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Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)Highlights von Rolling-Stone.de„Game Of Thrones“: Darum tötete Jon Snow seine Daenerys
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Moin @friedrich
Und hier die Rückmeldung.
(…)
Inzwischen lief dann auch der von Dir erwähnte Soundtrack, s.o. Zunächst einmal finde ich den beileibe nicht so fragmentarisch, kaleidoskopisch und skizzenhaft wie befürchtet, wenn das natürlich auch einen sehr projektartigen Eindruck macht. Am wenigsten kann ich mit den zwei oder drei zeitgenössischen R&B-Nummern anfangen, was mich nicht überrascht, damit fremdele ich immer. Im Flow des Albums finde ich sie aber auch nicht extrem störend, so wie sie eingebettet sind schreie ich da nicht „mach sofort diesen #!&§$ aus“. Der Rest gefällt mir durchgehend gut, teilweise sehr gut. Schockverliebt bin ich überraschenderweise nicht in eine Bluesnummer, sondern in die Version des, soweit ich weiß, schottisch-irischen Will Ye Go, Lassie Go, wunderschön. Nebenbei ja interessant, was für Kollaborationen bei solchen Projekten heraus kommen. Ich hätte sicherlich nicht gedacht, dass ich jemals Rhiannon Giddens und Lars Ulrich gemeinsam auf einer Aufnahme zu hören bekomme.
Ich habe jetzt tatsächlich erst einmal die Musik gehört. Den Film sehe ich heute Nachmittag mit einer blueshassenden Freundin, die aber filmaffiner ist als ich. Das wird vielleicht interessant. Habe tatsächlich erst jetzt durch die Oscar-Nominierungen mitbekommen wie populär der ist und wie er durch die Decke geht.Moin @zoji,
schön, von dir zu lesen! Freut mich, dass das Soundtrack-Album gut bei dir angekommen ist. Ich habe das Album bislang nur geströmt und das auch nur nebenher. Ich höre es ein bisschen so wie ein Mixtape oder eine Playlist. Oder wie eine Abfolge musikalischer Szenen. Ist ja auch so. Und da mischen sich tatsächlich teils recht unterschiedliche Musiken miteinander. Neben der irischen Folkmusikerin, dem Metaller Lars Ulrich (wo spielt der denn genau mit?) ist vor allem auch (der Schwede!) Ludwig Göransson federführend beteiligt, der u.a. auch mit dem Alternative R&B-Musiker Childish Gambino zusammenarbeitet.
Eigentlich habe ich nicht so richtig verstanden, worum es in diesem Film überhaupt geht. Kommt mir ein bisschen vor wie ein böser Traum. Auf jeden Fall geht es aber auch um Musik. Und diese eine gewisse atemberaubende Szene sagt mehr über Musik aus als tausend Worte. Den darüber gesprochenen Text habe ich ja auch für meine Signatur adoptiert.
Bin gespannt, wie du den Film fandest. Und wie deine blueshassende Begleiterin ihn fand.
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Das RS-Forum droht, vom Netz zu gehen. Registriert euch bei StoneFM !friedrich
zoji

Moin @friedrich
Und hier die Rückmeldung.
(…)
Inzwischen lief dann auch der von Dir erwähnte Soundtrack, s.o. Zunächst einmal finde ich den beileibe nicht so fragmentarisch, kaleidoskopisch und skizzenhaft wie befürchtet, wenn das natürlich auch einen sehr projektartigen Eindruck macht. Am wenigsten kann ich mit den zwei oder drei zeitgenössischen R&B-Nummern anfangen, was mich nicht überrascht, damit fremdele ich immer. Im Flow des Albums finde ich sie aber auch nicht extrem störend, so wie sie eingebettet sind schreie ich da nicht „mach sofort diesen #!&§$ aus“. Der Rest gefällt mir durchgehend gut, teilweise sehr gut. Schockverliebt bin ich überraschenderweise nicht in eine Bluesnummer, sondern in die Version des, soweit ich weiß, schottisch-irischen Will Ye Go, Lassie Go, wunderschön. Nebenbei ja interessant, was für Kollaborationen bei solchen Projekten heraus kommen. Ich hätte sicherlich nicht gedacht, dass ich jemals Rhiannon Giddens und Lars Ulrich gemeinsam auf einer Aufnahme zu hören bekomme.
Ich habe jetzt tatsächlich erst einmal die Musik gehört. Den Film sehe ich heute Nachmittag mit einer blueshassenden Freundin, die aber filmaffiner ist als ich. Das wird vielleicht interessant. Habe tatsächlich erst jetzt durch die Oscar-Nominierungen mitbekommen wie populär der ist und wie er durch die Decke geht.Moin @zoji, schön, von dir zu lesen!
