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Manchester Orchestra – Union Chapel (London, England)
2026 – Loma Vista RecordingsWenn die Seele ausgeht
War man früher begeistert von der unplugged-Idee und konnte die Tiefe der Songs jenseits aller Stromgitarren und elektronischer Instrumente hören, sind Manchester Orchestra mit dieser Liveaufnahme noch einen Schritt weiter gegangen.
Andy Hull (Gesang), Git.) und Robert McDowell (Git. Keyb.) nehmen in drei Tagen in der Union Chapel in Islington (London) dieses Album vor Publikum auf. Der Ort ist nicht zufällig gewählt und für seine herausragende Klangqualität bekannt. Vom ersten bis dritten Oktober 2023 werden die neu arrangierten Songs gespielt. Die besten Versionen, vorrangig vom letzten Abend, werden veröffentlicht.Bei den 21 Songs auf dieser Doppel-CD in knapp anderthalb Stunden geht es durch alle bisher veröffentlichten Alben. Eröffnet wird dieser Abend mit „I Know How To Speak“, das in der Zeit nach „A Black Mile To Surface“ als Einzeltrack veröffentlicht wurde und schließt mit „The Silence“ vom gleichen Album. „The Million Masks Of God“ ist mit sechs Songs am stärksten vertreten und wirkt noch intensiver. CD1 endet mit „The River“ vom Album Cope etwas abrupt.
Den Songs von Manchester Orchestra wohnt oft etwas Sakrales inne, das bei diesen Aufnahmen stärker zum Ausdruck kommt. Zwei Gitarren, bei einigen Songs unterstützt McDowell mit Keyboard und zweiter Stimme. Das Album ist so schonungslos offen und trifft den Hörer in radikaler Zerbrechlichkeit. Der Gesang von Andy Hull klingt in unermüdlicher Dringlichkeit, während McDowell mit seiner Gitarre ein ganzes Orchester ersetzten möchte. Die Musik dieses Albums füllt nicht nur eine Kirche aus. Sie ist ebenso groß.
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Schlagwörter: Manchester Orchestra Hull McDowell
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