Kulturelle Aneignung, Identitätspolitik, Wokeism, PC & Cancel Culture

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  • #12133923  | PERMALINK

    jesseblue
    emotionsloser neukunde.

    Registriert seit: 14.01.2020

    Beiträge: 4,131

    Bei dem ganzen aktuellen Schund, mit dem junge Menschen konfrontiert werden, sind Queen sicherlich das geringste Problem.

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      #12133927  | PERMALINK

      stormy-monday
      We Shall Overcome

      Registriert seit: 26.12.2007

      Beiträge: 19,683

      krautathausUnd ich würde jede dicke Person hier konsequent veteidigen, egal von welcher Partei, Glauben, Aussehen.

      Aber ist nicht Völlerei (Fresssucht, Gefräßigkeit, Maßlosigkeit)  eine der 7 Todsünden?

      Der Fall Deiner Frau mal aussen vor, Euer Familien(un-)glück beschäftigt mich wirklich.

       

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      I would go in chains just to see you free  (Buffy)
      #12133929  | PERMALINK

      pfingstluemmel
      Darknet Influencer

      Registriert seit: 14.09.2018

      Beiträge: 5,574

      Und sind die 7 Todsünden nicht ein Konstrukt der Fallensteller des Vatikans?

      --

      Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
      #12133933  | PERMALINK

      stormy-monday
      We Shall Overcome

      Registriert seit: 26.12.2007

      Beiträge: 19,683

      Ja, schon. Aber in Kunst und Kultur haben diese Todsünden schon ein Gewicht (sic!). Und für das menschliche Zusammensein sind sie auch nicht unerheblich. Ach, ich schreib mich wieder um Kopf und Kragen…

      --

      I would go in chains just to see you free  (Buffy)
      #12133935  | PERMALINK

      wenzel

      Registriert seit: 25.01.2008

      Beiträge: 5,459

      Maßlos bin ich auch, jeder hat seine eigenen Abgründe.

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      #12133937  | PERMALINK

      pfingstluemmel
      Darknet Influencer

      Registriert seit: 14.09.2018

      Beiträge: 5,574

      Gott säge und verhüte Asketen und Abstinenzler.

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      Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
      #12133947  | PERMALINK

      nicht_vom_forum

      Registriert seit: 18.01.2009

      Beiträge: 5,749

      wenzel
      Ja, natürlich könnte das jeder heute im Internet eruieren, was gemeint ist. Aber wer macht das schon?

      Mal abgesehen von den „Fachbegriffen“ versteht doch beispielsweise „Let her do all the work and maybe later I’ll rape her“ heute wirklich jeder und sehr viele Leute sprechen auch gut genug englisch, dass sie das ohne Anstrengung mithören und nicht ausdrücklich übersetzen müssen.

      Ich sehe auch keinen Grund, warum man den Song nicht mehr spielen sollte.

      Meine Punkt ist hauptsächlich, dass man Bobby Brown schon früher sehr wahrscheinlich gar nicht im Mainstream-Radio gespielt hätte, wenn die Verantwortlichen besser aufgepasst hätten und nicht von Zappas Pop-Talent und Stimme aufs Glatteis geführt worden wären. Ich habe überhaupt nichts dagegen, dass das Stück im Radio (im normalen Programm für jugendliches und erwachsenes Publikum) gespielt wird – im Kinderprogramm finde ich es aber verfehlt.

      Geht es dir wirklich um Kinder oder Jugendliche, die unverdorben aufwachsen sollen?

      Nein. Schon alleine, weil „unverdorben“, „unschuldig“ usw. Begriffe sind, die mit realen Kindern nichts zu tun haben. Aber in den Bereichen, in denen Kinder (und nur Kinder!) sich selbstständig bewegen, sollten sie vor bestimmten Inhalten[1] geschützt sein, für die altersbedingt Kontext oder Verständnis fehlt. Das ist dann auch keine Zensur, kein „Woke Wahnsinn“, kein „Tugendfuror“ oder ähnliches, sondern schlicht vernünftig und sinnvoll. Um das Klischee zu bemühen: Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.

      Die Frage ist ja, warum ein Song über dicke Frauen zensiert wird, aber über „Mord“ nicht

      Es gibt eine Menge, üblicherweise eher linke, Medienkritik, die diese Frage (auch hinsichtlich Film oder Literatur) stellt und die verschiedene Antworten darauf hat. Gemeinhin sind das keine Antworten, die das typische Daily-Mail-Publikum hören möchte, weil darin oft Begriffe wie Feminismus, Patriarchat, Gender usw. vorkommen.

      und wer das aus welchen Gründen entschieden hat.

