Ich höre gerade … Jazz!

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    Anonym
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    gypsy tail wind

    Der Höhepunkt der Band im Studio ist für mich „Study in Brown“, Live-Aufnahmen gibt es auch welche, die meisten nur auf Schattengewächsen von Labeln, „Pure Genius“ auf Elektra (LP sollte recht günstig zu finden sein, denke ich) bietet sich an, aber auch die lärmigen Live-Aufnahmen auf „Live at the Bee Hive“ (Columbia 2LP) mit einer etwas anderen Band (Sonny Rollins, Nicky Hill, Billy Wallace, Leo Blevins, George Morrow – Hill war eine Lokalgrösse in Chicago und muss sich vor Rollins keine Sekunde verstecken) sind unbedingt hörenswert, auch weil Brown da nochmal ein paar Gänge höher schaltet als er es im Studio tat (man muss sich ja immer wieder vor Augen halte, wie jung er eigentlich war, daran denkt man beim Hören der Musik ja kaum, er klingt absolut reif).

    Die Study In Brown habe ich ja vorab als Stream gehört und gefiel mir ja auch sofort. ist übrigens hier auf CD 9 drauf.
    Liveaufnahmen in dieser Besetzung sind ja leider nicht mit drauf, aber ich bin schon ziemlich gespannt auf die Jam Sessions.
    Und überhaupt freue ich mich auf die Sängerinnen. Was ich so schon mal vorher hören konnte, ist alles wesentlich besser, als z. B. der Gesangstil Chet Bakers, mit dem ich momentan nicht recht klarkomme.
    Und richtig, wenn man Brown im Studio hört, (live kenne ich ja noch nix), stellt man sich einen älteren Meister vor.

    Moanin´war ja eine meine ersten Jazz CDs dieses Jahr und ich hatte noch eine Liveaufnahme der Jazz Messengers im Auge, zweiteilig, auch auf Blue Note, da war aber der zweite Teil nicht lieferbar.
    Ach, es gibt noch so viel zu entdecken:sonne:

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    #8477369  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Die beiden Alben mit Helen Merrill und Sarah Vaughan gehören für mich zum allerbesten, was es in Sachen Jazzgesang gibt … Top 20 oder so, eher sogar Top 10 (Merrill jedenfalls). Merrill wird gerne als eine etwas harte Holiday-Nachfolgerin abgetan, aber auf mich übt sie einen ganz besonderen Zauber aus. Dieses Album und besonders die zwei aus den Sechzigern mit Bands um Dick Katz („The Feeling Is Mutual“ und „A Shade of a Difference“) gehören für mich wirklich zum Allerbesten! Sehr schön finde ich auch die ganze Reihe von Alben, die sie ab den späten 80ern (bis 2004, seither gab es nichts mehr, sie tritt aber ab und zu in New York oder Japan, wo sie sehr verehrt wird, auf) für Universal/Verve gemacht hat, herausheben würde ich da „Brownie“ (eine Hommage an Brown natürlich, Lew Soloff, Roy Hargrove, Tom Harrell und Wayne Roney sind an der Trompete zu hören), „You and the Night and the Music“ mit Masabumi Kikuchi, Charlie Haden und Paul Motian, „Clear out of This World“ mit gespenstischen Gastauftritten von Wayne Shorter (Tom Harrell taucht da auch auf, auch auf „You and the Night …“ ist er zu hören) …

    Die Jams mit Dinah Washington fand ich dagegen nie so stark, ebensowenig die Jams ohne sie – da ist mir alles etwas zu wenig organisiert. Muss ich auch mal wieder anhören, im Gegensatz zu den anderen Alben (Brown/Roach, Strings, Merrill und Vaughan) höre ich sie nur selten an. Das mit dem Mangel an Live-Aufnahmen ist wirklich schade – es gibt zahlreiche, aber fast alle sind auf wenig unterstützungswürdigen Labeln erschienen, daher die Empfehlungen für die LPs von Columbia und Elektra/Musician oben. Es gibt auch noch eine LP mit frühen Aufnahmen (die Hälfe ist mit einer frühen Besetzung, in der Teddy Edwards Tenor und Carl Perkins Piano spielen) auf GNP Crescendo (davon habe ich ein italienisches Vinyl-Bootleg, müsste mich mal um eine anständige Ausgabe kümmern) und natürlich die Live-Aufnahmen des Art Blakey Quintetts mit Brown, Lou Donaldson und Horace Silver.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169 – 13.01.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #8477371  | PERMALINK

    wolle62

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    Da ihr gerade bei Jazzgesang seit und hier zuletzt auch viel Dexter Gorden gehört wurde, heute mal ein kleines Juwel…

    KARIN KROG & DEXTER GORDON – Blues And Ballads von 1970

    Auf die norwegische Sängerin Karin Krog bin ich durch mein Lieblingsalbum im Jazzgesang (natürlich neben Ella) „Hi-Fly“ von 1976 mit Archie Shepp gekommen. Aber auch hier wieder große Klasse. Eine Sängerin, die man mal gehört haben muss.

    --

    #8477373  | PERMALINK

    Anonym
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    @ gypsy: Mit dem Livealbum der Messengers meinte ich „A Night At Birdland“, kommt auch noch an die Reihe.
    (
    Offtopic: bin jetzt die nächsten drei Stunden nebenan!

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    #8477375  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    samOfftopic: bin jetzt die nächsten drei Stunden nebenan!

