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AutorBeiträge
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Zuletzt gesehen:

Tenemos la carne (Regie: Emiliano Rocha Minter – Mexiko/Frankreich, 2016) 8/10
Lik Wong – Story of Ricky (Regie: Lam Ngai Kai – Hongkong, 1991) [Re-Watch] 8,5/10
Und jetzt, Israel? (Regie: Andreas Lebert – Deutschland/Israel, 2004) 4,5/10
Kárhozat (Regie: Béla Tarr – Ungarn, 1988) 10/10
Infamous (Regie: Joshua Caldwell – USA, 2020) 4/10
Koroshi no rakuin (Regie: Seijun Suzuki – Japan, 1967) 9/10
Batman (Regie: Leslie H. Martinson – USA, 1966) [Re-Watch] 7,5/10Neben seinen offensichtlichen Schauwerten, den kruden und sehr blutigen Splattereffekten, kann Story of Ricky auch mit seinen minimalistischen Sets und eigenwilligen Shots punkten. Oft vorschnell als Trash abgetan, findet sich in diesen 90 Minuten aus Hongkong mehr filmerisches Können als in etlichen Oscar-nominierten Zumutungen der Gewöhnlichkeit. Der Ausblick auf die Zukunft zeichnet Unternehmer als Verbrecher, als Ausbeuter, die mit autoritärem Staat und Drogenbanden gemeinsame Sache machen. Heute schon ein alter Hut: Jeder weiß um die widerwärtige Gefängnisindustrie.
Es bleibt mir ein Rätsel, wie man Christopher Nolans mürrische Batman-Neuauflage mit Leichenbittermiene der quietschfidelen und quietschbunten Verfilmung aus den 60ern vorziehen kann: Sämtliche Gadgets sind beschildert, ausschweifende Erklärungen folgen, jedes Ding ist ein Batding und die Bösewichte sind keine psychotischen Wracks mit küchenpsychologisch hergeleiteten Traumata, sondern einfach ein paar spleenige ältere Herren mit jugendlichem Vergnügen am Verbrechen. Noch dazu will mir nicht in den Kopf, dass irgendjemand Hans Zimmers Soundtrack für hörenswerter hält als das ursprüngliche Batman Theme. Alleine dafür sollte es Zuchthaus nicht unter zehn Jahren geben. Heiliges Katzenweib, welch ein Spaß!
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Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.Highlights von Rolling-Stone.deS. Craig Zahler im Interview: „Sicherheitsgrenzen erkenne ich nicht an“
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Warum Genesis in den 1980er-Jahren so groß geworden sind
WerbungGestern gab’s Runden 6 und 7 beim Stummfilmfestival – weiterhin grossartig!
Ein Wiedersehen mit The Navigator (Buster Keaton, Donald Crisp, USA 1924) am Nachmittag, davor als Vorfilm Back Stage (Roscoe «Fatty» Arbuckle, USA 1919), auch schon mit dem Böster (den meine Schwester liebt, klar – klick.)
Die Musik kam vom bewährten Duo Gabriel Thibaudeau (Piano) und Silvia Mandolini (Violine), die ich auch schon in Bologna (wo Mandolini im Orchester spielt, sie sind aber beide aus Kanada und kennen sich von dort) hörte und super fand – vor allem drum bin ich gestern hin, war aber auch toll, weil in der 15-Uhr-Vorstellung viele Kinder sassen, die einen unglaublichen Spass am Film hatten, in der grossen Schluss-Szene, dem Kampf gegen die „Kannibalen“, Keaton und Kathryn McGuire lautstark anfeuerten.