      Das hingegen interessiert mich bei einer so uninteressanten Entscheidung (siehe mein Posting weiter oben) überhaupt nicht. Das ist absolut im Rahmen der üblichen redaktionellen Entscheidungen eines Medienunternehmens. Mich interessiert da viel mehr, warum das an eine so große Glocke gehängt wird, und wer da versucht, im Trüben zu fischen (auch da: siehe oben).

      [1] Was auch immer das im Einzelnen ist. Queen sind mit Sicherheit nicht die oberste Priorität. Bei der „Fat Bottomed Girls“-Sache gehe ich nach wie vor davon aus, dass der Grund am ehesten ist, dass der Fünfjährige das nicht lauthals im Kindergarten singt.

      zuletzt geändert von nicht_vom_forum

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      Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.  Reality denied comes back to haunt. Philip K. Dick
      #12133987  | PERMALINK

      nicht_vom_forum

      Registriert seit: 18.01.2009

      Beiträge: 5,749

      stormy-monday

      krautathausUnd ich würde jede dicke Person hier konsequent veteidigen, egal von welcher Partei, Glauben, Aussehen.

      Aber ist nicht Völlerei (Fresssucht, Gefräßigkeit, Maßlosigkeit) eine der 7 Todsünden?

      Das Problem ist, dass „Völlerei“ und dick sein nur begrenzt miteinander zu tun haben. Es gibt eine Unzahl an Faktoren, die beeinflussen, wie viel jemand auf die Waage bringt oder wie gut man vorhandene Masse wieder los wird.

      --

      Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.  Reality denied comes back to haunt. Philip K. Dick
      #12133989  | PERMALINK

      bullschuetz

      Registriert seit: 16.12.2008

      Beiträge: 2,088

      Dieser Thread hat sich echt etwas gruselig entwickelt. Ich hatte ja anfangs Zweifel an Auswüchsen der linken Identitätspolitik formuliert, aber jetzt bin ich für mehr wokeness. Ich glaube, sie ist nötig.

      --

      #12133991  | PERMALINK

      clau
      Coffee Bar Cat

      Registriert seit: 18.03.2005

      Beiträge: 91,180

      bullschuetzDieser Thread hat sich echt etwas gruselig entwickelt. Ich hatte ja anfangs Zweifel an Auswüchsen der linken Identitätspolitik formuliert, aber jetzt bin ich für mehr wokeness. Ich glaube, sie ist nötig.

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      How does it feel to be one of the beautiful people?
      #12134007  | PERMALINK

      krautathaus

      Registriert seit: 18.09.2004

      Beiträge: 25,719

      nicht_vom_forum

      stormy-monday

      krautathausUnd ich würde jede dicke Person hier konsequent veteidigen, egal von welcher Partei, Glauben, Aussehen.

      Aber ist nicht Völlerei (Fresssucht, Gefräßigkeit, Maßlosigkeit) eine der 7 Todsünden?

      Das Problem ist, dass „Völlerei“ und dick sein nur begrenzt miteinander zu tun haben. Es gibt eine Unzahl an Faktoren, die beeinflussen, wie viel jemand auf die Waage bringt oder wie gut man vorhandene Masse wieder los wird.

      Exakt, danke!

      Dazu kommt, dass man sich nicht hochnäsig echauffieren muss, wenn sich Übergewichtige im Sommer so kleiden wollen, wie sie es als angenehm empfinden. Hab ja diese fürchterliche Vollbartmode auch jahrelang „ertragen“ müssen.

      --

      “It's much harder to be a liberal than a conservative. Why? Because it is easier to give someone the finger than a helping hand.” — Mike Royko
      #12134009  | PERMALINK

      krautathaus

      Registriert seit: 18.09.2004

      Beiträge: 25,719

      clau

      bullschuetzDieser Thread hat sich echt etwas gruselig entwickelt. Ich hatte ja anfangs Zweifel an Auswüchsen der linken Identitätspolitik formuliert, aber jetzt bin ich für mehr wokeness. Ich glaube, sie ist nötig.

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      “It's much harder to be a liberal than a conservative. Why? Because it is easier to give someone the finger than a helping hand.” — Mike Royko
      #12134011  | PERMALINK

      irrlicht
      Nihil

      Registriert seit: 08.07.2007

      Beiträge: 31,157

      bullschuetzDieser Thread hat sich echt etwas gruselig entwickelt. Ich hatte ja anfangs Zweifel an Auswüchsen der linken Identitätspolitik formuliert, aber jetzt bin ich für mehr wokeness. Ich glaube, sie ist nötig.

      Ich denke, das ist eine falsche Dichotomie, wir brauchen beides.

