Die beste Version von … "Summertime" und anderen Stücken

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  • #11650741  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    Zum Song „People“ wollte ich noch mal kurz notieren, dass es Versionen von Grant Green (Talkin‘ About), Kenny Burrell (The Tender Gender), Hampton Hawes (Here And Now), Johnny Lytle (Done It Again), Chico Hamilton (El Chico), Diana Ross & The Supremes (Album Sing And Perform „Funny Girl“), Roland Kirk (I Talk With The Spirits), Esther Phillips, Johnny Mathis, Duke Ellington (Ellington ’66), Jimmy McGriff, Bobby Timmons, Art Farmer, Marvin Gaye (Hello Broadway), Ella Fitzgerald, Nancy Wilson, Roy Haynes/Frank Strozier u.v.m. gibt.

    Die Version von Hampton Hawes kenne ich noch. Die zwei Versionen von Roy Haynes/Chico Hamilton zu hören, beide Drummer natürlich, war eine interessante Erfahrung, aber die Version bei Hamilton mit Gabor Szabo ist sehr anders. Die Version mit Frank Strozier gefällt etwas mehr.

    „How Glad I Am“ von Nancy Wilson ist wahrscheinlich von ’64, da ist auch die Version von „People“ mit drauf. Über die Sidemen ist mir nichts bekannt, nur dass ich Jackie Davis bei „The Show Goes On“ und „West Coast Blues“ an der Orgel vermute. „The Show Goes On“ ging mehr oder weniger oft an mir vorbei, dabei ist das eine sehr gute Aufnahme, was viel für Jackie Davis und Nancy Wilson spricht.

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    #11650773  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 9,838

    ist natürlich der signature song von barbra streisand, aber auf jeden fall sehr interessant, wie häufig der allein zwischen 1964 (uraufführung von FUNNY GIRL) und 1967 aufgenommen wurde, quasi von allen, und eben nicht nur als gesangsnummer, sondern auch intrumental, ein instant standard, zu einer zeit, als der broadway eigentlich kaum noch hits produzierte, mitten im bossa nova craze usw. wird bei gioia interessanterweise nicht aufgeführt.

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    #11650793  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    Danke! Da habe ich noch was zu dem Song „The Show Goes On“ gesucht, fündig geworden bei Jimmy Scott (Very Truly Yours) von 1955. Wenn ich mir die Credits von Songwriter Bernie Roth anschaue, tauchen da Credits für Singles bei Vee-Jay oder Chess auf, also Chicago. Die Gruppe The Spaniels oder Muddy Waters  sagt mir was, aber von Bernie nie was gehört. Interessant ist es natürlich wegen Nancy Wilson, weil das so ein bißchen ihre musikalischen Wurzeln zeigt (hier müsste ich mal nach Rusty Bryant schauen), Scott und Wilson waren auch beide aus Ohio. Der Organist könnte natürlich auch aus Ohio sein, aber Jackie Davis macht etwas mehr Sinn, vielleicht wenn der Track etwas vor ’64 entstand. Da spricht viel für, weil Wes Montgomery/Harold Land „West Coast Blues“ auch etwas früher aufgenommen hatten, nur der Text war sicherlich relativ neu.

    Von „People“ möchte ich noch ein paar andere Versionen hören. Das Roy Haynes Album „People“ ist jedenfalls richtig gut.

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    #11650807  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 9,838

    das roy haynes album mag ich auch sehr. von „people“ kenne ich nur die (äh) etwas spezielle version von kirk, und gerade habe ich noch in die vom oscar peterson trio reingehört (WE GET REQUESTS). die version von nancy wilson ist schon ziemlich toll.

    dass jimmy scott einfluss auf nancy wilson hatte, hat sie irgendwo mal selber erzählt. was die orgel auf „the show goes on“ angeht, bin ich auf die schnelle auch nicht fündig geworden. es gibt aber andere capitol-sessions von ihr (kurz davor, 1963), wo wild bill davis davei ist.

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    #11650821  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    Alles klar, Danke! Gerade noch gefunden, dass Vivian Carter und Jimmy Bracken von Vee-Jay Records eine Verbindung zu Gary, Indiana hatten, wo auch The Spaniels herkamen, angeblich ist auch Bernie Roth von dort (vielleicht ein Pseudonym).

