Ich höre gerade … Jazz!

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  • #12214795  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Der Pöstler liess grad meine Marion Brown/Wadada Leo Smith RDS-LP und das hier im Regen stehen … zum Glück bin ich heute unplanmässig (Halsschmerzen, hoffe es bleibt dabei und die verziehen sich schnell wieder) im Homeoffice … Hi-Fi hab ich hier nicht erwartet, aber dass die Becken so rumwabern ist schon etwas unschön. Die Gitarre klingt dafür ziemlich gut und das Klavier auch, den Bass kann man die meiste Zeit irgendwie hören. Das ist mal der Eindruck vom ersten Set (24. September mit Paul Chambers), aber soweit ich das Material schon mal gehört habe, entspricht das einfach den Versionen, die zirkulieren (was Zev Feldmans magische Künste einmal mehr etwas entlarvt) … auf dem zweiten Set kriegen wir Ron Carter (5. November), dann Larry Ridley (12. November) und Herman Wright (19. November) und zuletzt erneut Ridley („late 1965“) – auf diesem letzten nicht genau datierten Set kriegen wir dann auch Stücke, die nicht wie sonst so 3-8 Minuten dauern (ca. eine Viertelstunde pro Set) sondern kriegen quasi ein ganzes, grosszügiges Album (fünf Stücke, ca. 57 Minuten, wenn die Angaben stimmen).

    Zwei Kostproben, zwei Versionen von „Four on Six“, gibt es hier:
    https://wesmontgomery.bandcamp.com/album/maximum-swing-the-unissued-1965-half-note-recordings

    EDIT: der Sound wird besser, das erste Set ist wohl von einer anderen Quelle … das Becken-„phasing“ oder wie man das nennt ist ja beim ersten Probetrack (vom 12. November 1965) harmlos. Das lange letzte Set ist dafür klanglich wieder etwas bescheidener, aber ohne „phasing“.

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
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    #12214817  | PERMALINK

    asdfjkloe

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    MIROSLAV VITOUS – Infinite Search (1969)

    die Session mit Joe Henderson, John McLaughlin, Herbie Hancock, Jack DeJohnette, Joe Chambers

    das kann mich noch immer mitreissen, wie einst, als ich die Platte kennenlernte auf dem Hör Zu Black Label: „The Bass“

    Und dann gab es sie noch als „Mountain In The Clouds“:

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    #12214861  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

    Registriert seit: 09.04.2005

    Beiträge: 6,439

    bis eben auf dem Dreher, als Ramschware verhökert, unfassbar, 17,99 bei imusic, 15,99 bei hhv, allerdings Finger von, steht zwar Made in Germany auf der Folie, anscheinend hat man aber an der Müritz gerade ein kleines Qualitätsproblem mit dem PVC oder den Pressmaschinen, Blasen und Verwerfungen….schade, hoffe das die Dänen mir alle kaputten Scheiben aus der letzten Lieferung ersetzen bzw. mein Geld erstattten, das erste mal das ich von dort Schrott bekommen habe….

    --

    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #12214875  | PERMALINK

    lotterlotta
    Schaffnerlos

    Registriert seit: 09.04.2005

    Beiträge: 6,439

    nun diese auf dem Dreher,klasse…

    …der Titel ist Programm, brauche wohl doch noch ein wenig mehr von Horace Silver…

    danach geht es mit diesen beiden weiter

    --

    Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!  
    #12215751  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Beiträge: 69,788

    Neulich die drei jüngsten (glaub ich) „In Concert“-Ausgrabungen von Steeplechase nachgeholt (Hodges und Mulligan Quartet sind die anderen). Hier gibt es eine halbe Stunde mit den Jimmy Giuffre 3 (der Leader an ts/cl) und dann knapp 40 Minuten mit dem Quartett von Gene Krupa (Wasserman an ts/fl/cl)

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    #12215759  | PERMALINK

    nicht_vom_forum

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    Beiträge: 7,073

    gypsy-tail-wind
    dann knapp 40 Minuten mit dem Quartett von Gene Krupa (Wasserman an ts/fl/cl)

    Kannst Du zu Gene Krupa (allgemein) ein paar Worte schreiben? Ich weiß von ihm nur wenig und kenne ihn bisher eigentlich nur als sehr show-lastigen Swing-Schlagzeuger. Lohnt sich da nähere Beschäftigung?