    Da bin ich hoffentlich für die dritte Stunde dann auch noch ein wenig …

    Bei JPC heisst es zu Vol. 2 der RVG-Ausgabe von „A Night at Birldand“, sie sei in „1-3 Tagen“ lieferbar – hast Du es dort mal versucht? Es ist idiotisch, aber tatsächlich schon länger so, dass einzelne CDs aus solchen Paaren (oder im Fall von Chet Bakers Pacific Jazz Live-Aufnahmen Trios, wo eine schon vor Jahren einfach nicht mehr auffindbar war) bei EMI gelöscht werden, weil sie sich schlechter verkaufen als das Pendant (so geschah es z.B. auch mit der einen Golden Circle CD von Ornette). Aber idiotisch sind wohl auch manche Konsumenten, sonst käme es ja nicht zu solchen Zahlen …

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    #8477377  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy tail windDie beiden Alben mit Helen Merrill und Sarah Vaughan gehören für mich zum allerbesten, was es in Sachen Jazzgesang gibt … Top 20 oder so, eher sogar Top 10 (Merrill jedenfalls). Merrill wird gerne als eine etwas harte Holiday-Nachfolgerin abgetan, aber auf mich übt sie einen ganz besonderen Zauber aus.

    Wenn ich mich hier einmischen darf – die Merrill Scheibe ist absolute Klasse (da lasse ich auch nicht mit mit verhandeln !!!) alleine die Einstiegsnummer, in welcher Merrill „Hush now don’t explain…You’re my joy and pain, My life’s yours love Don’t explain“ in besinnungsloser Hingabe haucht und danach Clifford Brown zu einem „nicht von dieser Welt“ Solo ansetzt ist…..einzig- und GROSSartig………
    …..Inselscheibe……..

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #8477379  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Von mir kommt gewiss keine Widerrede! :sonne:

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    #8477381  | PERMALINK

    soulpope
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    Wolle62Da ihr gerade bei Jazzgesang seit und hier zuletzt auch viel Dexter Gorden gehört wurde, heute mal ein kleines Juwel…
    Auf die norwegische Sängerin Karin Krog bin ich durch mein Lieblingsalbum im Jazzgesang (natürlich neben Ella) „Hi-Fly“ von 1976 mit Archie Shepp gekommen. Aber auch hier wieder große Klasse. Eine Sängerin, die man mal gehört haben muss.

    :bier:

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    #8477383  | PERMALINK

    vorgarten

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    Wolle62Da ihr gerade bei Jazzgesang seit und hier zuletzt auch viel Dexter Gorden gehört wurde, heute mal ein kleines Juwel…

    KARIN KROG & DEXTER GORDON – Blues And Ballads von 1970

    Auf die norwegische Sängerin Karin Krog bin ich durch mein Lieblingsalbum im Jazzgesang (natürlich neben Ella) „Hi-Fly“ von 1976 mit Archie Shepp gekommen. Aber auch hier wieder große Klasse. Eine Sängerin, die man mal gehört haben muss.

    da möchte ich auch nicht widersprechen. ;-)
    das album heißt allerdings SOME OTHER SPRING. „blues and ballads“ sollte wohl ein entschärfender untertitel sein für leute, die karins andere, etwas waghalsigeren auftritte und aufnahmen aus der zeit kannten…

    --

    #8477385  | PERMALINK

    Anonym
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    gypsy tail windDa bin ich hoffentlich für die dritte Stunde dann auch noch ein wenig …

    Bei JPC heisst es zu Vol. 2 der RVG-Ausgabe von „A Night at Birldand“, sie sei in „1-3 Tagen“ lieferbar – hast Du es dort mal versucht? .

    Da ich noch einige andere Sachen habe, die nicht auf Lager sind, sammel ich die mal und bestelle die zusammen. Dann wird es zwar länger dauern, aber man sieht, was dann ankommt.

    --

    #8477387  | PERMALINK

    wolle62

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    Vorgarten hat ntürlich recht, das „Some Other Springs“ habe ich unterschlagen. Dafür muss ich hier noch den klasse Bassisten „Niels Henning Orsted Pedersen“ und den Piansisten „Kenny Drew“ erwähnen, die ja auch nicht ganz unbekannt sind.

    --

    #8477389  | PERMALINK

    soulpope
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    gypsy tail windMerrill wird gerne als eine etwas harte Holiday-Nachfolgerin abgetan, aber auf mich übt sie einen ganz besonderen Zauber aus. Dieses Album und besonders die zwei aus den Sechzigern mit Bands um Dick Katz („The Feeling Is Mutual“ und „A Shade of a Difference“) gehören für mich wirklich zum Allerbesten! Sehr schön finde ich auch die ganze Reihe von Alben, die sie ab den späten 80ern (bis 2004, seither gab es nichts mehr, sie tritt aber ab und zu in New York oder Japan, wo sie sehr verehrt wird, auf) für Universal/Verve gemacht hat, herausheben würde ich da „Brownie“ (eine Hommage an Brown natürlich, Lew Soloff, Roy Hargrove, Tom Harrell und Wayne Roney sind an der Trompete zu hören), „You and the Night and the Music“ mit Masabumi Kikuchi, Charlie Haden und Paul Motian, „Clear out of This World“ mit gespenstischen Gastauftritten von Wayne Shorter (Tom Harrell taucht da auch auf, auch auf „You and the Night …“ ist er zu hören) …

    Helen Merrill+Gordon Beck „No Tears, no Goodbyes“ (Owl) 1985 – auch sehr erhörenswert…….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #8477391  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    john-the-relevator

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    #8477395  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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