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Hier nun eine Definitiob aus dem www.southern-rock.de. Nachzuschauen unter Southern Rock/SR-Rebel-Flag:
Auch der grösste Hit der Band „Sweet Home Alabama“ dient oftmals als Diskussionsgrundlage für eine vermeintliche Verherrlichung alter und längst vergangener Zustände im US-Süden durch die Band. FALSCH! Der Song war nichts anderes als die zugegeben trotzige Antwort der Band auf zwei Neil Young Songs, „Alabama“ und „Southern Man“, in denen der nichts besseres zu tun hatte, als die alten Vorurteile und Klischees über den US-Süden textlich erneut aufzuwärmen. Dafür bekam er dann sein Fett weg! Ronnie Van Zant, Skynyrd’s Sänger textete über ihn [Neil Young] und dass er da bleiben solle, wo er gerade war – seine [Van Zant’s] eigenen Musiker-Freunde in Muscle Shoals und den meist blauen Himmel über Alabama – gab seine Meinung über Alabama’s rechten Gouverneur George Wallace und den Watergate-Skandal ab, und die ursprüngliche Intention dieses Songs wird auf diversen Live-Versionen deutlich, auf denen Ronnie Van Zant dem letzten Refrain öfter ein: „… there’s good people in Alabama, let Mr. Young know that, too…“ hinterherschickte. Mit anderen Worten, er bat Neil Young darum doch bitte zu differenzieren, anstatt den Süden und dessen Bevölkerung pauschal mit den alten Vorurteilen zu überziehen.
Der Vorwurf die Band unterstützte vermeintlich den erzkonservativen Gouverneur von Alabama, George Wallace, – manche Quellen bezeichnen ihn als Rassisten, andere eher als Opportunisten, der seine politische Gesinnung völlig seiner Karriere unterordnete in seinem dritten Gouverneurs-Wahlkampf, 1974, ist ebenfalls wenig mehr als heisse Luft . Wallace war durchaus daran interessiert, die Popularität der Band und ihres Songs – „Sweet Home Alabama“ – für sich und seine eigene weitere Karriere zu nutzen, aber ihm dürfte im Gegensatz zu einigen Fans und den Kritikern der Band die Feinsinnigkeit nicht entgangen sein, mit der ihm die Band in den Textzeilen: „… in Birmingham, they love the governor, booo, booo, boo – now we all did what we could do …“ gekonnt an den Karren gefahren war.
Das dreimalige „boo“ = „PFUI“ und der Hinweis, dass es die Band mit dieser Missfallensäusserung getan sein lassen wollte, zeigen eindeutig die ablehnende Haltung Ronnie Van Zant’s gegenüber Wallace’s politischer Vergangenheit, seinem politischen Opportunismus und seinen weiteren Ambitionen.
In diversen Interviews hat der Skynyrd-Sänger seine Einschätzung von George Wallace später klar gemacht – und dabei einige deutliche Worte verloren: „We’re not into politics, we don’t have no education and Wallace don’t know anything about rock-and-roll. We have very little in common, and besides that, I disagree with lot of his views.“ [HIT PARADER – Interview von Lisa Robinson 1976]
Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt! Wer sich mehr mit dem Southern-Rock usw. auseinandersetzen will , dem ist die oben genannte Seite zu empfehlen.
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Music is like a river, It's supposed to flow and wash away the dust of everyday life. - Art Blakey