Katatonia – The fall of hearts (20.05.16)

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  • #95879  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

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    bs-Katatonia-Fall-Of-Hearts-e1458587286806.jpg

    1. Takeover [07:09]
    2. Serein [04:46]
    3. Old heart falls [04:22]
    4. Decima [04:46]
    5. Sanction [05:07]
    6. Residual [06:54]
    7. Serac [07:25]
    8. Last song before the fade [05:01]
    9. Shifts [04:54]
    10. The night subscriber [06:10]
    11. Pale flag [04:23]
    12. Passer [06:25]

    Bonus Tracks:

    13. Vakaren [04:54]
    14. Sistere [04:11]
    15. Wide awake in quietus [04:59]

    Ever. Katatonia begleiten mich mittlerweile schon mehr als zehn Jahre und im Rückblick war dieser aschfahle, in Blut getauchte Entwurf von Musik zwischen elektronisch angereichertem Metal, Progressive Rock und Doom der erste Sound, der mich vollends für sich eingenommen hat. Immer zugänglicher sind die Alben über die Jahre geworden – sehr eingängige Melodien, dafür stetig komplexer in ihrer Architektur und Rhythmusgestaltung. „Old heart falls“ fasziniert und berührt mich, wie mich damals die Tracks von „Viva emptiness“ gepackt haben – dezente Effekte und Keyboards, helle, ausgedehnte Gitarrensounds, wie sie nur schwedischer Metal an die Oberfläche fördert, große Refrains, sehr intensive, beschwörende Strophen, dazu Renskes Gefühl beim Setzen der Wörter. Es sind immer eine handvoll, die anders sind, als ich sie erwarte, elegant am Gothic-Kleister vorbei – nie klingen ihre Songs austauschbar und auf Effekt gezielt, obwohl sie genaugenommen seit zwanzig Jahren den einen Song spielen.

    „Heart pumps death into heredity/Who wants to come with me/For every dream that is left behind me/I take a bow“

    https://www.youtube.com/watch?v=nnhMbJXF9WM

    --

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    #9795635  | PERMALINK

    Anonym
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    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Ich durfte damals die „Tonight’s Decision“ rezensieren, die Platte hat mir sehr gut gefallen. Die Eröffnung „For My Demons“ höre ich nachwievor gerne, dennoch habe ich die Band was Neues betrifft aus den Augen verloren. So viel geändert hat sich da nicht (vielleicht weniger offensichtlich metallisch), aber da muss ja kein Makel sein.

    Merke ich mir, Danke für den Hinweis!

    --

    #9795637  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 43,923

    Der Song ist klasse aber auf dem Album geht es sicher noch härter zu oder?

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    #9795639  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

    Beiträge: 29,125

    MrFlingKingSo viel geändert hat sich da nicht (vielleicht weniger offensichtlich metallisch), aber da muss ja kein Makel sein.

    Selten hat eine Band eine so überzeugendes (quasi-)akustische Tour zu spielen wie Katatonia. Nachzuhören auf dem Album „Sanctitude“, wo das Union-Chapel-Konzert dokumentiert ist.
    Und dass sie ihre Songs in dieser Weise absolut glaubwürdig aufführen können, ohne das etwas fehlt, hat mit der detailverliebten und geschliffenen Arbeitsweise im Studio zu tun, die spätestens auf „Night is The New Day“ zum Vorschein kam.

    „Tonight’s Decision“ mag ich auch sehr, aber da war die Band noch vergleichsweise roh und ungestüm drauf. Die Feinfühligkeit, mit der sie heute an ihren Songs feilen, ist zusammen mit Renske´s gewachsener Stimme Alleinstellungsmerkmal geworden.