Das Abendprogramm war dann ganz dem Charleston gewidmet und kam in zwei Teilen. Zuerst begleiteten Constanza Pellicci (Stimme, Electric Tap Dance) und Steve Buchanan (Electric Tap Dance – heisst er hatte „Pads“ auf denen er tanzte, mit Dutzenden Utensilien verkabelt, auch einem Sampler, von dem er auch mal passende Musik dazu einspielte) zwei kürzere Filme: Fatal Footsteps (USA 1926, 22 min) von Charley Bowers und Sur un air de Charleston (FR 1927, 21 min) von Jean Renoir. Bowers, der hier obsessiv für einen Charleston-Wettbewerb übt, kannte ich noch gar nicht – scheint eine grosse Lücke zu sein! Und der Film von Renoir war dann wirklich der Clou: der erste (?) afro-futuristische Film, ein afro-amerikanischer Schauspieler, Johnny Hudgins, mit Blackface (der trat anscheinend oft so auf, und das scheint Renoir schon 1927 nicht geheuer gewesen zu sein), reist im Jahr 2028 in einer fliegenden Kugel von Afrika in ein postapokalyptisch versehrtes Europa (Terra Incognita steht auf seiner Karte), landet in Paris, wo der Eiffelturm geknickt im Hintergrund steht (die Schlussszene von „Planet of the Apes“ quasi). Dort tantz eine Indigene, die in einer Litfass-Säule lebt und von einem Affen (ein Mensch in Kostüm) begleitet wird, den Charleston … der Forscher telefoniert nach Hause, um mitzuteilen, dass er den Tanz seiner Ahnen lernen wolle. Es gibt eine irre Tanz-Szene und am Ende, nach erfüllter Mission, fliegt er mit der Frau davon. Die Begleitung war passend, allerdings hörte man von Pelliccis Tanz praktisch nichts (da stand nur ein Mikro in der Nähe der Füsse, sie hätte Plattten und Stepptanz-Schuhe gebraucht, um sich gegen die teils sehr lauten – aber ziemlich tollen – Sounds von Buchanan behaupten zu können … vielleicht hat sie sich auch darum im Renoir-Film viel stärker auf die Stimme konzentriert?
Der Hauptfilm kam dann mit der besten Stummfilmkapelle des Monats und war Skinner’s Dress Suit (USA 1926) von William Seiter, eine Komödie im kleinbürgerlichen Vorstadt-Amerika. Skinner pendelt täglich zur Arbeit, seine sozial ehrgeizige Frau fragt, wann er denn endlich seine Beförderung kriege. Die kriegt er nicht, aber sie gibt, ohne das zu wissen, schon das ganze Geld aus, das er in den kommenden ein, zwei Jahren dank der Beförderung erst verdienen werde. Mit Frack und neuem Kleid steigen sie in die bessere Gesellschaft ihres Schlafstädtchens auf, Bridge-Abende, Bälle etc. Skinner lässt sich derweil bei der Arbeit den neuesten Tanz beibringen – den Charleston natürlich. Den bringt er am Telefon seiner Frau bei und ein paar Tage später beim grossen Ball werden die beiden tanzend zur Sensation ihre Ortes. Der Aufstieg gelingt so schnell, wie die Schulden steigen, und bald stehen die Möbelfirma und der betrogene Schneider vor dem Haus. Skinner wird entlassen, doch er führt – der Zufall, das Drehbuch – den abgesprungenen schwerreichen Kunden seiner alten Firma, in die Gesellschaft ein. Dieser ist ihm so dankbar, dass er ihm ein unschlagbares Angebot macht, was die ehemaligen Bosse dazu bringt, Skinner, jetzt als Juniorpartner, wieder in ihre Firma aufzunehmen. Begleitet wurde das von Camila Nebbia (Tenorsax), John Edwards (Bass) und Hamid Drake (Schlagzeug, Perkussion) – und klar, die Musik war da am Ende (wie im Herbst 2023, als Drake schon mit William Parker, Luís Vicente und John Dikeman „The Phantom of the Opera“ begleitet hatte) das wenigstens so wichtige Ereignis und wirklich toll – wenngleich oft nicht wirklich auf den Film abgestimmt.
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tbaAber eigentlich ist kein Charleston-Abend komplett, wenn nicht die Szene aus Love ‚Em or Leave ‚Em (F. Tuttle,1926) dabei ist, in der Louise Brooks mal eben eine Charleston-Variation zeigt, was eine Tänzerin kann, die zusammen mit Martha Graham gelernt hat. Und warum sie zu der Zeit jeden Mann abbekam.
