JOHN ZORN

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  • #12637  | PERMALINK

    little-joe

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 121

    wollte es eigentlich zuerst unter „geheimtipps und verkannte“ veröffentlichen. aber dann würde dem mann unrecht getan.

    ich gebe zu: keine leichte kost. aber einige seiner songs sind der absolute hammer.

    für diejenigen, die mit dem namen gar nichts anfangen können:

    jazz meets noise meets punk meets rock meets funk meets trash meets folk meets classic.

    einfach alles: von lärmorgien bis zu kongenialen coverinterpretationen…

    ein individualist, ein grenzgänger, einer, der das saxophon nicht nur spielt, sondern bei zeiten auch quält – schräg, einzigartig und manchmal wunderschön…

    … meinungen würden mich (wie immer) sehr interessieren

    B)

    --

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    #1832707  | PERMALINK

    avantgarde

    Registriert seit: 18.02.2004

    Beiträge: 10

    Bin durch einen Freund of John Zorn aufmerksam geworden.
    Und muss sagen die Naked City sachen hauen mich technisch
    und auch musikalisch total um.
    Was mir auch sehr gefällt sind die tracks mit masada.
    Ich bin allerdings bisher nur übers Internet auf material von ihm gestossen.
    Vielleicht kannst du mir ja was empfehlen

    --

    #1832709  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 19,035

    Kenne ihn hauptsächlich als Produzent, z.B. von „Mr. Bungle“ und einem Stück dass er zusammen mit Mike Patton aufgenommen hat.
    Doch! Eine Platte von ihm habe ich mal angetestet.

    Strange, sehr strange. Aber sicher nicht uninteressant.
    Allerdings nichts, was ich häufig hören könnte.

    --

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    #1832711  | PERMALINK

    dominick-birdsey
    Birdcore

    Registriert seit: 23.12.2002

    Beiträge: 14,846

    Ich habe John Zorn mit „Torture Garden“ mal auf einem Jazzfest in MS gesehen. Jede Deathmetalcombo hätte mich weniger gestresst. Es war zwar unglaublich, wie gut die eingespielt waren und wie man auf Fingerzeig plötzllich einen solchen Lärm spielen kann. Furchtbar. Freejazz. Furchtbar.

    --

    #1832713  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,863

    Hab die letzten 20 Jahre auch mal hier mal dort in seine Sachen reingeschmeckt.
    Das meiste ist wirklich schon schwer verdaulich.
    Aber 1 LP ist trotzdem hängengeblieben
    THE BIG GUNDOWN – JOHN ZORN PLAYS THE MUSIC OF E. MORRICONE
    Die ist interessant und angenehm herausfordernd. Kein Krach.

    --

    #1832715  | PERMALINK

    starship

    Registriert seit: 28.12.2002

    Beiträge: 1,474

    dieser john zorn…
    ein freund von mir bekam einen gehörsturz als er ihn live hörte.
    zorn versuchte sich in musikstücken die nur eine minute dauerten, und in dieser minute den absulten zorn und die absolute wut ausdrücken sollten.
    hab mir die sache auf cd angehört. ich finde die idee nicht schlecht. allerdings ging ich hinter den boxen fast in deckung. :o

    --

    #1832717  | PERMALINK

    dr-music

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 70,286

    Also seine Musik ist ja demnach gemeingefährlich. Hat der überhaupt einen Waffenschein?

    --

    Jetzt schon 62 Jahre Rock 'n' Roll
    #1832719  | PERMALINK

    little-joe

    Registriert seit: 10.07.2002

    Beiträge: 121

    naja, waffeschein besitzt er wohl keinen.

    aber ich hab mal gehört, dass er es geschafft, hat in 30 minuten alle konzertbesucher zum aufbruch zu drängen….

    muss auch zugeben: bin kein spezialist in dem genre. habe ihn auch noch nie live geseehen. aber die 2 cds, naked city und mike spillane sind einfach irgendwie, weiss auch nicht, wunderbar, eigenartig, schräg, krass und einach gut.

    von den moricone-soundtracks (weiss jetzt nicht genau wie man moricone richtig scheibt und bin jetzt auch zu faul, dass auf google zu recherchieren) hört man nur gutes.

    freejazz? dazu kann ich schon was sagen: die bezeichnung stammt eigentlich ursprünglich ende der 60er, anfang der 70er, als sich klassische jazz-musiker, wie monk, colemann oder andere sich von den starren regeln der herrschenden genres des jazz befreiten und mehr und mehr improvisierten. darauf erst folgten die experimente von weather report und davis, die dann jazz-rock begründeten.

    klassischer free-jazz ist heute absolut hörtauglich (lustiges wort)

    zorn geht da schon ein paar schritte weiter und kreuzt punk, noise, core und jazz.

    B)

    --

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    #1832721  | PERMALINK

    ultrabreytenbreytenbach

    Registriert seit: 13.03.2004

    Beiträge: 180

    Was Ihr ALLE braucht ist das Painkiller Projekt von John Zorn mit Bill Laswell und Ex-Napalm Death Drummer Mick Harris. Ich habe die 4 CD Box und eine zusätzliche Live CD davon. Mischung aus Free Jazz, Ambient und Death Metal. Man zeige mir bitte etwas radikaleres.

    Trotzdem schöne Grüße!

