Ich höre gerade … Jazz!

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  • #10990737  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 12,715

    gypsy-tail-windvielleicht das hier mal antesten? Gehört auch in den erweiterten BN-Late-60-Kontext, von dem wir es neulich hatten;

    schönes stück, aber breckers trompetenton wird mir in solch unknalligen settings nicht sympathischer, fürchte ich.

    ich bringe nochmal schnell meinen gestrigen monolog zuende, es gab da nämlich noch eine überraschung:

    gibt’s nur digital, und zwar hier.

    aufnahmen zwischen 2014 und 2016, veröffentlicht 2017. zum einen mit einem „heißen“ trio (ich schätze mal, das sind österreicher, die hammond durch seine lehrtätigkeit in linz an sein material herangeführt hat), dem trompeter mirko cisilino (der mir augezeichnet gefällt) und dem bassisten nikola matošić. zum anderen mit einem cool-jazz-haft arrangierten quartett mit tuba, altsax und tenorsax (maria grand). beeindruckend, nachdem ich durch 40 jahre der hammond-diskografie durchgerutscht bin gestern, wie frisch diese arbeit bleibt, kompositorisch ambitioniert , aber auch im playing konsistent (was dann auch eine interessante parallele ergab zu dem braxton-bericht). hier ein kurzer ausschnitt aus einem auftritt seines trios + tenor in ljubljana 2015, das stück war damals eine neue komposition:

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #10990773  | PERMALINK

    thesidewinder

    Registriert seit: 17.03.2019

    Beiträge: 11,777

    Zuerst

    und dann

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    #10990781  | PERMALINK

    atom
    Moderator

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    KEITH TIPPETT – The Unlonely Raindancer
    Fantastisches Solo-Album von 1980, das im letzten Jahr von Discus wieder veröffentlicht wurde.

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #10990789  | PERMALINK

    imernst

    Registriert seit: 16.08.2019

    Beiträge: 405

    atom KEITH TIPPETT – The Unlonely Raindancer Fantastisches Solo-Album von 1980, das im letzten Jahr von Discus wieder veröffentlicht wurde.

     

    Ja auf diese Wiederveröffentlichung habe ich lange gewartet – und sie ist auch für mich ein Highlift aus der „alten“ Zeit. Seit ich die Solo auf FMP entdeckte hat Tippett viel Platz in meinem musikalischen Herzen.

    zuletzt geändert von imernst

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    #10990795  | PERMALINK

    atom
    Moderator

    Registriert seit: 10.09.2003

    Beiträge: 21,880

    Meinst du diesen Thread?

    --

    Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...
    #10990805  | PERMALINK

    imernst

    Registriert seit: 16.08.2019

    Beiträge: 405

    atomMeinst du diesen Thread?

    Ja, vielen Dank. Hatte den Thread dann doch gleich gefunden und meine Frage entfernt – aber Du warst schneller………………………………………………………………………………..>

    --

    #10990839  | PERMALINK

    thesidewinder

    Registriert seit: 17.03.2019

    Beiträge: 11,777

    --

    #10991013  | PERMALINK

    redbeansandrice

    Registriert seit: 14.08.2009

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    Grant Green – Slick! Live at Oil Can Harry’s

    --

    .
    #10991039  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 56,509

    Das mich noch immer sehr begeisternde Debut von Denny Zeitlin mit Cecil McBee und Freddie Waits auf Columbia aus 1964 ….

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      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10991063  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 56,509

    De facto wie Denny Zeitlin steht Anthony Ortega im Zerrbild zwischen versuchter Zuordnung von Stilen und der gleichzeitigen Unvereinbarkeit mit diesen …. hier ein kaum bemerkbarer Übergang zu dem fast vier Dekaden zuvor für Revelation aufgenommenen Material, welcher ebenfalls von Hat ART/hatOLOGY unter dem Titel „New Dance“ wiederbelichtet wurde (* ein Track aus 1966 befindet sich auf „Afternoon In Paris„) ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10991069  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 68,342

    Meine erste Abo-CD von Intakt … gehört eigentlich fast eher in den Thread mit Musik vom globalen Dorf (was für eine Tiefflieger-Leerformel, das), lässt sich super an, ist für mein Empfinden aber eindeutig Live-Musik – der Auftritt dieses Trios beim Intakt-in-London Festival war jedenfalls Dyanamit. Und das passt zur Diskussion, die ich gestern mit einem Freund hatte, der hier als Musiker lebt: Niggli spielt in Zürich kaum Auftritte, nur im Rahmen von Konzerten an der Hochschule, ansonsten ist auf seiner Website für 2020 kein Gig in Zürich angesagt. Er könnte wohl die Intakt-Gang aktivieren, aber das wiederum muss er nicht, denn er ist anderswo längst genug gefragt … beschämend bleibt es, und dass die gut gefüllten Kulturtöpfe an die Tröpfe gehen (Intakt nicht ausgenommen), die sich fast nur im sicheren ufernahen Bereich der Gewässer tummeln, ist schon immer wieder ärgerlich.

    --

    "Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #162: Neuentdeckungen aus dem Katalog von CTI Records, 8.4., 22:00; # 163: 13.5., 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba
    #10991085  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 56,509

     

    gypsy-tail-wind  … gehört eigentlich fast eher in den Thread mit Musik vom globalen Dorf (was für eine Tiefflieger-Leerformel, das) ….

