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AutorBeiträge
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NiteOwles wird kompliziert, wir sollten das woanders austragen…
-ich unterscheide zwischen „Pop“ als Begriff und „Pop Musik“ als Musik“richtung“
-die Babyshamles sind Anfang 20 und machen die ihrem Alter und ihrer Zeit entsprechende Musik – das ist Pop. Ob ein paar über 40er das auch hören, fällt dabei kaum ins Gewicht…
-wenn 20jährige die Pop-Musik der 50er hören, dann ist das heute kein Pop!
(ich hoffe du verstehst halbwegs was ich meine, ich muss jetzt weg…)edit – Doppelposting
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When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)Highlights von Rolling-Stone.deWerbungNiteOwles wird kompliziert, wir sollten das woanders austragen…
-ich unterscheide zwischen „Pop“ als Begriff und „Pop Musik“ als Musik“richtung“
-die Babyshamles sind Anfang 20 und machen die ihrem Alter und ihrer Zeit entsprechende Musik – das ist Pop. Ob ein paar über 40er das auch hören, fällt dabei kaum ins Gewicht…
-wenn 20jährige die Pop-Musik der 50er hören, dann ist das heute kein Pop!
(ich hoffe du verstehst halbwegs was ich meine, ich muss jetzt weg…)Wenn z.B die Songs von Bobby Vee oder Helen Shapiro heute keine Pop Musik mehr sind, was sind sie dann?
Vielleicht ist das Ganze ja einfacher, wenn wir uns von dem Begriff Pop Musik trennen und ganz einfach „Unterhaltungsmusik“ schreiben.
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When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)NiteOwlnein, aber hoffentlich höre ich andere Pop-Musik als 20jährige…
Ich verstehe da was nicht: Du schreibst, wenn Zwanzigjährige Popmusik aus den 50ern anhören, dann ist das für dich kein Pop mehr. Popmusik ist für dich explizit eine Frage der Generation, und schließlich hören Vierzigjährige andere Popmusik als Zwanzigjährige.
Wenn dem so ist, dann müsstest du als Vierzigjähriger genau die Popmusik anhören, die für dich als Zwanzigjähriger relevant war, denn Popmusik ist schließlich eine Frage der Generation, ergo müsste es dir eigentlich ganz recht sein, wenn im Heft ältere Musikhelden aus der Zeit deiner Adoleszenz mit Specials bedacht werden.
Denn was du unter (aktueller?) „Popmusik für Vierzigjährige“ verstehst, kann ich mir nicht wirklich vorstellen: Das müssten dann Neuerscheinungen sein, die sich ausdrücklich von denen unterscheiden, die von Zwanzigjährigen gehört werden. Ergo müssten die im Stone rezensierten Neuerscheinungen überwiegend auf ein jugendliches Publikum maßgeschneidert sein, da du im Heft keine Neuentdeckungen für deine Altersgruppe ausfindig machen kannst. Das wiederum kann aber auch nicht sein, da ja immer wieder die Bedienung des ‚gereifteren‘ Musikgeschmacks eines in die Jahre gekommenen Heft-Stammpublikums beanstandet wird, s. Kate-Bush-Special…
Kurzum: Ich bezweifle stark, daß man musikalische Vorlieben am Alter des Hörers und/oder am Alter der Musik festmachen kann.
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Die eigene Schönheit verblasst immerzu im Angesicht der Schönheit der Geliebten.AnachronistKurzum: Ich bezweifle stark, daß man musikalische Vorlieben am Alter des Hörers und/oder am Alter der Musik festmachen kann.
Richtig.
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Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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MistadobalinaWenn z.B die Songs von Bobby Vee oder Helen Shapiro heute keine Pop Musik mehr sind, was sind sie dann?
natürlich ist das Pop-Musik – aber „aktueller“ Pop waren sie nur früher, im Kontext ihrer Zeit.
(das „aktueller“ wollte ich eigentlich weglassen, ich hoffe so wird es klarer…)--
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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AnachronistKurzum: Ich bezweifle stark, daß man musikalische Vorlieben am Alter des Hörers und/oder am Alter der Musik festmachen kann.
ich nicht. Liest du noch die Plattentips der Bravo? Liest der durchschnittliche 16jährige die Replay-Kritiken des Stone?
Kurzum: der Stone beschreibt immer mehr, was einmal war oder wer einmal was war.