    --

    Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.  Reality denied comes back to haunt. Philip K. Dick
    #12215763  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 4,455

    nicht_vom_forum

    gypsy-tail-wind dann knapp 40 Minuten mit dem Quartett von Gene Krupa (Wasserman an ts/fl/cl)

    Kannst Du zu Gene Krupa (allgemein) ein paar Worte schreiben? Ich weiß von ihm nur wenig und kenne ihn bisher eigentlich nur als sehr show-lastigen Swing-Schlagzeuger. Lohnt sich da nähere Beschäftigung?

    Die Frage war nicht an mich gerichtet, würde sie trotzdem bejahen. Allerdings kann es zeitaufwändig werden. Krupa ist auch irgendwie eine Institution gewesen. Die Drum School mit Cozy Cole zusammen war eine großartige Idee! Er selber war vielleicht nicht der größte Mentor (müsste man nachlesen), hatte allerdings trotzdem sehr viele Drummer geprägt, ähnlich wie Jo Jones, Shelly Manne u.v.a.. Louis Hayes erwähnte ein kleines Cymbal, das er von Krupa persönlich bekam, nicht ohne Stolz. Leider ist der alte Film über seine frühen Jahre nicht wirklich gut, hier im Podcast wird darüber gesprochen. Brooks Tegler ist Krupa Experte.

    --

    #12215773  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Beiträge: 69,788

    Ich sehe das ähnlich … klar ist auch beim Mitschnitt aus Kopenhagen „Sing Sing Sing“ mit fast 25 Minuten das Herzstück, da wird die Zeit bei Goodman genutzt, aber ich finde Krupa einen überaus musikalischen Schlagzeuger. Wo man da am besten einsteigt, weiss ich so direkt nicht zu sagen, aber das Benny Goodman Trio/Quartet mit Teddy Wilson und Lionel Hampton ist sicher ein guter Ort (immer noch das 3-CD-Set von 1997, The Complete RCA Victor Small Group Recordings).

    Als Sideman hat er unzählige Aufnahmen gemacht, mit JATP gespielt (da gibt es u.a. diese Drum Battle mit Buddy Rich, den ich unterm Strich für deutlich weniger musikalisch halte als Krupa – ohne dass ich Rich jetzt schlechtreden möchte), aber auch seine eigene Band geleitet (da kenne ich – nicht besonders gut – die Capitol-Sessions, die Mosaic mal mit denen von Harry James fürs das gleiche Label gebündelt hat) und dann auch eine Reihe von LPs unter eigenem Namen herausgebracht, von denen ich auch wieder fast keine kenne –  aber vielleicht ist die mit den Gerry Mulligan Arrangements kein schlechter Einstieg? (Die hab ich, weil’s die in den Nullern mal in einer weitherum verfügbaren Neuauflage auf CD gab.)

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12215785  | PERMALINK

    asdfjkloe

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    BASSO VALDAMBRINI Quintet / Sextet

    in dieser Ausgabe:

    Einspielungen zwischen 1959 und 1962

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    #12215797  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

    Beiträge: 5,497

    Im Zuge des Sammelns von Titeln für meine „Unvergessliche Stimmen der Swing Ära“-Playlist ;-) habe ich diese billige aber musikalisch und klanglich hervorragende Compilation eingelegt:

    Count Basie – Swingsation (Aufnahmen 1937-39, Compi 1998)

    Mit an Bord u.a. Lester Young, Harry „Sweets“ Edison und Freddie Green, „die swingende Gitarre“. Ordentlich Dampf auf dem Kessel, spritzig, elegant und wild.

    Hier ohne Young und Edison. Aber die Maschine läuft wie geschmiert:

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12215801  | PERMALINK

    nicht_vom_forum

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    Beiträge: 7,073

    @thelonica, @gypsy-tail-wind: Vielen Dank!

