Karel Gott

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  • #10905179  | PERMALINK

    stormy-monday

    Registriert seit: 26.12.2007

    Beiträge: 11,203

    zappa1Würde mich schon interessieren, wie sich all die Widerstandskämpfer hier verhalten würden, wenn sie in eine Diktatur hineingeboren werden.

    Wir würden singen. So Texte wie „Ich weiss, es wird ein Mal ein Wunder geschehn“. Oder „Davon geht die Welt nicht unter.“ Dann merkt die Diktatur nicht, was für fiese Widerstandskämpfer wir sind.

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    #10905249  | PERMALINK

    ripp

    Registriert seit: 13.05.2019

    Beiträge: 26

    gypsy-tail-wind

    zappa1 Man muss nur an die Klassik erinnern, Furtwängler, Karajan, R. Strauss etc. werden hier heute noch gefeiert.

    Gefeiert werden allenfalls ihre Aufnahmen, gewiss nicht ihre Person (wobei das bei HvK schon auch der Fall ist, aber mich widert das an). Da kommt gleich wieder die Diskussion über AutorIn und Werk – die nie zu lösen sein wird, weil stets der Einzelfall differenziert betrachtet werden soll … aber klar, mir geht Karel Gott am Allerwertesten vorbei, die differenzierte Betrachtung bzw. Würdigung sollten ja gerade jene leisten, bei denen der Fall anders liegt. Um zu retten, was zu retten ist, gewissermassen. Obendrein geht das aber auch weit über die Kunst hinaus. Politik, Militär, Juristerei, Wissenschaft usw. usf. Die jeweiligen Exponenten werden vielleicht nicht ähnlich beliebt und gefeiert, aber hinterfragt wurde auch da viel zu wenig, viel zu selten.

     

    Wenn es um HvK geht, ist die Biografie von Richard Osbourne das Maß der Dinge. Kritisch, fair und augenöffnend. Danach kann man sich auch ein Bild der Person machen.

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    #10910729  | PERMALINK

    bullitt

    Registriert seit: 06.01.2003

    Beiträge: 19,439

    zappa1

    childintimeWieso wird in Tschechien eigentlich ein Staatstrauertag ausgerufen und Zehntausende Menschen nehmen in Prag Abschied, wenn Opportunismus ein so hervorstechendes Merkmal Karel Gotts war? Aber wir werden es schon schaffen, den Tschechen zu erklären, wie die Dinge wirklich liegen…

    Mit den Fingern auf andere zeigen, konnten wir Deutsche schon immer gut. (…) Ist auch viel einfacher, auf einen ungeliebten „Schlagerfuzzi“ rumzuhacken.

    Habe mich paar Wochen vor seinem Tod noch mit tschechischen Kollegen über Karel Gott unterhalten und sie erzählten mir, welchen Stellenwert er dort inne hatte und wie er auch ganz persönlich innerhalb der Familien wertgeschätzt wurde. Das einzige, was bei ihnen auf Kritik stieß,  war sein deutscher Output. Damit konnten sie sich, im Gegensatz zu mir, nicht anfreunden.  Etwaige politische Einstellungen spielten indes überhaupt keine Rolle. Dass man sich da jetzt ausgerechnet nach seinem Tod als Westeuropäer dran aufgeilen und selbstgerecht moralisieren muss, lässt schon tief blicken und ist einfach nur unangenehm, um es mal diplomatisch auszudrücken.

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