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und was auch immer sie sind der RS ist jedenfalls einen Hauch von bieder geworden
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"Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!„Pop“ ist eine Haltung, ein Zustand, der, wenn er gelebt wird, immer Generationsabhängig ist.
Pop-Musik ist eine musikspezifischer Definition die, wenn sie sich dem „Pop“ unterwirft, also einer Haltung einer bestimmten Generation, im inserem fall der 20 jährigen, nichts mehr mit mir zu tun hat. Zum Glück, denn ich möchte nicht mehr die selben Sehnsüchte und Träume von 20 Jährigen haben. Ich habe andere!!!
„POP“ ist nicht nur Musik! POP ist alles. Musik, Malerei, Film usw…!
Das impliziert aber nicht, dass ich Musik aus den 50er oder auch den neusten Trends nicht höre. Ich habe aber nicht die Gefühle bei einem Rock n`Roll Song bzw einem Maximo Park Song, als diejenigen für die es bestimmt war bzw. ist. Nicht schlimm! Finde auch einige Songs vonFfranz , Art Brut oder Maximo Park o.k. Das wars aber auch!
In diesem Sinne….
Der Vorhang fällt und alle fragen bleiben offen!--
Music is like a river, It's supposed to flow and wash away the dust of everyday life. - Art BlakeyNiteOwl Liest der durchschnittliche 16jährige die Replay-Kritiken des Stone?
Ich habe mit 16 durchaus schon die Replay-Reviews gelesen, ja. Wie auch schon des öfteren gesagt, finde ich persönlich im RS für mich die ideale Mischung aus älterer und aktueller Musik, und die finde ich in keinem anderen deutschen Musik-Magazin…
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Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!NiteOwlLiest du noch die Plattentips der Bravo? Liest der durchschnittliche 16jährige die Replay-Kritiken des Stone?
In der Bravo wirst du bereits mit Maximo Park einen schwierigen Stand haben, weil’s eben nicht um Musik, sondern um Kommerz geht. Was soll also die Frage (außer zu sticheln), zumal du deine popmusikalischen Neuentdeckungen für die Ü30-Fraktion in der Bravo schon mal gar nicht finden wirst?
Ist die Musik der Beach Boys heute weniger Pop, nur weil sie schon ein paar Jahrzehnte alt ist?
Nochmal zur Generationenfrage: Wenn ein Vierzigjähriger Art Brut hört, ist er dann kindisch und Art Brut kein Pop mehr? Und wenn ein Zwanzigjährger die „Lucky Dog Recordings“ von Stuart Staples seinem CD-Regal einverleibt, ist er dann frühreif? Umgekehrt aber hörten beide die für ihre Altersgruppe adäquate Musik?
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Die eigene Schönheit verblasst immerzu im Angesicht der Schönheit der Geliebten.Um mal wieder zum eigentlichen Thema des Threads zu kommen:
Der erste Eindruck ist sehr gut, das Cover toll, das Ryan Adams-Review (****1/2 verdiente Sterne) erfreulich, besonders freue ich mich auf die Lektüre der Paul
McCartney- , Steve Wynn- und Wilco-Artikel…Sieht mal wieder nach einem gelungenen Heft aus!!!
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Sir, I'm going to have to ask you to exit the donut!NiteOwlnatürlich ist das Pop-Musik – aber „aktueller“ Pop waren sie nur früher, im Kontext ihrer Zeit.
(das „aktueller“ wollte ich eigentlich weglassen, ich hoffe so wird es klarer…)Das bezweifele ich auch gar nicht, trotzdem behaupte ich, dass mein Nachbar, der auf seinem iPod populäre Musik aus 50 Jahren hat, Pop Musik hört.
Abba z.B werden auch heute noch gehört und waren schon in den 70ern generationsübergreifend. Ich gebe gerne zu, dass mich Tokio Hotel nicht mehr so anmacht. Aber nicht, weil es aktuelle Pop Musik – also Pop – ist, sondern weil es meinen musikalischen Geschmack nicht trifft, was Babyshambles, die Sugababes oder die Veronicas durchaus fertig bringen. Das hat auch viel damit zu tun, ob es möglicherweise Gefühle in mir auslöst, die ich aus meiner eigenen Jugend kenne.
Warum sollte ich darauf verzichten sowas zu hören? Dann kann ich mich ja gleich mit meinen Altersgenossen, deren Musikgeschmack bei Uriah Heep und Deep Purple stehen geblieben ist, hinter den Ofen hocken. Nee, danke – ist mir schlicht zu langweilig.