      Dass Fatphobia immernoch ein massives Problem ist, kann man hier an diesem Thread leider gut sehen und man bekommt eine Ahnung davon, welche angeekelten Blicke viele dieser Menschen tagtäglich abbekommen. Das betrifft genauso Rassismus oder queere Themen. Man bekommt oft den Eindruck, dass vielen nichtmal im Bilde ist, dass massives Übergewicht nicht zwingend gleichzustellen ist mit Faulheit. Oftmals hat es genetische Einflüsse (aus Erfahrung: Ich kann bspw. sehr schwer zunehmen, andere schauen einen Kuchen nur an und nehmen zu), oft ist es Coping bei Stress, ebenso oft sind es auch Nebenwirkungen von Medikamenten, etwa der Pille, Antidepressiva, Antiallergika usw. Und selbst wenn es „nur“ eine Sucht ist: Jeder, der selbst mal eine hatte, egal welcher Art, sollte doch wissen, wie schwer es ist, das hinter sich zu lassen.

      Dass die neoliberale Agenda jedoch leider Wokeness fast vollständig unterlaufen hat, ist ein Thema für sich. Das „13 Fragen“ Debakel hier zeigt das gut auf (der größte Shitstorm in der Historie des Formats). Hier steht „Ideologie“ in einem 5 gegen 1 plötzlich über Wissenschaft, Realitäten werden von „Gefühlen“ gebeugt. Nicht zuletzt geht es auch um Eigeninteresse, da Plus Size Models massiv gefragt und hier über die Jahre auch große Wirtschaftszweige entstanden sind, ergo: Es ist voreigenommen, da Einfluss und Kapital daran geknüpft sind. Das ist ein massives Problem, weil es – wie in anderen Bereichen identitätspolitischer Fragen auch – dazu führt, dass es vermeintlich für jede Person eine eigene „Wahrheit“ gibt, womit wir ziemlich genau bei alternativen Fakten landen, wie sie auch in verschwörungsideologischen Kreisen verstärkt sichtbar sind.

      Dazu kommt der Umstand, dass Wokeness eben auch unfassbar stark kapitalisiert wird. An diesem Beispiel: Die Zucker-Lobby hat nunmal ein Interesse, dass Menschen weiterhin viel konsumieren und dass es gesellschaftlich stärker und stärker als „normal“ gehandelt wird, obgleich es ein riesiges gesellschaftliches Problem ist, nicht zuletzt für die Betroffenen. Und wie stark diese Lobbys auf die Politik wirken kann man etwa hier gut nachvollziehen. Mit anderen Worten: Wenn Lockheed Martin auf dem Pride Month auflaufen, wenn Mercedes Queerrechte für sich entdecken, wenn Nestlé Videos bei Youtube zu Nachhaltigkeit machen und Germanys Next Topmodel auf einmal die Liebe für Körperformen entdeckt, sollte man schleunigst hellhörig werden. Aber in dem Sinne: Don’t hate the player, hate the game. Schuld sind daran nicht die Betroffenen, sondern ein schlecht regulierter Lebensmittelmarkt, in dem jedem Gurkenwasser noch Zucker zugesetzt wird.

      --

      Hold on Magnolia to that great highway moon
      #12134021  | PERMALINK

      zappa1
      Yellow Shark

      Registriert seit: 08.07.2002

      Beiträge: 86,728

      Sind aber alles vorhersehbare Dinge. Ausgangspunkt ein harmloses Liedchen, in dem dicke Menschen weder diskriminiert und beleidigt werden, sich niemand über sie lustig macht, was dann aber über den Umweg eines bekloppten Spruchs über Ricarda Lang zu einer Grundsatzdiskussion über dicke Menschen führt. RS-Forum pur.

      --

      „Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: Sie muss zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.“ (Goethe) "Allerhand Durcheinand #99, 31.01.2024, 22:00 Uhr https://www.radiostonefm.de/naechste-sendungen/8782-240201-allerhand-durcheinand-99
      #12134029  | PERMALINK

      nicht_vom_forum

      Registriert seit: 18.01.2009

      Beiträge: 5,749

      zappa1Sind aber alles vorhersehbare Dinge. Ausgangspunkt ein harmloses Liedchen, in dem dicke Menschen weder diskriminiert und beleidigt werden, sich niemand über sie lustig macht, was dann aber über den Umweg eines bekloppten Spruchs über Ricarda Lang zu einer Grundsatzdiskussion über dicke Menschen führt. RS-Forum pur.

       
      Ja, genau so war’s. Ich erinnere mich genau. Als wär’s erst gestern oder vorgestern gewesen. Schlimm. Nicht auszudenken, was hier erst los wäre, wenn jemand im ersten Posting zu dem Thema irgendetwas wie „Noch blöder gehts eigentlich kaum mehr! „Woke-Wahnsinn“ bei Queen? […]“ gepostet hätte. http://forum.rollingstone.de/foren/reply/12133307/

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      Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.  Reality denied comes back to haunt. Philip K. Dick
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