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If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.Den Film kenne ich noch nicht @latho, danke!
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba@pfingstlümmel
Es bleibt mir ein Rätsel, wie man Christopher Nolans mürrische Batman-Neuauflage mit Leichenbittermiene der quietschfidelen und quietschbunten Verfilmung aus den 60ern vorziehen kann: Sämtliche Gadgets sind beschildert, ausschweifende Erklärungen folgen, jedes Ding ist ein Batding und die Bösewichte sind keine psychotischen Wracks mit küchenpsychologisch hergeleiteten Traumata, sondern einfach ein paar spleenige ältere Herren mit jugendlichem Vergnügen am Verbrechen. Noch dazu will mir nicht in den Kopf, dass irgendjemand Hans Zimmers Soundtrack für hörenswerter hält als das ursprüngliche Batman Theme. Alleine dafür sollte es Zuchthaus nicht unter zehn Jahren geben. Heiliges Katzenweib, welch ein Spaß!
Danke! Endlich mal jemand der das auch so sieht!
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l'enfer c'est les autres...Dieses Jahr bisher gesehen:
„Herz aus Eis“ (Lucile Hadžihalilović, 2025) 8/10
„Brief Encounter“ (David Lean, 1945) 10/10
„Ein einfacher Unfall“ (Jafar Panahi, 2025) 7,5/10
„Silent Friend“ (Ildikó Enyedi, 2025) 7/10
„Bacurau“ (Kleber Mendonça Filho, 2019) 7,5/10
„Sentimental Value“ (Joachim Trier, 2025) 8,5/10--
"Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"Da die Häufigkeit hier Thema war: Ich habe mir vorgenommen, dieses Jahr pro Woche mindestens zwei Filme zu schauen. Klappt bisher. Letztes Jahr habe ich das Ziel knapp verpasst, selbst wenn ich alle Kurzfilme mit einrechne.
Mehr als 300 Filme im Jahr habe ich mit Sicherheit nie gesehen. Die meisten Filme wahrscheinlich so im Zeitraum 2005 bis 2015. Ich kann aber nicht mehr sagen, ob ich mal mehr als 200 im Jahr geschafft habe. Im ersten Corona-Jahr waren es nochmal mehr als 180, was ich schon viel finde.--
"Don't reach out for me," she said "Can't you see I'm drownin' too?"Zuletzt gesehen:

Strings (Regie: Anders Rønnow Klarlund – Dänemark/Schweden/Norwegen/Großbritannien, 2004) 8/10
Bohoja (Regie: Jung Woo-sung – Südkorea, 2022) 7/10
Decoder (Regie: Muscha – BRD, 1984) 9/10
…denn sie wissen nicht, was sie tun sollen… [Kurzfilm] (Regie: Amok/Klaus Maeck – BRD, 1980) 7/10--
Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.Gestern im Kino: Drive-Away Dolls (GB/USA 2024), Teil 1 der Trilogie von Ethan Coen und Tricia Cooke. Road-Movie, Sex-Komödie und caper movie mit Margaret Qualley und Geraldine Viswanathan, zudem eine Hommage an Cynthia Plaster Caster … macht Spass, ist aber (trotz 84 Minuten) langfädig und weniger überzeugend als „Honey Don’t“ (in Sternen wohl *** und ***1/2).
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"Don't play what the public want. You play what you want and let the public pick up on what you doin' -- even if it take them fifteen, twenty years." (Thelonious Monk) | Meine Sendungen auf Radio StoneFM: gypsy goes jazz, #169: Pianistinnen im Trio, 1984–1993 – 13.01.2026, 22:00: #170 – 19.02.2026, 20:00; #171 – 10.03.2026, 22:00; #172 – 14.04.2026, 22:00 | Slow Drive to South Africa, #8: tba | No Problem Saloon, #30: tba -
Schlagwörter: cinéphilie, Film, Kino, Tagebuch
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