Zum Thema: der RS hat für mich schon eine gute Mischung. Hält mich aber nicht davon ab, zusätzlich noch SPEX oder Visions zu lesen.
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When I hear music, I fear no danger. I am invulnerable. I see no foe. I am related to the earliest time, and to the latest. Henry David Thoreau, Journals (1857)NiteOwlich mach mir doch nur Sorgen um eure Zukunft…
Die letzten Hefte sind aus meiner Sicht vielleicht ausreichend, um langjährige Abonennten bei der Stange zu halten, für mich als Gelegenheitskäufer ist da aber garnix reizvolles mehr dabei. Plattenkritiken kann ich im Laden in 3min überfliegen – der Rest ist für mich irrelevant. Nun weiss ich nicht, wie euer anvisiertes Zielpublikum sich zusammensetzt und was ihr von eurem Heft erwartet – ich fühle mich jedenfalls von Ausgabe zu Ausgabe weniger angesprochen, das ist alles…
Das wundert mich nur deshalb, weil der Rolling Stone eigentlich immer so war wie heute, oder? War der früher mal wesentlich gewagter? Eher im Gegenteil, ein Titelblatt wie Libertines oder Art Brut wären zur Hamburger Zeit (also bis vor drei Jahren) aus verschiedenen Gründen undenkbar gewesen.
Das schreibe ich jetzt aber nicht als Entschuldigung, denn: Der Eindruck, dass der Rolling Stone vor allem die etablierte Musik präsentiert, also das, was alt ist oder schon beim Erscheinen einen gewissen, vom Experten verbürgten Ewigkeitswert hat (so à la Bright Eyes: großer Songwriter, schon jetzt zeitlos etc.), dieser Eindruck trifft ja völlig zu. Ja, das ist die Zielgruppe. Und trotzdem bekommt Clapton keine gute Kritik bei uns.
Allerdings, und das schreibe ich jetzt als reiner Leser (und nicht als Redakteur): Eine langweilige schwedische Garagenband oder eine tränenreiche College-Slow-Mo-Popband finde ich nicht automatisch besser oder interessanter oder an sich POPPIGER oder irgendwie NEUER, nur weil die Bands jung sind oder Studenten mit den T-Shirts rumlaufen oder sich das beim DJ wünschen, um hinterher langweilig drauf zu tanzen. Andere Magazine, die einen jüngeren Ansatz haben und die ich gerne lese, haben mich in den letzten Jahren oft sehr enttäuscht, weil man sich auf deren Titelbilder irgendwie auch nicht mehr verlassen kann. Wahrscheinlich muss man regelmäßig „Wire“ lesen, um wirklich die Sachen zu finden, die ganz weit vorne sind.
Und was „Pop“ angeht: Die deutsche Musikpresse (natürlich inklusive Rolling Stone!!) besteht zu 90% aus Plattenbesprechungen und monothematischen Künstlerporträts, die auf der Basis von Interviews geschrieben werden, die Monate vor Erscheinen einer Platte geführt werden. Was da draußen wirklich passiert mit der Musik, das steht doch nirgends. Das ist meiner Meinung nach das eigentlich Problem.--
"Käpt'n, ich glaube, wir bekommen Besuch!"songbird16 Seiten über Kate Bush! Freunde der Nacht, ohne mich. Irgendwann ist es gut. Ich dachte, Clapton wäre nicht zu toppen, und jetzt sowas.
Ich freue mich auf die Spex.Freue dich nicht zu früh! An Kate kommt eigentlich keiner vorbei (die Spex bestimmt nicht) außer dem Metalhammer! Und Kate und Clapton in einen Topf schmeißen – pfui!
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Say yes, at least say hello.Zappa1Harald Schmidt wird mit Sicherheit sehr lesenswert.
Na da hofft mal nicht zu viel:
In Köln gab sich der bei der ARD eher glücklose Entertainer schmallippig bis grämlich, seine Antworten und Ansichten haben mittlerweile die abwehrende Lakonie und Gleichgültigkeit des von Schmidt geschätzten schriftstellers t5homas bernard erreicht
Schön, wenn mir der RS schon in den „Steinen aus dem Glashaus“ erklärt, in welchem Kontext die einzelnen Artikel stehen – beliebt auf DVD, jetzt auch hier, das „Making of…“;-)
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...WO finde ich WO? [/COLOR] -
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