Freut mich, dass das Soundtrack-Album gut bei dir angekommen ist. Ich habe das Album bislang nur geströmt und das auch nur nebenher. Ich höre es ein bisschen so wie ein Mixtape oder eine Playlist. Oder wie eine Abfolge musikalischer Szenen. Ist ja auch so. Da mischen sich tatsächlich teils recht unterschiedliche Musiken miteinander und es ist schon mal was dabei, das nicht gefällt, während es umgekehrt auch positive Überraschungen gibt. Neben der irischen Folkmusikerin, dem Metaller Lars Ulrich (wo spielt der denn genau mit?) ist vor allem auch (der Schwede!) Ludwig Göransson federführend beteiligt, der u.a. auch mit dem Alternative R&B-Musiker Childish Gambino zusammenarbeitet.
Eigentlich habe ich nicht so richtig verstanden, worum es in diesem Film überhaupt geht. Kommt mir ein bisschen vor wie ein böser Traum. Auf jeden Fall geht es aber auch um Musik. Und diese eine gewisse atemberaubende Szene sagt mehr über Musik aus als tausend Worte. Den darüber gesprochenen Text habe ich ja auch für meine Signatur adoptiert.
Bin gespannt, wie du als weniger Filmaffiner den Film fandest. Und wie deine blueshassende Begleiterin ihn fand.
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Das RS-Forum droht, vom Netz zu gehen. Registriert euch bei StoneFM !Gelöscht. Versehentlich doppelt gepostet.
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Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)Hihihi, er hat Mixtape gesagt.
Moin @friedrich
So ein Soundtrack ist ja auch eine Art von Sampler, passt schon. Wobei ich ohne Kontext Schwierigkeiten hätte zu verstehen, wer den warum so hätte zusammenstellen sollen.
Tatsächlich hat die besagte Freundin eine Kino-Flatrate oder 10er-Karte oder wie so etwas heißt, während ich wahrscheinlich in 2025 nicht einen aktuellen Film gesehen habe. Das hilft vielleicht die Wertigkeit meines Urteils einzuordnen.
Also, es war ein zwiespältiges Vergnügen, meine Erwartungen wurden eher etwas enttäuscht. Bzw. erfüllt, je nach Lesart. Die ungefähre erste Hälfte mit dem Fokus auf die Musik und die Südstaaten-Atmosphäre der frühen 30er fand ich ziemlich gut. Ich kann gar nicht sagen, wie realistisch die Darstellung war, aber einmal ins laufende Bild gesetzt zu sehen, wie ich es mir ungefähr vorstelle oder wie es gewesen sein könnte war schon sehr interessant. In der zweiten Hälfte mit dem recht spät in der Handlung auftauchenden Vampirthema und einem blutigen Showdown in einem Nachtclub saß ich dann da und dachte die ganze Zeit „naja, Vampirgedöns halt“ und „das fromdusktildawntet mir zu sehr“. Letzteres ließ dann auch plötzlich zwei Gangster als zentrale Protagonisten noch einmal in einem anderen Licht erscheinen. Bezüglich ersterem: Horror war über mehrere Jahrzehnte mein Lieblingsgenre, inzwischen bin ich davon fast völlig weg, und das Vampirsujet lag mir schon damals, trotz erotischem Subtext, nicht sonderlich. Im Grunde endet das für mich nach den ersten zwei oder drei Christopher-Lee-Draculas.
Du hast hier zielsicher die herausragende Szene des Films gewählt, wie ich finde, die kreiselnde Kamera die sich mit dem Ritt durch afroamerikanische Musikgeschichte wiegt, ist für mich jene, die hängen bleibt. Am Ende war es für mich okay ihn gesehen zu haben, keine verschwendete Zeit, aber ich werde ihn wohl kein zweites Mal sehen und mir erschließen sich auch die Rekord-Oscar-Nominierungen nicht so recht. Der Soundtrack überstrahlt den Film für mich. Nicht so krass wie bei Blues Brothers 200, um mal einen Bezug zu einem anderen Film mit Blues-Thematik zu bemühen, den ich tatsächlich recht missraten fand. Von missraten ist Sinners dann doch sehr weit entfernt, aber durchgehend herausragend fand ich ihn dann halt auch nicht.
Ein bisschen amüsiert hat mich, dass ich wie beschrieben Will Ye Go, Lassie Go schon vor der Filmsichtung ob seiner Schönheit als meinen Song-Favoriten ausfindig gemacht hatte, und das ausgerechnet der ja ein bisschen die Ouvertüre zum Gemetzel darstellt.