    --

    "Pink Floyd" sind eine Coverband von "Australian Pink Floyd Show" unter vielen. Der Gitarrist scheint aber gut zu sein :-)
    #1832723  | PERMALINK

    candycolouredclown
    Moderator

    Registriert seit: 08.07.2002

    Beiträge: 19,035

    Originally posted by UltraBreytenBreytenbach@20 Jun 2004, 22:28
    Was Ihr ALLE braucht ist (…) Free Jazz, Ambient und Death Metal.

    BITTE NICHT!!!

    --

    Flow like a harpoon daily and nightly
    #1832725  | PERMALINK

    whole-lotta-pete

    Registriert seit: 19.05.2003

    Beiträge: 17,435

    Geiler Name jedenfalls. 2ter Platz in der „Passt gut Liste“ direkt hinter Ritchie Kotzen :lol:

    --

    RadioStoneFm.de[/URL][/SIZE][/COLOR][/SIZE]
    #1832727  | PERMALINK

    dougsahm
    Moderator

    Registriert seit: 26.08.2002

    Beiträge: 17,863

    Zweitletzter Platz in meiner alphabetischen Sortierung, knapp vor ZZ Top … Fällt deshalb immer wieder mal auf …

    --

    #1832729  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 61,836

    Heute gibt’s in der NZZ einen Artikel zu John Zorn, der auch online nachzulesen ist –

    John Zorn ist einer der prägenden Musiker der letzten vierzig Jahre, ein Musiker, der mit der disparat erscheinenden Vielfalt seiner musikalischen Produktion das «anything goes» der Postmoderne zu verkörpern scheint: der knabenhafte Saxofonist mit der Nickelbrille, der sein Horn schreien lässt und den Schrei an seinem Knie erstickt. Der Randgänger des Jazz, der die Tischmanieren des Genres ignoriert. Der Solo-Improviser mit den «duck calls». Der Klangregisseur, der mit «file cards» ganze Improviser-Orchester in Szene setzt. Weitere Rollen: Stilmonteur mit der Schere. Baumeister im Getöse der Abbruchmaschinen. Fürst der Finsternis in seinem Torture-Garden der Lautstärke. Der Talentefänger, der mit Musikern wie Marc Ribot, Joey Baron oder Cyro Baptista seit Jahrzehnten zusammenarbeitet und mit Tzadik, seinem eigenen Label, und dem Klub «Stone» in Manhattan Veröffentlichungs- und Spielmöglichkeiten schafft. Der Herold einer «Radical New Jewish Culture», der vor gut zwanzig Jahren die individualistischen und überwiegend religionsfernen jüdischen Musiker aus seinem Umfeld dazu brachte, noch einmal über ihre biografische, ideelle und religiöse Verwurzelung zu reflektieren.

    http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/pop_jazz/der-herr-der-wandlungen-1.18149197

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #133: Revivals in den 90ern und eine Neuheit aus der Romandie - 14.6., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #7: tba | No Problem Saloon, #29: tba
    #1832731  | PERMALINK

    piwo

    Registriert seit: 20.04.2013

    Beiträge: 221

    Was man von
    John Zorn
    haben und hören
    muss: SPILLANE

    --

    Tomorrow never knows
    #1832733  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 4,230

    PiwoWas man von
    John Zorn
    haben und hören
    muss: SPILLANE

    Sicher schwer zu sagen, was man von John Zorn haben muss, falls man überhaupt etwas von ihm haben muss. Ist ja alles freiwillig.

    Ich kenne, gemessen an seinem aberwitzig umfangreichen Gesamtwerk, nur wenig von ihm aber doch immerhin so viel, dass erkennbar wird, dass es so etwas wie eine zentrale Aufnahme von John Zorn nicht gibt – wohl nicht geben kann. Denn wenn es überhaupt etwas von zentraler Bedeutung in seiner Musik gibt, dann sind es Wandel und Grenzüberschreitung. Von Jazz über Rock, Noise, Filmmusik, Klezmer, game pieces bis zu Kammermusik und noch viel weiter, mal klar von einander getrennt, mal aber auch scheinbar wild durcheinander geworfen oder verquirlt. Nur elektronische Musik habe ich von John Zorn noch nicht gehört. Eigentlich eigenartig … In diesem Gewirr muss man sich erst mal zurechtfinden. Ich weiß nicht, ob sich das einer zutraut.

    SPILLANE habe ich vor Jahren mal gehört und als eine sehr gute Platte in Erinnerung. Eine seiner Kompositionen, die so etwas wie Kino für die Ohren sind. Sehr empfehlenswert finde ich auch John Zorns Ennio Morricone-Interpretationen auf THE BIG GUNDOWN und – quasi als Schnelldurchlauf eines Teils des Zorn’schen musikalischen Universums – die Aufnahmen seiner Band NAKED CITY. Das Debüt oder RADIO sind für mich hier erste Wahl. Ich persönlich finde auch THE GIFT sehr gut, die zwischen Easy Listening, Exotica und Musik für Gruselfilme zu changieren scheint. Letztere ist vielleicht ein etwas unbedeutenderes Mosaiksteinchen in seinem Werk, aber wer kann das schon beurteilen? Und selbst mit diesen Alben hat man nur einen Bruchteil der stilistischen Bandbreite von John Zorn abgedeckt.

    --

    "I said a hip-hop, the hippie, the hippie / To the hip, hip-hop and you don't stop the rockin' / To the bang-bang boogie, say up jump the boogie / To the rhythm of the boogie, the beat" (The Sugarhill Gang)
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