    Dachte ich auch schon öfter ….

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10991087  | PERMALINK

    dietmar_

    Registriert seit: 29.10.2013

    Beiträge: 764

    gypsy-tail-windEr könnte wohl die Intakt-Gang aktivieren, aber das wiederum muss er nicht, denn er ist anderswo längst genug gefragt … beschämend bleibt es, und dass die gut gefüllten Kulturtöpfe an die Tröpfe gehen (Intakt nicht ausgenommen), die sich fast nur im sicheren ufernahen Bereich der Gewässer tummeln, ist schon immer wieder ärgerlich.

    Kannst du das ein wenig mehr erklären? Ich weiß nicht recht, was du damit meinst.

    Gerade eben die neue (Intakt-)CD Evan Parker/Paul Lytton – collective calls (revisited) (jubilee) reingeschoben. Die ersten Minuten sind sehr vielversprechend.

    --

    #10991097  | PERMALINK

    soulpope
    "Ever Since The World Ended, I Don`t Get Out As Much"

    Registriert seit: 02.12.2013

    Beiträge: 56,509

    Ich bleibe bei den eher subtilen Tönen mit …. :

    --

      "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit" (K. Valentin)
    #10991101  | PERMALINK

    gypsy-tail-wind
    Moderator
    Biomasse

    Registriert seit: 25.01.2010

    Beiträge: 68,342

    Ich hab mich ja schon öfter über die Programm“politik“ in Zürich, was Jazz angeht, beschwert … konkret meine ich: das Moods, der einst wichtig(st)e Jazzclub der Stadt, der den Titel immer noch beanspruchen kann, weil er keine Konkurrenz hat, bringt kaum noch Jazz, was er bringt ist in der Regel Mainstream bis Mutlos bis Kommerziell, er wird aber von der öffentlichen Hand unterstützt und ist im Bereich ein Grossunternehmen. Die Programme des neuen Taktlos sind zwar in Ordnung, aber auch alles andere als mutig, fürs Unerhört gilt dasselbe, und es ist zudem etwas herangewachsen, was man etwas negativ durchaus als Filz betrachten kann (und ja, da hockt Intakt mittendrin, quasi die Spinne im Netz) … es gibt auch die kleineren Dinge (das gerade erneut verpasste Zwei Tage Zeti Festival, dem ich vor dem Billy Hart Quintet – das ja leider das Jorge Rossy Quintet war – hätte den Vorzug geben sollen, die Werkstatt für Improvisierte Musik und ein paar weitere), aber da gibt es massive Unterschiede, was die Fördermittel und die Budgets angeht … und ich hinterfrage halt, dass ein Mainstream-Betrieb subventioniert werden muss. Klar, konsequenterweise gilt die Frage auch für die Klassik-Welt, auch da wäre ich bei den wichtigsten Institutionen – in Zürich sind das die Oper und das Tonhalle-Orchester – für eine massiv wagemutigere Programmgestaltung. Natürlich hängt auch das Stadttheater mit drin (Schauspielhaus Zürich), wo jetzt aber ein Experiment läuft, das wenigstens den Versuch wagt, wieder ein Theater für die ganze Stadt zu machen/sein/öffnen, während die ehemalige Leiterin gerade in Basel todlangweilig-konventionell Oper inszeniert – aber auch da der Filz: es sind überall dieselben Leute, die das selbe Zeug machen). Ein Anlauf, anhand eines Gutachtens/Berichtes die Kulturförderung in der Stadt mal ein wenig zu straffen, wurde jedenfalls noch von den zuständigen Ämtern wieder gestoppt (Angst vorm eigenen Mut? Im Bericht, der dann – es gibt ein Gesetzt, das das Öffentlichkeitsprinzip für amtliches Handeln regelt – von einer Zeitung freigepresst werden musste, steht manches Richtiges, aber das sind dann grosse Fragen, zu denen ich mich auch nicht in jeder Hinsicht kompetent fühle (z.B. freie Szene, Tanz-Szene) … aber dort, wo ich als Besucher eng dran bin, überall zwar was finde (im Moods allerdings verdammt wenig – da wurde z.B. letztes Wochenende jaimie branch als die neue grosse Sensation präsentiert … man schlief halt etwas länger als alles anderen und merkte es erst, als eigentlich alles schon wieder vorbei war – und dafür kriegt man eben Subventionen), finde ich auch vieles, was ich aufbrechen würde. Das Gebotene hat sehr oft keine Relevanz, reine Repertoirepflege ist je nach Betrieb sicher auch ein Wert (in der Klassik etwa, wo es die Werke ja immer wieder neu zu erfinden gilt, im Stadttheater sehe ich das anders, man kann ja auch irgendwo einen kleinen Oma-Opa-Theaterbetrieb mit Goetheschillerlessing und Guckkastenbühne machen, damit diejenigen versorgt sind, die dem Neobiedermeier anhängen – aber das sollte nun nicht die Hauptkompetenz eines subventionierten Betriebs sein, ein Stadttheater sollte Raum bieten für allerlei, auch für Diskussionen und Interventionen, wie etwas Schlingensief sie machte).

    Grosse Diskussion, zu der ich auch keine fertigen Lösungen habe, aber mehr Mut auf allen Seiten wäre schön. Viel, viel, viel mehr Mut!

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