John Ford

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  • #15419  | PERMALINK

    deadflowers

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    Ja, John Ford hat natürlich einen Thread verdient.
    John Ford ist für mich neben Howard Hawks der beste FILMEmacher des Old Hollywood und viele seiner Filme stellen einfach unwegdenkbare Monolythen in der Filmlandschaft dar.

    Da sind kurz zu erwähnen:
    „The Iron Horse“ von 1924, ein stark an D.W.Griffith orientiertes Epos über den Bau der Eisenbahn, in dem Fords Amerika noch fast erschreckend rein und sauber erscheint.
    „The Informer“ von 1935 brachte den ersten Regieoskar und ist der deutlich beste seiner „Irischen“ Filme.
    Victor Mc Lagen spielt einen Stadtstreicher dem sich ein alter Freund als IRA Terrorist zu erkennen gibt. Natürlich verrät er ihn, was dessen Tod zur Folge hat. Nach einem Gewissenskonflikt findet der Verräter erlösung.
    1939 war Fords ganz großes Jahr. Direkt nacheinander entstanden die 3 Meisterwerke „Stagecoach“, „Young Mr Lincoln“ und „Drums along the Mohawk“, die Ford für immer seinen festen Platz gesichert haben.
    Wobei „Stagecoach“ einfach nochmal überragt. Drehbuch. Aufbau der Handlung. Psychologiserung der Figuren. Entwicklung. Tempo. Inszenieruung. perfekt.
    All die Typischen Ford Figuren, die sich meist durch ihre Tätigkeit definieren (Spieler, Arzt, Barceeper, Hure etc) treten hier erstmals in erscheinung.
    Gleich 1940 setzt er die Reihe mit „The Grapes of warth“ erfolgreich fort und Henry Fonda liefert seine beste Leistung überhaupt ab.

    Nach dem 2. weltkrieg, in dem er als Dokumentarfilmer tätig war, sind folge 4 Filme besonders zu erwähnen.
    „My Darling Clementine“ von 1946 ist Fords Variante von der Wyatt Earp Story. Walter Brennan ist sehr böse, Henry Fonda ist nochmal ganz stark und ist am besten wenn er einfach auf seiner Veranda sitzt. Nervensäge Victor Mature ist hier mal tatsächlich gut, nervt aber trotzdem.
    „Wagon master“ 1950 ist ein eher kleiner Film ohne große Stars, mit dem Ford nochmal zu großer Hochform aufgelaufen ist. Alleine die Eröffnungssequenz ist unglaublich filmisch.
    „The Searchers“ 1956 zeigt die entstehung des neuen Amerikas, nachdem sich das vernarbte alte mit den Ureinwohnern die letzte Schlacht geliefert hat und von nun an verdammt ist wie ein Geist zwischen den Winden zu wehen.
    „The Man who shot Liberty Valance“ (1962) ist Fords dekonstruktion seiner eigenen Mythen und seiner eigenen Welt, die am Ende in Flammen aufgeht.

    john_ford.jpg

    --

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    #2129243  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
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    es fehlen „fort apache“, „she wore a yellow ribbon“ und „the fugitive“, ansonsten stimme ich überein. von den irischen filmen ist „the long voyage home“ so übel nicht.

    --

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    #2129245  | PERMALINK

    deadflowers

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    Originally posted by Napoleon Dynamite@27 May 2004, 09:23
    es fehlen „fort apache“, „she wore a yellow ribbon“ und „the fugitive“, ansonsten stimme ich überein. von den irischen filmen ist „the long voyage home“ so übel nicht.

    Ja die sind gut. Aber ich hab mich auf die großen beschränkt.
    voyage home kenne ich nicht.

    --

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    #2129247  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
    Moderator

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    Originally posted by deadflowers@27 May 2004, 10:24
    Ja die sind gut. Aber ich hab mich auf die großen beschränkt.
    voyage home kenne ich nicht.

    wenn du mich fragst, würde ich yellow ribbon für einen größeren halten als darling clementine. long voyage home ist ein sehr trauriger seefilm mit wayne und ward bond. das machen wir mal:über ford reden. :wub:

    --

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    #2129249  | PERMALINK

    deadflowers

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    clemetine ist etwas „zäh“ aber etwas tiefer oder?
    yellow ribbon ist der schönste Farbfilm von ihm. Aber egal. Schreib du was dazu.

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    #2129251  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
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    Originally posted by deadflowers@27 May 2004, 10:29
    yellow ribbon ist der schönste Farbfilm von ihm.

    du weißt, dass ich auf so etwas anspringe. sicherlich ist clementine tiefer, herr teufelshauptmann.

    --

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    #2129253  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
    Moderator

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    und wer ford filme nicht mag ist ein unverständiger troll und wird es immer bleiben. :P

    --

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    #2129255  | PERMALINK

    fifteenjugglers
    war mit Benno Fürmann in Afghanistan

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    Originally posted by Napoleon Dynamite@27 May 2004, 10:32
    und wer ford filme nicht mag ist ein unverständiger troll und wird es immer bleiben. :P

    Und schönen Dank auch an die 2 Believers!

    Die „Grapes“ gibt es hierzulande nicht auf DVD, oder? Dafür aber den „Mann, der Liberty Valance erschoß“ – für 7,77 Euro bei Amazon. Mal sehen …

    --

    "Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"
    #2129257  | PERMALINK

    deadflowers

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    „darling clementine“ erscheint in etwa 2 wochen auf dvd. dt. „Faustrecht der Prärie“.

    --

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    #2129259  | PERMALINK

    kink

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    gleich läuft „Cheyenne Autumn“. Da ihr den nicht erwähnt muss ich den wohl nicht schauen…. :blink: (obwohl , hm , mit Edward G. Robinson seh ich gerade.)

    --

    "Youth is a wonderful thing. What a crime to waste it on children."
    #2129261  | PERMALINK

    deadflowers

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    Ist das der wo James Stewart den Wyatt Earp Gibt? Mit Widmark in der Hauptrolle?

    Finger weg!!!!

    --

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    #2129263  | PERMALINK

    kink

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    Originally posted by deadflowers@28 May 2004, 14:49
    Ist das der wo James Stewart den Wyatt Earp Gibt? Mit Widmark in der Hauptrolle?

    Finger weg!!!!

    moment…..ja….Richard Widmark spielt Captain Thomas Archer. Ok, danke, dann erspare ich mir das.

    --

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    #2129265  | PERMALINK

    napoleon-dynamite
    Moderator

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    gabs da nicht auch was mit stewart als rothaut?

    --

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    #2129267  | PERMALINK

    deadflowers

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    Originally posted by Napoleon Dynamite@28 May 2004, 14:31
    gabs da nicht auch was mit stewart als rothaut?

    unmöglich.

    --

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    #2129269  | PERMALINK

    scorechaser

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    Gab es heute nicht einen John Ford im TV irgendwo?

    --

    "Film is a disease. And the only antidote to film is more film." - Frank Capra
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