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Sagt es etwas über den Wert eines Buches aus, wenn der Leser (obwohl beim ersten Lesen äusserst interessiert, und das bis zur letzten Seite) es nicht Jahre später noch einmal lesen möchte. Niemals!!!!? Das ist eine wirkliche Frage, weil ich seit 2000, wo ich dieses Buch zuerst las mir die Frage stelle: war das jetzt ein „gutes“ Buch oder nicht? Gefühlmässig neig ich zum letzteren, aber damit macht man sich’s zu einfach. Andererseits, ohne die gewissen Stellen hätt ich’s vielleicht langweilig gefunden. Kurzum das Buch hat mich gepackt, so wie jedem anderen auch der’s gelesen hat, aber… Ja, ABER… Also nochmal, bitte erklär mir jemand warum Bret Easton Ellis mit AP ein wichtiges Stück Literatur von bleibendem (?) Wert geschaffen hat. Oder bin ich zu dämlich um sowas Abscheuliches entsprechend zu würdigen? Hat er andere (gute!) Bücher geschrieben, die eine völlig andere Thematik behandeln? Oder hat er nur einmal in seinen Leben eine leidlich geniale Idee gehabt, besonders eindrucksvoll den Zusammenhang zwischen Materialismus und Gewalt zu schildern?
Ein Patrick-Bateman-Fanclub… ich fass es nicht.
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