    --

    Reality is that which, when you stop believing in it, doesn't go away.  Reality denied comes back to haunt. Philip K. Dick
    #12215807  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Beiträge: 69,788

    @friedrich Und welche Stimmen* gibt es da? ;-)

    (*Helen Humes und Jimmy Rushing in den wären durchaus qualifiziert)

    Hier:

    Gene Krupa Plays Gerry Mulligan Arrangements | Die Sessions fanden im Oktober 1958 statt, zur Band gehören diverse Schwergewichte und bekannte Namen aus der Studio-Szene New Yorks. Unter anderem Ernie Royal, Doc Severinsen, Marky Markowitz, Jimmy Cleveland, Eddie Bert, Willie Dennis, Urbie Green, Kai Winding, Phil Woods, Frank Socolov, Eddie Wasserman, Danny Bank, Hank Jones und Barry Galbraith waren and drei aufeinanderfolgenden Tagen in leicht wechselnden Line-Ups dabei – und Mulligan selbst agierte als Dirigent. Doch die Arrangements stammen aus seiner Zeit bei Krupa, die im Februar 1946 begann und ein Jahr dauerte – und um die vier Monate als mitspielender Saxophonist: „He arranged for the band all that time, played alto and for a couple of months tenor for about two more.“ In den anonymen Liner Notes wird Mulligan auch zitiert, dass das die professionellste Band war, für die er damals gearbeitet hatte: die konnten problemlos alles spielen, was er schrieb. Er hatte, zwölf Jahre später, etwas Schiss, dass die Musik veraltet klingen könnte – doch war dann positiv überrascht. Und er bemerkte im Rückblick noch etwas anderes: „There were a lot of things […] I though I hadn’t tried until I started writing for Claude Thornhill, but now I hear that I’d already been doing them with Gene’s band.“ Es gibt alte Klassiker wie „Margie“ (ein Hit der Jimmie Lunceford-Band), „Begin the Beguine“ (Artie Shaw), „Sometimes I’m Happy“ oder „Sugar“, Bebop („Yardbird Suite“, „How High the Moon“), und auch ein paar Originals (inklusive zwei von Krupa/Mulligan). Leider keine Infos, wer soliert, und das ist bei den ganzen Cracks eigentlich nur beim Altsax klar (Woods halt, nicht Sam Marowitz, der Lead-Altsaxer).

    --

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    #12215811  | PERMALINK

    friedrich

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    @gypsy-tail-windfriedrich Und welche Stimmen* gibt es da?
    (*Helen Humes und Jimmy Rushing wären durchaus qualifiziert)
    (…)

    Ich meinte Instrumentalstimmen – entsprechend der These, dass man Herz, Lunge, Haut und Knochen des Musikers im Saxophon- und Trompetenspiel hört und spürt. Als Gesangstimme hört man hier Jimmy Rushing auf einigen Tracks. Das ist in Ordnung, ausdruckstärker und bewegender finde ich aber eigentlich die Instrumentalisten. Und natürlich auch den straffen und kräftigen Klangkörper des Basie-Orchestras.

    --

    “There are legends of people born with the gift of making music so true it can pierce the veil between life and death. Conjuring spirits from the past and the future. This gift can bring healing—but it can also attract demons.”                                                                                                                                          (From the movie Sinners by Ryan Coogler)
    #12215813  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
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    Registriert seit: 25.01.2010

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    Ich weiss schon @friedrich … aber die besten Rushing- und Humes-Tracks mit Basie sind wirklich super!

    Ich mache weiter mit dem 21. Mai 1959 im Falkoner Centret in Kopenhagen, wo auch noch das Gerry Mulligan Quartet dabei war:

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    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #12215817  | PERMALINK

    friedrich

    Registriert seit: 28.06.2008

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    gypsy-tail-windIch weiss schon @friedrich … aber die besten Rushing- und Humes-Tracks mit Basie sind wirklich super!

    Ich mache weiter mit dem 21. Mai 1959 im Falkoner Centret in Kopenhagen, wo auch noch das Gerry Mulligan Quartet dabei war:

    Alles klaro! ;-)

    Gerry Mulligan ist natürlich auch super! Die von dir erwähnten Aufnahmen kenne ich nicht, aber ich mag seine Tentett-Aufnahmen sehr und die Alben, die er mit alten Helden wie Ben Webster oder Johnny Hodges gemacht hat. Und mit dem alten Swing / Big Band Haudegen Gene Krupa hat Mulligan auch gearbeitet? Ein Modernist, der mindestens bis zu den Knien in der Tradition steckt.

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