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Dennis BlandfordNach einem Durchlauf und den hitzigen Debatten um the brand „Queen“ inkl. der unwürdigen Kritik an den Leuten die sich die Scheibe wirklich anhören wage ich zu behaupten, dass an vielen Stellen mehr queentypisches durschimmert als beim postmortalen „Made in Heaven“. Die Chöre, Mays Gitarre u. Taylors Rumpelschlagzeug. Ich habe meine liebe Mühe mit Rodgers als Sprachrohr dieser Musik, zu platt sind oft seine Attitüden, zu ausgelutscht seine Texte u. zu wenig humorig seine Gesten, aber vielleicht habe ich mir das Teil auch vor allem deswegen gekauft um einfach nochmal Roger u. Brian zu hören. Ihr unwürdiges Solozeug aus den letzten Jahr(zehnten) machte wenigstens Hoffnung, dass sie zu zweit etwas reißen könnten.
Die Platte hätte problemlos in der Form auch 1993 erscheinen können, als betagte Rockmillionäre aus den Siebzigern noch nebenbei sterile outputs herausbrachten. Ich ringe um die die wirklich guten Songs (C-lebrity ist m.E. mit Abstand das highlight) aber ich setze mich mit der Platte wenigstens auseinander u. reihe nicht Vorurteil an Vorurteil.Das Fette macht mir Angst, zum Roten nochmals der Hinweis, dass ich keinen Ton über die Platte, die ich nicht gehört habe, verloren habe. Wie könnte ich auch, das Wiederbeleben einer nicht wiederbelebbaren Band hab ich kritisiert und dabei bleib ich auch, selbst wenn das Album famos wäre.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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atomIch finde es nicht sonderlich schlimm oder gar verwerflich, dass hier der Name Queen + Paul Rodgers benutzt wurde. Von Verarschung kann man da doch auch nicht sprechen, denn es sollte eigentlich jeder Käufer wissen, was er mit dem Album erwirbt.
Natürlich ist es verwerflich, denn Queen war eine Band, die aus vier Mitgliedern bestand. Warum nicht gleich Queen & Free oder Queen & Bad Company? Wäre dann ja auch legitim. Und das nächste Oasis-album heisst dann Oasis & Hurricane #1 & Heavy Stereo.
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Ich hatte dich nicht direkt angegriffen, mc. May u. Taylor bewegen sich in einem musikalischen Kosmos (sic), der m.E. gut 10-15 Jahre auf dem Buckel hat. The Darkness transferierten den alten Queen Sound gekonnter in die Neuzeit als die beiden Protagonisten selbst.
Wie an anderer Stelle beschrieben rockt es zu wenig u. Rodgers Stimme bietet Midtempo u. Balladen, die wirklich keiner Dauerbeschallung bedürfen.
Sie hätten doch R. Williams überreden sollen.--
"And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."kramerNatürlich ist es verwerflich, denn Queen war eine Band, die aus vier Mitgliedern bestand. Warum nicht gleich Queen & Free oder Queen & Bad Company? Wäre dann ja auch legitim. Und das nächste Oasis-album heisst dann Oasis & Hurricane #1 & Heavy Stereo.
Ab welcher personellen Umorientierung darf sich eine Band weiterhin so benennen? Es finden sich sicherlich noch weitere diskussionswürdige Beispiele aber das sollte man dann an anderer Stelle erörtern.
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...nail75Ich bin total sauer darüber, vor allem wenn ich Unsinn lesen muss, dass man Mercury und Rodgers nicht vergleichen sollte! Das Ding nennt sich offiziell „Queen“!
Freddie Mercury alleine war von seiner Bedeutung die Hälfte der Gruppe.
Also ich bin weiter der Meinung, daß man Mercury und Rodgers wirklich nicht (miteinander) vergleichen sollte. Zumal -wie ich schon sagte- Rodgers nach meinem Dafürhalten nie als „Ersatz“ für Mercury gedacht war.
