Bret Easton Ellis AMERICAN PSYCHO

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  • #4060625  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Sonic JuiceUnd zu Ellis: andere Autoren würden sich drei Arme dafür abschneiden, wenn sie wenigstens einmal in ihrem Leben ein so originelles und interesantes Buch wie American Psycho schreiben könnten.

    dem stimme ich irgendwie gerne zu. grandioses buch. tja…

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    #4060627  | PERMALINK

    allegra-dellamorte

    Registriert seit: 02.07.2006

    Beiträge: 2

    Geniales Buch, Klasse Film.. :teufel:

    Es ist nunmehr ein Patrick-Bateman-Fanclub gegründet worden, mit allem Basiswissen zu Bret Easton Ellis, Pat Bateman und Christian Bale.

    HIP TO BE SQUARE!

    http://www.bateman-fanclub.de.vu

    --

    Hail, hail Rock'n Roll!
    #4060629  | PERMALINK

    voyager

    Registriert seit: 11.06.2006

    Beiträge: 7,015

    Sagt es etwas über den Wert eines Buches aus, wenn der Leser (obwohl beim ersten Lesen äusserst interessiert, und das bis zur letzten Seite) es nicht Jahre später noch einmal lesen möchte. Niemals!!!!? Das ist eine wirkliche Frage, weil ich seit 2000, wo ich dieses Buch zuerst las mir die Frage stelle: war das jetzt ein „gutes“ Buch oder nicht? Gefühlmässig neig ich zum letzteren, aber damit macht man sich’s zu einfach. Andererseits, ohne die gewissen Stellen hätt ich’s vielleicht langweilig gefunden. Kurzum das Buch hat mich gepackt, so wie jedem anderen auch der’s gelesen hat, aber… Ja, ABER… Also nochmal, bitte erklär mir jemand warum Bret Easton Ellis mit AP ein wichtiges Stück Literatur von bleibendem (?) Wert geschaffen hat. Oder bin ich zu dämlich um sowas Abscheuliches entsprechend zu würdigen? Hat er andere (gute!) Bücher geschrieben, die eine völlig andere Thematik behandeln? Oder hat er nur einmal in seinen Leben eine leidlich geniale Idee gehabt, besonders eindrucksvoll den Zusammenhang zwischen Materialismus und Gewalt zu schildern?
    Ein Patrick-Bateman-Fanclub… ich fass es nicht.

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    #4060631  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Sind denn die aktuellen Auflagen von „American Psycho“ gekürzt?

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    #4060633  | PERMALINK

    canzione

    Registriert seit: 03.05.2010

    Beiträge: 689

    Ein super-widerliches Buch. Da sind dermaßen brutale, sadistische, widerliche Szenen drin…Da läuft es mir eiskalt den Rücken runter!

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    #4060635  | PERMALINK

    thomas-zimmer

    Registriert seit: 03.03.2009

    Beiträge: 564

    Eines der drei Bücher in meinem Leben, die ich in die Mülltonne geworfen hätte. Ich hab’s aber ausgeliehen….

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    #12502447  | PERMALINK

    kingberzerk

    Registriert seit: 10.03.2008

    Beiträge: 2,408

    Okay: Ich habe verstanden: der Sadismus in „American Psycho“ soll die Entmenschlichung einer übermäßig konsum- und oberflächenorientierten Gesellschaft verdeutlichen. Extreme Gewalt als Spiegelbild des inneren Nichts.

    Inneres Nichts anders dargestellt ist eher so wie: Nichts. Im Gegensatz zu den spirituellen Lehren des Ostens, in denen ein Zustand innerer Leere als Raum für etwas Erleuchtung oder ähnliches verstanden werden kann, ist Batemans Leere pathologisch, ein Resultat eines Scheiterns, das ausschließlich auf Konsum, Status und Oberflächlichkeit ausgerichtet ist.

    Ich finde es richtig, solche Zustände zu beleuchten, aber die Stilmittel erschließen sich mir nicht. Warum aber sollte ich etwas so Seelenlosem folgen wollen? Was soll mich das Nichts in der Seele eines Monsters interessieren? Die Vanitas? Die Feigheit vor der Wahrheit? Der Verlierer? Ich vertraue Ellis als Autor auch nicht. Er war selbst in „Unter Null“ von der Oberflächlichkeit fasziniert und hat sich aus meiner Sicht auch nicht durch einen Exzess wie diesen davon lösen können. Ein Trauma-erregender Gewaltritt wie „American Psycho“ liefert ihm da keine Abbitte und spricht ihn nicht frei. Für mich auch kein Wunder, dass so viele Pop-Literaten ihn so wichtig finden.

    zuletzt geändert von kingberzerk

    --

    Tout en haut d'une forteresse, offerte aux vents les plus clairs, totalement soumise au soleil, aveuglée par la lumière et jamais dans les coins d'ombre, j'écoute.
    #12502665  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 8,685

    Wieso darf Ellis denn nicht von der Oberflächlichkeit fasziniert sein? Oder soll er sich moralisch davon distanzieren? (Das fände ich allerdings noch kurioser.)

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    Come with uncle and hear all proper! Hear angel trumpets and devil trombones. You are invited.
    #12502781  | PERMALINK

    kingberzerk

    Registriert seit: 10.03.2008

    Beiträge: 2,408

    Klingt eher nach einer rhetorischen Ausweichbewegung als nach echtem Argument. Die Frage „Wieso darf Ellis denn nicht von der Oberflächlichkeit fasziniert sein?“ verfehlt meinen Punkt, denn ich habe nicht die Faszination an sich kritisiert. Ich kann nur nicht erkennen, dass Ellis sich wirklich davon gelöst hat.

    Das Buch funktioniert nicht als Auseinandersetzung mit Oberflächlichkeit, wenn der Autor selbst in ihr befangen bleibt.

    Die Trauma-erregenden Gewaltexzesse taugen nicht zur echten Kritik, sondern zeigen nur eine an sich schon abgeklärte, leere Haltung. Das „Nichts“ in der Seele des Serienmörders wird zu einem Symbol. Soll es ein Abbild einer gescheiterten Gesellschaft sein oder bleibt es ein gescheiterter Versuch, sich von der Faszination der Oberflächlichkeit zu lösen?

    zuletzt geändert von kingberzerk

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    #12502979  | PERMALINK

    pfingstluemmel
    Darknet Influencer

    Registriert seit: 14.09.2018

    Beiträge: 8,685

    Wahrscheinlich irrlichtert es irgendwo zwischen Pöbelei und Selbsthass. Ellis führt nur ein paar Faustschläge gegen einen widerlichen Menschentypus aus, den er aus Milieugründen gut kennt. Ich würde gar nicht so viel hinein interpretieren wollen. Die Gewaltexzesse leuchten das Ganze härter aus als etwaige sublime Visitenkartenprägungen.

    Ich zähle American Psycho, gemessen an seinem Ruf, auch eher zu den literarischen Enttäuschungen.

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    #12503013  | PERMALINK

    kingberzerk

    Registriert seit: 10.03.2008

    Beiträge: 2,408

    Ist bestimmt ganz interessant, wenn man dafür ein Ohr hat. Für mich leider nichts. Aber ich hatte mal jemanden auf einer Party kennengelernt, die ähnliche Augen hatte. Ihr Favorit war aber T.S. Eliot.

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