American Primitivism

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    udw
    so little gets done

    Registriert seit: 22.06.2005

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    Im Moment gibt es einige tolle Veröffentlichungen, die es unbedingt verdienen, hier genannt zu werden,

    Allen voran die neue LP von Daniel Bachmann, der nach seinen eher traditionellen ersten Alben immer mehr einen eigenen Stil entwickelt, nachdenklich, experimentell und minimalistisch, dabei aber zutiefst im amerikanischen Idiom verwurzelt bleibt und nicht zB in Richtung indischer Ragas geht (auch wenn einige Akkorde die er spielt stark an Basho erinnern).

    „The Morning Star“ kann man sich hier in kompletter Länge anhören.

    Hier das schöne Song For The Setting Sun III

     

    Eine meiner Favoriten dieses Jahr ist wohl „Cloud Corner“ von Marisa Anderson, eine Musikerin aus Portland. Das Album ist zurückgenommen, nachdenklich und dabei durchaus zugänglich. Passt gut in diesen heißen Sommer, noch mehr ist es aber wohl Herbstmusik.

    Das Album kann man hier hören.

    Mein Favorit ist wohl der Sun Song, auch wenn es nicht gerade er typischste Track des Albums ist:

     

    Unbedingt zu erwähnen (und auch hier im Forum wurde sie bereits genannt) ist Gwenifer Raymond, eine junge Astrophysikerin aus Wales, die gerade ihr Debüt „You Were Never Much Of A Dancer“ auf dem sympathischen Tompkins Square Label herausgebracht hat. Das klingt schon deutlich nach Fahey, ist aber gleichzeitig frisch, mit eigenen Kanten und insgesamt aufregend.

    Platte kann man hier hören.

    Das Video zu Off To See The Hangman Pt. 2 hat mir besonders gefallen:

     

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    so little is fun
    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #10560643  | PERMALINK

    stefane
    The Freak on the Black Harley

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    Beiträge: 3,132

    udw
    Im Moment gibt es einige tolle Veröffentlichungen, die es unbedingt verdienen, hier genannt zu werden, Allen voran die neue LP von Daniel Bachmann, der nach seinen eher traditionellen ersten Alben immer mehr einen eigenen Stil entwickelt, nachdenklich, experimentell und minimalistisch, dabei aber zutiefst im amerikanischen Idiom verwurzelt bleibt und nicht zB in Richtung indischer Ragas geht (auch wenn einige Akkorde die er spielt stark an Basho erinnern).

    @udw: Wie lauten denn generell Deine Empfehlungen bei Daniel Bachman?

    Habe bisher „Seven Pines“ (Tompkins Square, 2012) und „River“ (Three Lobed, 2015).
    Vor allem letztere gefällt mir sehr gut, wobei ich die „Seven Pines“ auch noch nicht so lange habe und daher erst zweimal gehört habe.

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    "Bird is not dead; he's hiding out somewhere, and will be back with some new shit that'll scare everybody to death." (Charles Mingus)
    #10560921  | PERMALINK

    udw
    so little gets done

    Registriert seit: 22.06.2005

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    Ich kenne noch nicht alle Alben von ihm, der Mann hat ja einen recht fleißigen und konstanten Output. Von den früheren Alben kenne ich nicht alle gleich gut, besitze selbst nur „Oh be joyful“ und Jesus, I’m a sinner“, die aber beide nicht so recht verfangen wollten.

    Mit dem letzten selbstbetitelten Album (von 2016) konnte mich Bachman aber absolut begeistern und auch The Morning Star ist sehr, sehr gut geworden, wenn auch teils etwas unzugänglicher und experimenteller. (Mit dem Opener zB konnte ich mich bis jetzt noch nicht anfreunden).

    zuletzt geändert von udw

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    so little is fun
    #10681935  | PERMALINK

    udw
    so little gets done

    Registriert seit: 22.06.2005

    Beiträge: 3,243

    Eine schöne Entdeckung (thanks an @tugboat_captain):
    Barry Walker Jr spielt Steel Guitar und nennt seine Musik ganz passend „Tectonic Pedal Steel Guitar“.
    Denn langsam und gewaltig wie sich bewegende Erdplatten klingen hier die Töne hier mitunter, bewegen sich aufeinander zu, schieben sich untereinander. Sehr minimalistisch und doch auch psychedelisch flatterhaft.
    Das neue Album „Diaspora Urkontinent“ (bereits von 2018) kann man sich auf Bandcamp anhören: https://barrywalker.bandcamp.com/album/diaspora-urkontinent

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    so little is fun
    #10792951  | PERMALINK

    udw
    so little gets done

    Registriert seit: 22.06.2005

    Beiträge: 3,243

    Den britischen Gitarristen C Joynes verfolge ich schon lange mit großem Interesse. Doch nicht nur seine Solo-Gitarren-Arbeiten sind zu empfehlen. Seine an Davy Graham/Shirley Collins erinnernde Kollaboration mit Stephanie Hladowski „The wild, wild berry“ ist für zB mich die schönste und eigensinnigste Folkplatte der letzten zehn Jahre.
    Nun hat sich C Joynes wieder Mitstreiter gesucht: mit Mitgliedern vom Dead Rat Orchestra, sowie den Gitarristen Cam Deas und Nick Jonah Davis (die jeweils eigene Erwähnungen in diesem Thread verdient haben) entstand das Album „The Borametz Tree“, das am 31. Mai 2019 veröffentlicht wird.
    Die Größe des Ensembles lässt es schon vermuten, dass eher am Rande noch zum American Primitivism zählen kann, die drei Vorabtracks sind aber dennoch so energiegeladen und großartig, dass ich diese Veröffentlichung hier unbedingt erwähnen wollte.

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    so little is fun
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