Nachdem ich zu der blueshassenden Freundin sagte, dass der Film musikalisch ja die Hölle für sie gewesen sein müsste, erwiderte sie, dass das mal für zwei Stunden in einem filmischen Kontext okay ging. Ihr Fazit bezüglich der Film-Qualität fiel allerdings ähnlich aus wie meines.
Ich glaube, Du warst sehr angetan von ihm, daher tut es mir leid, dass ich Deine Begeisterung nicht ganz teilen kann. Vielleicht lag’s ja auch daran: Du hast Dich wenigstens gefragt, ob Du ihn verstanden hast. Die Mühe habe ich mir gar nicht gemacht, bevor ich das in Deinem Kommentar las. Die Deutung des Uneigentlichen, von Allegorie, Symbolismus u.ä. ist nicht mein business. Mag durchaus sein, dass mir diverse Deutungsebenen entgingen. Wenigstens müsste ich ihn schon noch ein zweites Mal mit Fokus auf diesem Aspekt sehen, um dem näher zu kommen. Aber vielleicht ist er auch mehr Popcorn, als er uns weis machen will? Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren, wenn jemand eine kenntnisreiche Interpretation anzubieten hat.
Danke Dir auf jeden Fall, dass Du mich auf die Musik aufmerksam gemacht hast.
Edit: Ach so, Lars Ulrich ist Gründungsmitglied und Drummer von Metallica, die vermutlich zu den Top-2 der kommerziell erfolgreichsten Metalbands der letzten ca. 40 Jahre gehören. Ich bin an denen aber auch nur mittelmäßig interessiert.
zuletzt geändert von zoji--
Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)
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Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)Alles in Ordnung, @zoji, niemand muss Sinners gut finden. Hauptsache nicht gelangweilt. Ich selbst habe den Film gerne gesehen, ohne wirklich zu verstehen, worum es darin geht. Vielleicht reichte mir über weite Strecken auch das Popcorn, wie du so schön sagst. Durchgehender Faden war für mich vor allem die Musik und begeistert hat mich diese gewisse Szene, die ich mir danach noch x-mal im Netz angesehen habe.
Der Metaller Lars Ulrich war mir schon bekannt. Aber wo tritt er denn auf dem Sinners-Soundtrack in Erscheinung?
Ja, ich habe „Mixtape“ gesagt.
Als Boomer bin ich damit musikalisch sozialisiert worden. Später gab es sogar noch Mix-CDs. Konnte man für sich selbst zusammenstellen oder konnte man verschenken. Konnte man zur Kunstform entwickeln und als Botschaft verschicken. Ich habe sogar Mix-CDs, die ich von einem RS-Forianer geschenkt bekommen habe! Aber dieses Format ist leider ausgestorben und eine Online-Playlist ist einfach nicht das gleiche.--
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Wollte mich gar nicht über das Mixtape lustig machen. Tatsächlich habe ich immer noch selbstkompilierte und gebrannte CDs, an denen ich mehr Freude habe als an vermutlich 90% meiner regulären Alben und Sampler. Weiß nicht einmal, warum ich damit aufgehört habe. Faulheit vermutlich. Bzw. höre ich auch zu wenig neue Musik, das würde ewig dauern, bis ich da mal thematisch passendes für eine CD zusammen hätte. Und online höre ich keine Musik, daher gibt’s bei mir auch keine Playlists.
Als jemand, der schon die Frage nach Lars Ulrich missverstanden hat, halte ich mich aus der Filminterpretation mal komplett raus. Laut discogs spielt Ulrich auf Track 8, I Lied To You, zusammen mit Giddens. Weiß ich aber auch nur daher, das Booklet war für mich unlesbares Augenpulver. Und natürlich ist mir auch nicht bekannt, ob die beiden gemeinsam im Studio waren.
Jetzt

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Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)A bisserl ein John Mayall geht alleweil im Blues-Thread :

Hier in der Expanded-Version als Doppel-CD, wenn schon denn schon…
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Blue, Blue, Blue over youJOHNNY GUITAR WATSON – The Gangster Is Back
frühe Aufnahmen aus den 50ern und drei Anfang der 60er
zuletzt geändert von asdfjkloe
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CD 2
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Und lieg´ich dereinst auf der Bahre, dann denkt an meine Guitahre, und gebt sie mir mit in mein Grab (Der rührselige Cowboy, D. Duck)so, nach Watson noch eine alte Red Lightnin‘ – LP aus dem Regal gefischt:

JUNIOR WELLS – In My Younger Days
Aufnahmen zwischen 1953 und 1960
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Schlagwörter: Blues, Bluesrock, Ich höre gerade...
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