Eine Band sucht sich „Ersatz“, wenn ein Bandmitglied nicht mehr dabei ist. Wenn besagtes Bandmitglied (auch ein sehr charismatisches) bereits 15 Jahre tot ist und die Band gänzlich oder in Teilen aus irgend einem Grund beschließt, die Band wiederzubeleben, sucht man sich jemanden, der passen könnte. Und in diesem Falle war es Rodgers. Mehr war da eigentlich nicht. Es ist für mich dabei ganz natürlich, daß May und Taylor sinniger- und klugerweise eben nicht einen Freddie-Clone, sondern einen gänzlich anderen Typ von Sänger ins Boot genommen haben. Und das gesamte Projekt nannten sie -auch schon erwähnt- „Queen + Paul Rodgers“….und nicht „Queen“, wie Du behauptest.
Also letztlich alles ganz sicher im grünen Bereich. Keine Leichenfledderei und auch sicherlich keine Verarsche oder ähnliches, nur um noch mehr Kohle zu scheffeln.Wenn ich dich vorher richtig verstanden habe, bist Du offenbar gar nicht wirklich ein Queen-Fan. Wenn das zutrifft, verstehe ich nicht, weshalb Du eigentlich so zornig darüber bist. Gehts dir dabei um irgendwelche Prinzipien oder sowas in der Art?
Sollte ich dich falsch verstanden haben und Du bist ein Queen-Fan, dann bekommst Du Absolution von mir und darfst dich von mir aus darüber aufregen, so viel und so lange Du möchtest. Nur musst Du dann aber auch mit Reaktionen darauf leben.
nail75Ich habe die alten Queen überhaupt nicht niedergemacht. Die Tatsache, dass Freddie Mercury tot ist, sollte ausreichend sein, um den Namen Queen mit Anstand und Würde zu begraben. Queen gibt es in der Tat nicht mehr, um so skandalöser ist es, dass sich die beiden Verblendeten erdreisten, den Namen weiterhin zu benutzen. The Grateful Dead treten ja auch nicht mit David Hasselhoff als Leadsänger unter dem Namen „The Grateful Dead & David Hasselhoff“ auf.
Wäre es vielleicht besser, man spricht dich eventuell so bis morgen früh gar nicht mehr an?
Momentan wirkst Du auf mich so, als ob man dir ggf. ein paar Baldrian (rein virtuell natürlich) rüberreichen könnte.--
[kicks sagt:] ( schon alleine dass da keine Nüsse drin sind zeigt dass es ein allgemeiner check is )
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Die offizielle Bezeichnung „+Paul Rogers“ stellt klar, dass PR kein Bandmitglied, sondern nur ein Gastsänger ist. Wüsste nicht, was daran anrüchig sein soll.
Vielleicht sollte man sich vorher mal die Band-Homepage abschauen:
– Die Queen-Discography endet da mit „Queen Rock Montreal“
http://www.queenonline.com/history/13/Auch die erste Koop Q+PR aus 2005 „The Return Of The Champions“ (Live-Album) wird nicht angeführt.
– unter den FAQ gibt’s folgende Hinweise:
Who are the members Of Queen?
Freddie Mercury – Lead vocals, Piano;
Brian May – Guitar, Vocals;
Roger Taylor – Drums, Vocals;
John Deacon – Bass GuitarAre Queen still active as a band?
Very much so. Queen ares still releasing live DVDs and albums plus the remaining members of Queen recently toured to sold venues with former Free & Bad Company vocalist Paul Rodgers. Queen + Paul Rogders are currently writing and recording an album for a 2008 release.http://www.queenonline.com/history/17/
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@ wolfen: es gibt genügend Stellen auf der Platte wo ich mir liebend gerne Freddie anstatt den wackeren Rodgers vorstellen möchte (Cosmos Rockin, C-lebrity, Call me). Wie gesagt, musikalisch durchaus phasenweise ansprechend aber diese Musik bedarf eines Frontmans, der sie einfach anders (wie schon geschrieben u.U. ausgenzwinkend) transportiert. Es ist eine Zwickmühle. Ich dachte es klingt definitiv überhaupt nicht nach Queen, dabei ruft die Musik nach Freddie an fast allen Stellen.
Es ist nicht ausgeschlossen das Queen, wäre er nicht verstorben, musikalisch heute ähnlich klingen würden mit ihm als Sänger.--
"And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."kramerWeil sich niemand für ein May/Taylor/Rodgers Album interessieren würde und die meisten Queen-Fans die Verarschung ja auch nicht bemerken.
