Musik im Wandel der Zeit: Wie Musik sich verändert

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  • #12593901  | PERMALINK

    nicht_vom_forum

    Registriert seit: 18.01.2009

    Beiträge: 7,073

    friedrich
    Das mag nicht besonders originell sein, aber klang technisch perfekt gemacht und gar nicht mal übel.

    @friedrich
    „Technisch perfekt“ wie bei den typischen KI-Bildern, denen man ansieht, dass schon das Trainingsmaterial fast ausschließlich seelenlose Werbefotos waren? Und zweite Frage: „Technisch perfekt“ von Moment zu Moment oder auch schon mit einer erkennbaren musikalischen Struktur, die über das Stück hinweg durchgehalten wird? Ich habe mich damit noch nicht näher befasst, aber alles, was ich bisher gehört habe, war eigentlich schnell als KI erkennbar, da die „Musik“ so offensichtlich regel- und planlos war.

    Ich frage mich: Wenn KI die übliche Gebrauchs-Popmusik schwupp-di-wupp generieren kann, wie wird sich das eigentlich auf von Menschen gemachte Musik auswirken? Für den Durchschnittspop werden Menschen (oder zumindest Musiker) ja nicht mehr gebraucht. Was machen Musiker, wenn sie sich davon unterscheiden wollen?

    Ich glaube, die Auswirkungen werden sich in Grenzen halten. Es ist ja auch ohne KI kein Problem, aus allenfalls auf Amateurniveau singenden und spielenden Menschen mit Studiotechnik und Software Musiker zu machen, die dann zum Vollplayback auf der Bühne stehen.

    --

    Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.  Reality denied comes back to haunt. Philip K. Dick
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    #12594055  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,497

    @nicht_vom_forum

    friedrich
    Das mag nicht besonders originell sein, aber klang technisch perfekt gemacht und gar nicht mal übel.

    friedrich
    „Technisch perfekt“ wie bei den typischen KI-Bildern, denen man ansieht, dass schon das Trainingsmaterial fast ausschließlich seelenlose Werbefotos waren? Und zweite Frage: „Technisch perfekt“ von Moment zu Moment oder auch schon mit einer erkennbaren musikalischen Struktur, die über das Stück hinweg durchgehalten wird? Ich habe mich damit noch nicht näher befasst, aber alles, was ich bisher gehört habe, war eigentlich schnell als KI erkennbar, da die „Musik“ so offensichtlich regel- und planlos war.

    Ich frage mich: Wenn KI die übliche Gebrauchs-Popmusik schwupp-di-wupp generieren kann, wie wird sich das eigentlich auf von Menschen gemachte Musik auswirken? Für den Durchschnittspop werden Menschen (oder zumindest Musiker) ja nicht mehr gebraucht. Was machen Musiker, wenn sie sich davon unterscheiden wollen?

    Ich glaube, die Auswirkungen werden sich in Grenzen halten. Es ist ja auch ohne KI kein Problem, aus allenfalls auf Amateurniveau singenden und spielenden Menschen mit Studiotechnik und Software Musiker zu machen, die dann zum Vollplayback auf der Bühne stehen.

    Technisch perfekt im Sinne von handwerklich gut gemacht, zumindest über ein paar Takte. Doch wenn alleine das durch einen Prompt, der gerade mal eine Zeile lang ist und der von einem musikalische Laien erstellt wurde, generiert wird, ist das ja schon allerhand. Zwischen Aufgabenstellung und Ergebnis lagen nicht mal 2 Minuten. Was passiert, wenn ein Profi sich nicht 2 Minuten sondern 2 Tage damit beschäftigt? Und wenn KI so etwas heute schon kann, was wird KI in 2 Jahren können?

    Auch auf Amateurniveau spielende und singende Menschen braucht in der Musikproduktion bald kein Mensch mehr. Ich vermute, dass die Musik, die im Dudelfunk läuft, in absehbarer Zeit ohne weiteres komplett KI-generiert sein kann. Das ist dem Hörer, der im Stau Autoradio hört, dem Gaststättenbesucher, der nebenbei musikalisch berieselt wird und den Kids, die am Späti cornern und den Bluetooth-Speaker wummern lassen, doch möglicherweise völlig wurscht. Vielleicht entwickelt sich da sogar eine neue Kunstform?

    Wir Musiknerds hier im Forum hören das natürlich anders.

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12594073  | PERMALINK

    nicht_vom_forum

    Registriert seit: 18.01.2009

    Beiträge: 7,073

    friedrich
    Technisch perfekt im Sinne von handwerklich gut gemacht, zumindest über ein paar Takte. Doch wenn alleine das durch einen Prompt, der gerade mal eine Zeile lang ist und der von einem musikalische Laien erstellt wurde, generiert wird, ist das ja schon allerhand.

    Schon. Die Frage ist m. A. n., ob die Entwicklung so weitergeht. Natürlich ist KI für manche Dinge einfach*er* als andere Produktionsmethoden, aber einen Prompt zu schreiben, der ein irgendwie originelles Ergebnis zur Folge hat, wird nie *einfach* werden – und sei es nur, weil man zwingend das Vokabular braucht und sich erarbeiten muss, um sein gewünschtes Ergebnis genau genug zu beschreiben.

    Zwischen Aufgabenstellung und Ergebnis lagen nicht mal 2 Minuten. Was passiert, wenn ein Profi sich nicht 2 Minuten sondern 2 Tage damit beschäftigt?

    Das ist genau das, worum es mir geht: „Profi“ wird man schließlich nicht von jetz auf gleich. Produzent, Dirigent, DJ etc. sind ja auch hochanspruchsvolle Tätigkeiten, auch wenn sie eine andere Art von musikalischem Handwerk erfordern als Instrumentenbeherrschung.

    Auch auf Amateurniveau spielende und singende Menschen braucht in der Musikproduktion bald kein Mensch mehr. Ich vermute, dass die Musik, die im Dudelfunk läuft, in absehbarer Zeit ohne weiteres komplett KI-generiert sein kann. Das interessiert den Hörer, der im Stau Autoradio hört, den Gaststättenbesucher, der nebenbei musikalisch berieselt wird und die Kids, die […] en Bluetooth-Speaker wummern lassen, doch vielleicht überhaupt nicht. Vielleicht entwickelt sich da sogar eine neue Kunstform? Wir Musiknerds hier im Forum hören das natürlich anders.

     
    Natürlich gibt es einen Markt für Gebrauchsmusik für Fahrstuhl umd Fitnessstudio, der wahrscheinlich gut und billig von KI bedient werden kann. Insgesamt denke ich aber, wird es nach wie vor einen Bedarf an Celebrities und Zielen für Fantum geben, der durch KI generierte Musik nicht befriedigt wird. Unterm Strich ist Musik dann doch primär ein soziales und kommunikatives Unterfangen.

    --

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    #12595409  | PERMALINK

    nicht_vom_forum

    Registriert seit: 18.01.2009

    Beiträge: 7,073

    Adam Neely zum Thema:
    Nebula:
    https://nebula.tv/videos/adam-neely-suno-ai-music-and-the-bad-future

    Youtube:

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