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Sehr gute Posts, Bullschuetz. Kann ich so unterschreiben.
Deine Überlegungen zu der zentralen Textstelle von „Cemetery Gates“ sind gedanklich und sprachlich präzise.
Wobei ich die Lyrics mit Cechov, Th. Bernhard und Beckett spannender gefunden hätte. Dies hätte dann aber für Morrissey nicht mehr gepasst.
zuletzt geändert von mozza--
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WerbungVielen Dank, Irrlicht für den längeren Beitrag und Bullschuetz für die klugen Worte.
Was soll ich sagen? War vor einigen Tagen in der Schweiz, Frankreich und Spanien. Da bleibe ich auf alle Zeiten der Gringo, Boche, Loli oder was Du willst. Und ich spreche die Sprachen mehr oder minder und bin auch sonst recht „kommunikativ“. Und man mag mich, mehr oder minder. So wie ich halt die Inselbewohner mag, oder Südfranzosen. Oder Tekle aus Eritrea? Oder, oder, oder…..
Danke, Firecracker, dass Du die Diskussion hier so spannend machst. Und für den Spacken den Kopf hinhältst. Interessantester Thread zur Zeit hier.
zuletzt geändert von stormy-monday--
I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
Wieso verfolgst du den Thread eigentlich, stormy? Du kannst mit Moz doch nichts anfangen, oder hat sich daran was geändert?
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Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen sollNö, paar mal gehört, nix an der Stimme gefunden, nix an den Songs, da schreibt selbst Elton John ganz andere Melodien und dann die Reduktion auf die Texte ist mir zu, mmmhm, zu spooky British. Da bin ich weit näher an Weller, Noel et all….
Und warum ich mich hier rumtreibe, Schnuckel? Weil M. eine irgendwie interessante Reibungshitze entstehen lässt. Ich weiss, es ist zu warm…..
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I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
Ja, und irgendwie kam ich auch an „Lady Willpower“. Naja.
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I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
stormy-mondayNö, paar mal gehört, nix an der Stimme gefunden, nix an den Songs, da schreibt selbst Elton John ganz andere Melodien und dann die Reduktion auf die Texte ist mir zu, mmmhm, zu spooky British. Da bin ich weit näher an Weller, Noel et all…. Und warum ich mich hier rumtreibe, Schnuckel? Weil M. eine irgendwie interessante Reibungshitze entstehen lässt. Ich weiss, es ist zu warm…..
So, so. Reibungshitze.
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Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen sollHihi. Ich lach gerade wirklich Tränen. Gut gemacht, Moz. Does humour belong in music?
zuletzt geändert von stormy-monday--
I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
stormy-mondayHihi. Does humour belong in music?
Schwer zu sagen. Von all den Dingen, die ich nicht habe, vermisse ich den Humor manchmal am meisten.
Außerdem noch: gesunden Menschenverstand, Geduld, Sixpack, Nachsicht, Ausgeglichenheit… und den sogenannten „boom-Faktor“. Endlose Liste.
zuletzt geändert von mozza--
Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen sollSagt Spassvogel Mozza. Jaja, mach Dich nur klein, Thema mit Rasse und Gedöns steht oben…
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I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
Eins ist auf jeden Fall klar: Wäre ich Morrisseys Berater, wäre er nicht in dieser Bredouille (und das ist noch vornehm ausgedrückt).
This is how the cookie crumbles.
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Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen sollEdit
zuletzt geändert von stormy-monday--
I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
mozzaEins ist auf jeden Fall klar: Wäre ich Morrisseys Berater, wäre er nicht in dieser Bredouille (und das ist noch vornehm ausgedrückt). This is how the cookie crumbles.
Soviel ist klar: Wäre ich Morrisseys Berater, würde der mit einer „Best-of- Elton John“- Tournee jeden Saal abräumen. Das mit dem Rassendingens würde ich am ersten Tag mit zwei gezielten Cowboystiefel- Tritten final klären. Einer links, der andere rechts.
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I want you, I want you, I want you so bad. Honey, I want youContre la guerre
wenzelIm Deutschen wird der Begriff “Rasse“ eigentlich nur noch von bekennenden Rechtsextremisten verwendet, ich weiß nicht genau, wie es im Englischen ist. Was Morrissey meint, sind “ethnische Gruppen“, aber selbst dann bleibt es eine Binse.
Im anglo-amerikanischen Sprachraum ist der Begriff der Rasse nicht auf gleiche Weise verbrannt.
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.mozzaEins ist auf jeden Fall klar: Wäre ich Morrisseys Berater, wäre er nicht in dieser Bredouille (und das ist noch vornehm ausgedrückt).
Aber dieses Interview bestätigt ja, dass er nur von Ja-Sagern umgeben ist. Er hat gar kein Interesse an Beratung, und diejenigen, die ihn beraten könnten, sind schon lange weg. Aber Morrissey hat Beratung dringend nötig.
Persönlicher, musikalischer, kreativer und kommerzieller Abstieg gehen Hand in Hand. Eines folgt auf das Andere.
zuletzt geändert von nail75--
Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.bullschuetz
firecracker@bullschuetz Warum würdest du Wilde Keats und Yeats vorziehen? Oder anders gefragt: Warum hat dich das „gefesselt und begeistert und bestärkt“?
Bestärkt in dem Gefühl, dass Literatur mehr ist als Hobby, Schulstoff, Bildungsinhalt: nämlich identitaets- und identifikationsstiftend, Lebens- und Weltdeutungshilfe, Selbstfindungs- und Selbstformungsanleitung.
Gefesselt, weil in diesem literary match so viel jugendlicher Ueberschwang steckt, so viel Distinktionsbeduerfnis (auch ein Schuss altkluger Snobismus natürlich) und so viel Freude beim Autor der Zeilen, jemanden gefunden zu haben, dem Yeats und Keats und Wilde genauso wichtig sind wie ihm.
Begeistert, weil es so lustig und so stimmig ist, dass zwei Menschen im jugendlichen Romantikueberschuss einander die jeweiligen Lieblingsschriftsteller wie in einem Boxkampf um die Ohren zu schlagen. So was kann man nur mit Gleichgesinnten, und während man es tut, ist man so glücklich, nicht allein zu sein, sondern einen Seelenverwandten im Sich-unverstanden-Fuehlen und im Sich-begeistern-Koennen gefunden zu haben, und zugleich fühlt man sich wohl auch wohlig erhaben über all die anderen Gleichaltrigen, die zu dem keinen Zugang haben.
Kurzum: eine wunderbare Adoleszenz-Szene, hochsuggestiv, da weht der Geist des Fängers im Roggen. Weiß nicht, ob das nachvollziehbar ist. Aber das konnte Morrissey, und deshalb tun seine engstirnigen Wirrkoepfigkeiten mir heute so weh.Ja, nachvollziehbar. Sehr schöne Worte. Danke dafür.
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Dirty, dirty feet from the concert in the grass / I wanted to believe that freedom there could last (Willy Mason) -
Schlagwörter: Morrissey, rechte Grütze Rindshuftsteak
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