Warum eigentlich nicht?
Ich finde, es gibt mindestens ein Dutzend grandioser Queen-Singles und eine Menge weiterer sehr guter Songs. Außerdem schwingen da Kindheitserinnerungen, großartige Videos und persönliche Sympathie für Freddie Mercury mit.
Onkel TomDas Album habe ich nicht, auch noch nichts daraus gehört und auch eigentlich keine Lust es mir anzuschaffen.Queen habe ich in den 70ern gerne gehört. Die Alben der Zeit danach waren mir nur noch zum Teil wichtig.
Der oben genannte Vergleich ist aber voll daneben.
Immerhin ist Paul Rodgers ein sehr guter Sänger und hat, im Gegensatz zu Hasselhoff, in seiner Karriere schon etliches Gutes abgeliefert (siehst du wahrscheinlich anders).
Darum ging es mir nicht, Rodgers ist keinesfalls so schlecht wie Hasselhoff, nur in Bezug auf Stimme und Auftreten könnte der Gegensatz nicht größer sein, daher der überzeichnete Vergleich.
kramerNatürlich ist es verwerflich, denn Queen war eine Band, die aus vier Mitgliedern bestand. Warum nicht gleich Queen & Free oder Queen & Bad Company? Wäre dann ja auch legitim. Und das nächste Oasis-album heisst dann Oasis & Hurricane #1 & Heavy Stereo.
atomAb welcher personellen Umorientierung darf sich eine Band weiterhin so benennen? Es finden sich sicherlich noch weitere diskussionswürdige Beispiele aber das sollte man dann an anderer Stelle erörtern.
Man kann ja immer noch einen Thread dazu eröffnen, aber man stelle sich nur vor, dass Joy Division nach dem Tod von Ian Curtis unter demselben Namen weitergemacht und dazu – sagen wir mal – Joe Strummer als Sänger verpflichtet hätten.
Bei Queen kommt noch verschärfend dazu, dass die Verantwortlichen Wiederholungstäter sind (Made in Heaven) und dass sie auf Tonnen von Geld sitzen, das Ganze also nicht nötig haben. Und ich stimmte TMF zu, dass eine solche „Supergruppe“ mit anderem Namen auf jeden Fall ihr Publikum gefunden hätte.
Dennis BlandfordNach einem Durchlauf und den hitzigen Debatten um the brand „Queen“ inkl. der unwürdigen Kritik an den Leuten die sich die Scheibe wirklich anhören
Ich ringe um die die wirklich guten Songs (C-lebrity ist m.E. mit Abstand das highlight) aber ich setze mich mit der Platte wenigstens auseinander u. reihe nicht Vorurteil an Vorurteil.
Keineswegs. Ich habe gesagt, dass ich mir das Album nicht anhören werde, aber nicht diejenigen kritisiert, die es tun.
Eine Auseinandersetzung mit diesem Machwerk von meiner Seite ist unabhängig von der Qualität der Musik ausgeschlossen. Dass meine Entscheidung nicht auf Vorurteilen („Ist bestimmt schlecht“), sondern auf Urteilen („Kommt mir aus genannten Gründen nicht ins Haus“) beruht, hatte ich ja oben schon gesagt. Das war es dann von mir zu diesem Thema.
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.atomAb welcher personellen Umorientierung darf sich eine Band weiterhin so benennen? Es finden sich sicherlich noch weitere diskussionswürdige Beispiele aber das sollte man dann an anderer Stelle erörtern.
so jetzt werden mich alle Frickler erschlagen aber:
Für mich auf jeden Fall nicht mehr bei Ausscheiden des Sängers. Natürlich sind auch Gitarristen etc prägnant für den Sound einer Band, dennoch bin ich der Meinung nichts ist so schwer ersetzbar, wie der Wiedererkennungswert einer Stimme. (Man lese genau, natürlich muß die Stimme dabei auch eben diesen Wiedererkennungswert haben, also bitte jetzt nicht mit irgendwelchen obskuren Gegenbeispielen aufwarten)
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"Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt!nail75
Bei Queen kommt noch verschärfend dazu, dass die Verantwortlichen Wiederholungstäter sind (Made in Heaven) und dass sie auf Tonnen von Geld sitzen, das Ganze also nicht nötig haben.Irrtum. „Made in heaven“ war Freddies ausdrücklicker Wunsch. Wie jedem bekannt ist, hat er wie ein Wahnsinniger bis kurz vor seinem Tod Demos mit Gesang gefüllt u. die verbliebenen Mitglieder haben mit seinem vollen Einverständnis nach dem Tod daran weitergearbeitet. Leider nicht besonders effektiv wie ich finde.
