Antwort auf: Bret Easton Ellis AMERICAN PSYCHO

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kingberzerk

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Klingt eher nach einer rhetorischen Ausweichbewegung als nach echtem Argument. Die Frage „Wieso darf Ellis denn nicht von der Oberflächlichkeit fasziniert sein?“ verfehlt meinen Punkt, denn ich habe nicht die Faszination an sich kritisiert. Ich kann nur nicht erkennen, dass Ellis sich wirklich davon gelöst hat.

Das Buch funktioniert nicht als Auseinandersetzung mit Oberflächlichkeit, wenn der Autor selbst in ihr befangen bleibt.

Die Trauma-erregenden Gewaltexzesse taugen nicht zur echten Kritik, sondern zeigen nur eine an sich schon abgeklärte, leere Haltung. Das „Nichts“ in der Seele des Serienmörders wird zu einem Symbol. Soll es ein Abbild einer gescheiterten Gesellschaft sein oder bleibt es ein gescheiterter Versuch, sich von der Faszination der Oberflächlichkeit zu lösen?

zuletzt geändert von kingberzerk

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Tout en haut d'une forteresse, offerte aux vents les plus clairs, totalement soumise au soleil, aveuglée par la lumière et jamais dans les coins d'ombre, j'écoute.