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    Ab sofort stelle ich im ctte-Thread meine Top 25 Jahresalben für 2024 vor. Beginnend bei Platz 25 kommen jeden Tag so zwei bis drei Titel dazu. Jeder ist eingeladen sich auch aktiv zu beteiligen.
    #9795641  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Habt Nachsicht, das ist meine erste Berührung mit der Band nach locker 15 Jahren. ;)

    Dann schnuppere ich mal in die Diskografie rein…

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    #9795643  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,445

    Onkel TomDer Song ist klasse aber auf dem Album geht es sicher noch härter zu oder?

    Das kann Dir vorab sicher keiner mit Gewissheit sagen, aber grundsätzlich: Wenn Dir der Track gefällt, solltest Du im Grunde mit keinem der letzten Alben Probleme haben. Katatonia haben als Dark/Doom/Death-Metal Band begonnen, allerdings schon in der Frühphase erstaunlich tolle Kompositionen geschrieben (die mich etwas an Opeth der letzten Jahre erinnern, die Bands sind ja gut befreundet). Aber über die Jahre hinweg hat sich die Band immer weiter geöffnet: Stärker herausgeschälte Melodien, weiterhin sehr persönliche Texte, immer kompakteres und stets hervorragendes Songwriting, immer angenehm eingedampft auf etwa ein Dutzend Tracks. Und was die Stimme betrifft: Growls, wie sie im Metal oft vorherrschend sind, verwendet Renske seit „Brave murder day“ nicht mehr, also seit etwa zwanzig Jahren (okay, es gibt noch einen Schrei in „Leaders“, aber der dauert etwa fünf Sekunden). Mag sein, dass gelegentlich ein wenig mehr das Schlagezug poltert, aber Krach wirst Du wohl nicht erwarten müssen.

    Das ist etwa vom letzten Album. Oder die fantastische zweite Single von „The great cold distance“.

    MrFlingKingIch durfte damals die „Tonight’s Decision“ rezensieren, die Platte hat mir sehr gut gefallen.

    Close to the edge“Tonight’s Decision“ mag ich auch sehr, aber da war die Band noch vergleichsweise roh und ungestüm drauf. Die Feinfühligkeit, mit der sie heute an ihren Songs feilen, ist zusammen mit Renske´s gewachsener Stimme Alleinstellungsmerkmal geworden.

    Ich muss gestehen, dass für mich „Tonight’s decision“, abseits des Debuts, die schwächste aller Katatonia Platten ist. Schönes Cover, schöner Gesamtflow, ein paar herausragende Tracks, aber das Songwriting kippt bei manchen Aufnahmen teilweise förmlich ins Bodenlose, gut die Hälfte der Tracks finde ich halbgar bis belanglos. Davon ab, dass das Album dem intensiven „Discouraged Ones“ keine Nuance hinzufügt, das kam dann erst mit „Last fair deal gone down“.

    --

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    #9795645  | PERMALINK

    Anonym
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    Beiträge: 0

    Klingt interessant. Bisher habe ich nur mal vor Jahren reingehört und ich mag die Zusammenarbeit mit long distance calling – the nearing grave, die ja überwiegend instrumental unterwegs sind und mit wechselnden Sängern vereinzelt Stücke aufgenommen haben. Das mit Renske gefällt mir mit Abstand am besten.

    --

    #9795647  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,445

    Das ist auch ein toller Track, O’Malley. Aber ich bin seinem zarten Gesang sowieso verfallen.

    --

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    #9795649  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Nee, nee, diese sterilen Produktionen, Musik, die vom Metal weg will, doch leider kapiert das der Drummer nicht, der ohne Gefühl Metal Pattern in Slow Motion runter leiert. Diese aufgesetzte Eingängigkeit in Melodie und Atmosphäre. Das klingt sehr austauschbar, dazu dieser Pathos in Gesang & Text. Das hat mit Prog nix zu tun. Da lob‘ ich mir Opeth, die wissen, wie man vom Metal eigenständig wegkommt.