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"And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."Sag ich doch: Mangel an Urteilsvermögen.
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.TheMagneticFieldso jetzt werden mich alle Frickler erschlagen aber:
Für mich auf jeden Fall nicht mehr bei Ausscheiden des Sängers. Natürlich sind auch Gitarristen etc prägnant für den Sound einer Band, dennoch bin ich der Meinung nichts ist so schwer ersetzbar, wie der Wiedererkennungswert einer Stimme. (Man lese genau, natürlich muß die Stimme dabei auch eben diesen Wiedererkennungswert haben, also bitte jetzt nicht mit irgendwelchen obskuren Gegenbeispielen aufwarten)D.h. eine reelle Beatlesreunion nach 1980 wäre rechtmäßig gewesen, da die Band 4 Sänger im Repertoire hatte.
Obskur?nail75Sag ich doch: Mangel an Urteilsvermögen.
Es liegt am Ohr des Zuhörers.
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"And everything I know is what I need to know and everything I do's been done before."
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
nail75…Bei Queen kommt noch verschärfend dazu, dass die Verantwortlichen Wiederholungstäter sind (Made in Heaven) und dass sie auf Tonnen von Geld sitzen, das Ganze also nicht nötig haben. …
Da wird der gute Freddie – wohlwissend um seinen nahenden Tod – mit 200prozentiger Sicherheit testamentarisch und/oder vertraglich rechtzeitig verfügt haben, dass der Rest den Bandnamen weiternutzen darf, wenn deutlich wird, dass andere Sänger kein Mitglied sind. Durch die Tantiemen sind schließlich auch seine Erben abgesichert. Schon merkwürdig, dass einige Außenstehende puristischer denken als die Betroffenen.
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TheMagneticFieldso jetzt werden mich alle Frickler erschlagen aber:
Für mich auf jeden Fall nicht mehr bei Ausscheiden des Sängers. Natürlich sind auch Gitarristen etc prägnant für den Sound einer Band, dennoch bin ich der Meinung nichts ist so schwer ersetzbar, wie der Wiedererkennungswert einer Stimme. (Man lese genau, natürlich muß die Stimme dabei auch eben diesen Wiedererkennungswert haben, also bitte jetzt nicht mit irgendwelchen obskuren Gegenbeispielen aufwarten)
Also dürfte VW auch nicht mehr VW heißen, weil der erste Vorstandssprecher Heinrich Nordhoff 1968 gestorben ist?
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TheMagneticFieldFür mich auf jeden Fall nicht mehr bei Ausscheiden des Sängers. Natürlich sind auch Gitarristen etc prägnant für den Sound einer Band, dennoch bin ich der Meinung nichts ist so schwer ersetzbar, wie der Wiedererkennungswert einer Stimme. (Man lese genau, natürlich muß die Stimme dabei auch eben diesen Wiedererkennungswert haben, also bitte jetzt nicht mit irgendwelchen obskuren Gegenbeispielen aufwarten)
(obskures?) Gegenbeispiel: Deep Purple startete mit Rod Evans als Sänger. Mark II mit Ian Gillan ist jedoch die Bandbesetzung, die heute in der Rückschau am ehesten mit dem Namen Deep Purple in Verbindung gebracht wird.
Will sagen, die Allgemeingültigkeit hierfür lässt sich einfach nicht herstellen. Rod Evans hatte eine Stimme mit hohem Wiedererkennungswert, hat aber die Entwicklung der Band nicht bestimmt.
On topic: Den Zusatz „& Paul Rodgers“ finde ich absolut legitim, denn er zeigt dem geneigten Käufer sehr gut, was ihn hier erwartet. Es wird quasi die Katze im Sack gekauft.
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there's room at the top they are telling you still but first you must learn how to smile as you kill -
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