unter Homines sapientes vermutlich allzu häufig lediglich als Wunschvorstellung existiert. Dann der Kuss…

    Nein, liebe Björk – Du bist durchschaut. Es ist dies nicht bloße Darstellung von Sexualität unter Zuhilfenahme zweier unschuldiger Mechanismen. Vielmehr ist dieser Clip Ausdruck einer Sinnfindung auf höchster Ebene, ein Dokument purer Schönheit.

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    #9277951  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    003. The Prodigy – Smack My Bitch Up (1997) / Director: Jonas Åkerlund

    Party here, party there, everywhere
    This is your night, baby, you’ve got to be there
    Oh yes it’s ladies night and the feeling’s right
    Oh yes it’s ladies night, oh what a night

    (Kool & The Gang Lyrics – „Ladies Night“)

    Definitiv kein Clip für Frauenrechtlerinnen oder Personen, die ein Augenzwinkern nicht zu deuten wissen.

    --

    #9277953  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    002. Aphex Twin – Windowlicker (1999) / Director: Chris Cunningham

    Willkommen zum bereits vierten und zugleich finalen Geniestreich von Chris Cunningham innerhalb meiner Top 100!

    Aus meiner Sicht mehr Hommage als Parodie, muß ich mir vermutlich dennoch den Vorwurf gefallen lassen, ausgerechnet den atypischsten und von Mr. Cunningham selbst nicht sonderlich geliebten Clip zu Aphex Twin’s „Windowlicker“ aufs Podest zu heben. Nun, diesen Vorwurf lasse ich mir gerne gefallen.

    Hier stimmt einfach alles – die in tiefschwarzem Humor getränkte Story, die Bildästhetik, die Trademark-Grinsefratze Richard D. James‘ und last but not least natürlich die Homies and Hoochies, die in höchst unterhaltsamer Weise sämtliche Klischees bedienen, die zur Jahrtausendwende möglich schienen.

    Chris Cunningham über „Windowlicker“:
    „Come to Daddy“ was played quite a lot late at night in England on MTV. There was a guy who would champion the video and play it all the time, and he sent me tapes of this show called „The Party Zone“ because I didn’t have MTV. One day I watched it and I saw the „Come to Daddy“ video amongst all these hip-hop videos and I thought, „That’s ridiculous.“ It looks so out of place and it looks so wrong. So I wanted to make an Aphex video that fit amongst the hip-hop videos. That’s not the primary reason but it had a big bearing on it. When Richard did this track that sounded summery and sunny, I thought, „Fuck. We should do it in L.A. in that style.“ I still don’t think it looks like a hip-hop video– I tried but I fucked it up. I knew if I used wide-angle lenses it would look like Hype Williams right away. It’s kind of a cheap hip-hop video [laughs].

    Das ausführliche, sehr empfehlenswerte Pitchfork-Interview ist [COLOR=“#B22222″]hier nachlesbar.

    Welcher Clip soll „Windowlicker“ nun eigentlich noch toppen?

    Bald kennen wir die Antwort.

    --

    #9277955  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    001. UNKLE feat. Thom Yorke – Rabbit In Your Headlights (1998) / Director: Jonathan Glazer

    Die beschwerlichste Reise ist immer noch die Reise zu sich selbst. Schlechte Sicht, grauer Beton, hartes Pflaster. Tunnelblick gen Licht am Ende.

    Immer wieder Rückschläge, Kopfschütteln, Unverständnis reicher Ernte.

    Steh auf, du Freak! Weiter,… raus aus der Safety-Zone.
    Endlich angekommen spürst du die Unverwundbarkeit.

    No. 1

    --

    #9277957  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    Ich danke allen, die hier mehr oder weniger regelmäßig dabei waren!

    Der Thread bleibt offen. Wie in #101 bereits angedeutet, wird es noch ein Nachspiel geben.

    --

    #9277959  | PERMALINK

    jan-lustiger

    Registriert seit: 24.08.2008

    Beiträge: 10,452

    Vielen Dank, habe immer interessiert mitgelesen!

    --

    #9277961  | PERMALINK

    herr-rossi
    Moderator
    -

    Registriert seit: 15.05.2005

    Beiträge: 78,721

    Ein großartiger und inspirierender Countdown, vielen Dank! Ich würde gerne auch noch inhaltlich etwas darauf eingehen, schaffe das aber erst in einigen Tagen.

    --

    #9277963  | PERMALINK

    blues-to-bechet

    Registriert seit: 09.09.2012

    Beiträge: 860

    Amtliche Liste, sehr schöne Sachen dabei.

    „Empire“ ist womöglich ein bisschen niedrig gelistet, und was ist mit „We´re in This Together“, „Unfinished Sympathy“, „So Why So Sad“, „Karma Police“ oder „Silver and Cold“ (Ach so, kein Emo;-))?

    Aber vielleicht sollte ich ja doch meine eigene Liste erstellen…

    --

    Bald in diesem Theater: - BtBs Top 100 Filme - Top 100 des Barock
    #9277965  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    Blues to Bechet…was ist mit „We´re in This Together“, „Unfinished Sympathy“, „So Why So Sad“, „Karma Police“…

    Berechtigte Frage, Blues to Bechet. Und was ist eigentlich mit „Only“, „Protection“, „If You Tolerate This Your Children Will Be Next“, „Street Spirit (Fade Out)“, etc. …

    Allesamt großartige Clips, wie auch die von Dir genannten. Ich habe beim Erstellen meiner Liste jedoch festgestellt, wie wenig Platz ein Top 100-Countdown eigentlich bietet (insbesondere dann, wenn man – wie in meinem Fall – Clips bestimmter Künstler unbedingt dabei haben will). Zwangsläufig bleibt da jede Menge Sehenswertes auf der Strecke.

    Clips, die es aus unterschiedlichen Gründen nicht in meine Top 100 geschafft haben, die ich allerdings unbedingt noch genannt haben möchte, folgen hier noch in regelmäßig unregelmäßigen Abständen … quasi die Honorable Mentions-Kategorie.

    --

    #9277967  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    000. Audioslave – Cochise (2002) / Director: Mark Romanek

    Zugegeben, die bloße Ankündigung einer neuformierten supergroup rund um die Herren Cornell und Morello ließ bereits Herzen höher schlagen, die Erwartungen ob des musikalischen Outputs erreichten wohl hier und da astronomische Höhen. Das Projekt konnte letzten Endes nur scheitern. „Cochise“ wiewohl war Ausgangs- und Höhepunkt zugleich, von da an ging’s bergab.

    Der Clip von Mark Romanek könnte kraftstrotzender kaum sein, fasst in knapp 4 Minuten die Essenz der post-grunge Bombast-Truppe zusammen. Kurz und heftig, oberstes Plateau, Explosion, Abgang.

    Nur deshalb nicht innerhalb meiner Top 100, da nicht auf Vimeo erhältlich.

    --

    #9277969  | PERMALINK

    savoygrand

    Registriert seit: 03.03.2006

    Beiträge: 2,027

    000. Missy Elliott – Get Ur Freak On (2001) / Director: Dave Meyers

    Im letzten Jahrzehnt gab es m.E. kaum ein Vorbeikommen an diesem herrlich durchgeknallten Trip. Der Timbaland-produzierte Song selbst ist längst ein Klassiker, der kongeniale Clip von Dave Meyers ist das i-Tüpfelchen auf Meisterwerk.

    You’re cleaning your house? Get your freak on!

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