    --

    #9795651  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,445

    Mr. BadlandsNee, nee, diese sterilen Produktionen, Musik, die vom Metal weg will, doch leider kapiert das der Drummer nicht, der ohne Gefühl Metal Pattern in Slow Motion runter leiert. Diese aufgesetzte Eingängigkeit in Melodie und Atmosphäre. Das klingt sehr austauschbar, dazu dieser Pathos in Gesang & Text. Das hat mit Prog nix zu tun. Da lob‘ ich mir Opeth, die wissen, wie man vom Metal eigenständig wegkommt.

    Mikael und Jonas sind bekanntermaßen Freunde seit ihren frühen Bandphasen und ich finde die Parallelen sind einschlägig. Opeth sind eben bis heute stärker im Metal verhaftet, die Songs sind länger und komplexer, während Katatonia einen ähnlichen Weg gingen, wie einst Anathema. Wenn man das austauschbar findet, müsste man zunächst Vergleichspunkte haben – ich kenne aber keine Band, die wie Katatonia klingt. Die, die sich daran versuchen, seien es Acts wie Novembre, Lacrimas Profundere, Sinamore etc., haben die Qualitäten dieser Band nie erreicht. Und „aufgesetzte Eingängigkeit“? Der Weg von „Dance of december souls“ bis hin zu „Dead end kings“ ist doch ein sehr nachvollziehbarer und vor allem konsequenter.

    Dass das Drumming der weak link ist, würde ich aber auch so sehen, wobei ich finde, dass es zunehmend an Akzenten und Feingefühl gewonnen hat. Ich war nie ein Freund von Liljekvist und bin gespant, was Moilanen dem neuen Album an Veränderung bringt.

    --

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    #9795653  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Was haltet ihr denn jetzt von dem neuen Album? Ich bin sehr angetan. Schon die Produktion, der Sound der Gitarren und des Schlagzeugs gefällt mir. Und die Musik ist wirklich hörenswert.

    **** sind auf jeden Fall drin, vielleicht sogar mehr.

    --

    #9795655  | PERMALINK

    kaesen

    Registriert seit: 17.06.2003

    Beiträge: 4,291

    Tolles Album, für mich die beste von Katatonia. Sehr druckvoll, toller Sound. Ich sehe es auch bei ****.

    --

    Käse ist gesund!
    #9795657  | PERMALINK

    close-to-the-edge

    Registriert seit: 27.11.2006

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    Es ist ja schon ein Brocken. Das Album ist deutlich länger, die durchschnittliche Länge der Songs logischerweise auch. Und dann stellen sie noch den sperrigsten Song an den Anfang, obwohl sie mit „Serein“ den perfekten Opener hätten. Und die traumhaft schöne Ballade „Sistere“ wird zum Bonustitel degradiert.

    Aber man weiß dann eben auch, dass es ein bißchen dauert, in so ein komplexes Werk einzutauchen. Und man weiß, dass es sich lohnt. Und sie klingt wirklich wieder großartig. Katatonia sind Soundfetischisten im besten Sinne.

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    #9883787  | PERMALINK

    irrlicht
    Nihil

    Registriert seit: 08.07.2007

    Beiträge: 31,445

    kaesenTolles Album, für mich die beste von Katatonia.

    Ich tendiere mittlerweile auch zu dieser Einschätzung. Noch vielfältiger als die beiden Vorgänger, vor allem das Songwriting finde ich zum Dahinschmelzen. Und die Arrangements – da ein packendes Solo, da ein paar Klaviertupfer, dann die Unmengen an Soundinstallationen. Davon ab hat Renkse vermutlich nie so nuanciert gesungen, das ist defintiv ein Vorteil der jüngsten Alben entgegen der pre-„Viva emptiness“-Epoche.

     

    --

    Hold on Magnolia to that great highway moon
    #9883813  | PERMALINK

    onkel-tom

    Registriert seit: 23.02.2007

    Beiträge: 43,923

    Heute Morgen liefen die ersten 4 Tracks  im Auto. Ja, die hat was …..

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    Gewinnen ist nicht alles, gewinnen ist das einzige.
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