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    #11650827  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 9,838

    ich glaube, ich weiß gar nicht so genau, wo du eigentlich unterwegs bist und was du suchst, aber ich hake so hier und da ein ;-)

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    #11651011  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    Für mich ist das auch ein großer Lernprozess (mit den Zusammenhängen) Wenn ich was wissen muss, drehe ich allerdings nicht jeden Stein um, nur da, wo ich es für nötig halte. Mit dem Roy Haynes Album wären wir auch wieder in der Kontinuität, nun ja fast. Los ging es vor allem mit „Invitation“ (auch auf dem Album von Roy Haynes) ein paar Seiten zurück. Am Wochenende habe ich auch einiges lernen können: Booker Ervin/Song Book, mit Andrew Cyrille als Ausgangspunkt landet man schnell bei Cecil Taylor (hier war Wissen zu Andrew Cyrille hilfreich). Mir erschließt sich da gerade wieder sehr viel über die Drummer. Und „People“ von Haynes hat mich u.a. wegen Sam Dockery zu Blakey gebracht. Genauer gesagt in den Thread von Flurin. Interessant zusätzlich, weil er einen Track vom „People“-Album in einem Bft hatte.

    Der Produzent vom Nancy Wilson Album hat auch eine lange Geschichte die weit zurück geht (Julia Lee etc.). Etwas vor den Alben von Nancy entstanden u.a. noch Alben von Ethel Ennis, Donna Hightower und Dakota Staton.

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    #11651021  | PERMALINK

    vorgarten

    Registriert seit: 07.10.2007

    Beiträge: 9,838

    danke! interessant, sich dem thema standards über die drummer zu nähern. aber bei „people“ ist der vergleich haynes/hamilton auf jeden fall sehr interessant. überhaupt (als ich roker gestern auf pearsons weihnachtsalbum gehört habe, fiel mir das auch auf) interessant, was so als jazzschlagzeug-stile mitte bis ende der 60er zu hören war, mit den vielen angeboten aus rock und latin (da ja vor allem aus brasilien), während die kompositionen, wie „leichtgewichtig“ auch immer sie daherkommen, harmonisch ja viel komplexer werden als im hardbop.

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    #11651327  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    Was auch leicht vergessen wird, obwohl man es weiß: Roy Haynes hat ziemlich viel mit Sarah Vaughan gearbeitet, irgendwie muss er reichlich Erfahrung gesammelt haben, auch über das Spielen von Standards (auf Bühne oder im Studio). Sonst kenne ich seinen Background nicht so gut, aber das mag bei „People“ noch ein weiterer Faktor sein. Chico Hamilton hat da einen ähnlichen Weg vielleicht, aber da müsste ich nachschauen mit welchen Sängerinnen er noch auf der Bühne war. Die Discography ist bei beiden interessant. Hamilton tauchte auch bei Tony Bennett, Lena Horne und Billie Holiday auf, hatte das gar nicht mehr so auf dem Schirm.

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    #11652593  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    Bemerkenswert sind die ganzen Sessions für New Jazz bei Roy Haynes, ein paar Alben von Eric Dolphy sind darunter. Dolphy war ja auch vorher in Gruppen von Chico Hamilton, Haynes und Hamilton kannten sich zudem gut. Ansonsten ist Haynes noch auf 2 Alben von Etta Jones zu hören, bei Jackie Paris, Betty Roché und auch 1x bei Jimmy Witherspoon. Erwähne es nur, weil ich dort mal nach Standards und weniger bekannten Stücken schauen wollte. Und dann gibt’s noch sehr viel Avantgarde Jazz, das erste Jack DeJohnette Album etwas später und auch bei Pharoah Sanders. Auffällig finde ich dann noch die Sessions mit den Altsaxophonisten (Parker, Dolphy, John Handy, Strozier oder McLean)…

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    #11657319  | PERMALINK

    thelonica

    Registriert seit: 09.12.2007

    Beiträge: 3,519

    „Invitation“ in der Version von Carmen McRae ist tip top. Komposition und Lyrics passten gut zu ihrer Stimme. Es ist auch nicht immer so einfach, nicht jeder Song passt gut zu einer Stimme. Beispiel Sammy Davis: Seine reguläre Stimmlage als Erwachsener zwischen Tenor und Bass, also Bariton (näher zum Tenor). „Thou Swell“ und „Lost In The Stars“ sind ziemlich toll von ihm. „What Kind Of Fool Am I“ klingt bei Marvin Gaye leichter, bei Sammy Davis wirkt der Song schwerer und dramatischer, durch Aufnahme, das Arrangement von Marty Paich (auch wegen dem Orchester) und Vibrato der Stimme wirkt das natürlich sehr anders bei Davis.

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