Startseite › Foren › Die Tonträger: Aktuell und Antiquariat › Aktuelle Platten › Hania Rani – Klavierkonzert "Non Fiction" (14.11.2025)
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1. I. Sonore – Animato – Meno Mosso
2. II. Teneroso – Presto – Cantabile
3. III. Misterioso
4. IV. SempliceHania Rani ist sicher eine der talentiertesten Künstlerinnen im Bereich Modern Classical. Ich bin um die Zeit rund um „Home“ (2020) auf sie gestoßen und habe dann sehr schnell fast alles von ihr gekauft, sie live gesehen und bin zunehmend zum Fan geworden. Ein Grund dafür ist, dass sie – im Gegensatz zu vielen Acts, die irgendwann nur noch drei, vier Songs in verschiedenen Variationen spielen oder komplett in Gefühligkeit ertrinken – immer unerwartet war. Ich mag nicht jeden ihrer Releases gleichermaßen, aber die meisten sind mehr als toll und ich habe den leisen Verdacht, dass „Non Fiction“ ihr Meisterwerk werden könnte (ich freue mich jedenfalls auf kein Album, das dieses Jahr noch erscheint, mehr). In eine Komposition das Thema von Debussys „Reverie“ einzuflechten, ist jedenfalls bereits durch und durch traumhaft.
Das Album enstand mit einem 45-köpfigen Orchester in den Abbey Road Studios und ich habe den Eindruck, dass sie das, was sie auf „Inner symphonies“ formal im Duet versucht hat, nun formvollendet. Im Pressetext steht, dass die Stücke „teilweise als Reaktion auf die Entdeckung der Kompositionen, des jungen Musikwunderkindes, Josima Feldschuh, die während der Schrecken des Zweiten Weltkriegs im Warschauer Ghetto entstanden sind. Bewegt von der Geschichte des jungen Mädchens, beschloss Rani, sie durch die Linse der aktuellen Schreckenssituationen in der Ukraine und im Gazastreifen zu betrachten und zu untersuchen, wie wir diese durch moderne Medien wahrnehmen.“
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Werbungdanke für den hinweis, wird aber wohl nur auf cd veröffentlicht, was ich sehr bedauerlich finde. allerdings gibt die vö aber hoffnung auf ein konzert in der elphi nächstes jahr, was dann für mich ein pflichttermin sein wird. hoffe natürlich auch darauf, dass die dg das album auch auf lp veröffentlichen wird…..deine einschätzung zu rani schätze ich, sie ist zweifelsohne eine der interessantesten piani spielenden menschen überhaupt, ob nun modern classic oder auch im jazz…..🖤🖤🖤🖤🖤
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!--
Hold on Magnolia to that great highway moonhatte es inzwischen auch gesehen, allerdings erst im 2. anlauf auf der dg website…., habe bei jpc angefragt ob sie es auch als lp ins programm bekommen, als rs abonnementler ja mit rabatt….auf jeden fall ein grund zur vorfreude, habe alle ihre scheiben und verfolge sie schon seit esra sehr wohlwollend….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!lotterlotta […]habe alle ihre scheiben und verfolge sie schon seit esra sehr wohlwollend….
Sehr schön!
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Hold on Magnolia to that great highway moonSicher neben „Inner symphonies“ ihr bestes Werk und in jedem Fall ihr ambitioniertestes und reichhaltigstes bis zum heutigen Tage. Die Debussy Referenz an „Reverie“ kommt sicher nicht von ungefähr, das Wesen seiner Kunst reicht hier von den warmen Klaviermotiven bishin zu „Prélude à l’après-midi d’un faune“. Ich fühle mich aber bisweilen auch an Alice Coltranes „Lord of lords“ erinnert und in den weniger klassischen Momenten könnte man ganze Sequenzen aus dem Werk entnehmen und in Julia Holters „Aviary“ einfügen.
Absolutes Must-have.
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Hold on Magnolia to that great highway moon….doch doch, ich hab es schon gehört! mit dem ambitioniertestem werk hast du nicht ganz unrecht, es ist neben ihren scheiben mit dobrawa czocher das klassischste, in wenigen passagen ist es mir zu überfrachtet(seite eins im zweiten stück), seine stärksten momente hat es in den ruhigen passagen, wenn die streicher dezent ihrem spiel hinzutreten. da sind wir dann bei meinem problem mit der pressung auf seite 2! die ist nicht sauber, leise knackser in der ersten hälfte und auch einmal eine verzerrung, da ist die pressung nicht dem namen des presswerks gerecht geworden. deinem must have würde ich nicht wiedersprechen, wundervolle musik….
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Hat Zappa und Bob Marley noch live erlebt!irrlichtNoch niemand?

@atom @napoleon-dynamite @lotterlottaIch hatte noch keine Gelegenheit.
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Hey man, why don't we make a tune... just playin' the melody, not play the solos...atom Ich hatte noch keine Gelegenheit.
Alles klar!
lotterlotta….doch doch, ich hab es schon gehört! mit dem ambitioniertestem werk hast du nicht ganz unrecht, es ist neben ihren scheiben mit dobrawa czocher das klassischste, in wenigen passagen ist es mir zu überfrachtet(seite eins im zweiten stück), seine stärksten momente hat es in den ruhigen passagen, wenn die streicher dezent ihrem spiel hinzutreten.
Schön, dass Dir das Album, trotz magerer Pressung, dennoch so gut gefällt. Es gibt Passagen im zweiten der vier Teile, die auf jeden Fall aufbrausender sind, mich stört das allerdings weniger. Wenn Hania Rani eine Schwäche hat, dann, dass auf manchen ihrer Alben eher zu wenig passiert und die Tracks kaum noch zu unterscheiden sind (ganz prominentes Beispiel: „On Giacometti“). Gerade die Variabilität und Dichte des Werkes mag ich besonders. Bin gespannt, wie es sich bei Dir entwickelt.
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Hold on Magnolia to that great highway moonDas Werk habe ich nicht gehört, aber vor ein paar Tagen tauchte Hania Rani in einem der von mir abonnierten YouTube-Kanäle auf. Sie spielte dort unter anderem den ersten Abschnitt ihres Klavierkonzerts in einer Version für Solo-Klavier. Mehrere Kommentatoren mussten dabei an den „Pyramid Song“ von Radiohead denken – das finde ich einleuchtend:
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To Hell with PovertyHatte ich bislang nicht als Assoziation, aber jetzt wo Du es schreibst – sehr naheliegend. Zumal Hania auch schon Mal angegeben hat, dass sie von Radiohead beeinflusst ist.
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Hold on Magnolia to that great highway moonIn ihren zwei größten reinen Klavierkompositionen schwingt natürlich auch sehr viel Philip Glass mit. Der Einfluss ist aber auch gar nicht zu überhören.
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Hold on Magnolia to that great highway moon -
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