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james blood ulmer, in and out, in + out 2009, rec. 15./16.8.2008
ulmer (g, voc, fl), mark peterson (b, eb), aubrey dayle (dm).
ein weiteres zwischenfazit, diesmal für das treue deutsche label in + out, nach dem es auch benannt ist. „in ’n out“ heißt aber auch ein blue-note-album von joe henderson, der dem jungen ulmer mal einen job und einen guten ruf in new york verschaffte, deshalb gibt’s hier eine kleine verbeugung: „a thing for joe“, eine lose swingende jazznummer, mit drum- & bass- & flötensolo.
ulmer hat hier nur sein vielseitig begabtes arbeitstrio am start, die beiden kollegen folgen ihm durch ein heterogenes, aber zutiefst eigenes programm. freie jazzsachen, no-wave-punk (tolle neue version von „baby talk“), blues, funk, alles neu arrangiert oder komponiert, alles original und originell, man glaubt kaum mehr, dass das aus der gleichen quelle stammt. ulmer hat den vollen zugriff auf sein ganzes, mindestens 50 jahre altes zeug, kann das alles beliebig wieder auftauen, und es fällt ihm immer noch neues dazu ein – wann das wahwah angeschlossen wird, ist fast ein kleines drama, dass einzelne stücke mittendrin charakter, groove und tempo ändern, muss man immer erwarten, speziell für diese aufnahme hat er aber auch noch einen neuen sound für die jazzstücke gefunden, sehr altmodisch, clean, wie von einer schellackplatte.
was soll danach noch kommen?
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