Startseite › Foren › Die Tonträger: Aktuell und Antiquariat › Aktuelle Platten › Feist – The Reminder
-
AutorBeiträge
-
@ Chocolate:
Man konnte lesen, dass das Album in einem Landhaus in Frankreich aufgenommen wurde. So wie ich mir das vorstelle, klingt es auch: Alle Musiker im Wohnzimmer, sozusagen live im Studio – weder räumlich getrennt durch Aufnahmekabinen noch zeitlich durch Mehrspuraufnahmen. So wird Musik lebendig. Die Interaktion zwischen den Musikern, die Beschwingtheit, die gegenseitige Ermunterung, und, wer weiß, Inspiration durch die Umgebung, kann ich wahrnehmen.
Zugleich spielt die Band sehr zurückgenommen, keinen Ton zuviel. Die Musik kann dadurch atmen, hat Freiraum zur Entfaltung, wird nicht erstickt oder erdrückt. Meist trägt nur ein Instrument die Stimme: Klavier, Gitarre, einmal sogar nur Klatschen.
Die Arrangements lassen genug Raum für Feists Stimme. So soll es sein: Die menschliche Stimme als das zentrale Instrument, hinter das die anderen zurücktreten, wörtlich verstanden als Begleitung.
Der organische Entstehungsprozess und die natürliche Anordnung machen dieses Album für mich so gut. Das ist aber noch nicht alles: Feist fallen – anders als Tori Amos, die hier schon genannt wurde, oder Rufus Wainwright, über den wir an anderer Stelle schon diskutiert haben – brauchbare Songs ein – ohne die wäre alles nichts.
--
„Weniger, aber besser.“ D. RamsHighlights von Rolling-Stone.de„The Last Waltz“: So viel Harmonie war nie wieder
Kylie Minogue im Interview: Mit „Golden“ ein Trauma überwinden
Kiefer Sutherland: „Ich liebe Rock’n’Roll – aber ich wollte Geschichten erzählen“
Wie die Beatles mit „I Want To Hold Your Hand“ Amerika eroberten
Amazon Prime Video: Die wichtigsten Neuerscheinungen im November
Neu auf Disney+: Die Film- und Serien-Highlights im November
WerbungDie Musik auf diesem Album hat sicherlich genug Luft zum Atmen, lebt von der zurückgenommenen, sanften Atmosphäre genauso wie von der Stimme. Umgekehrt höre ich die ganz großen Songs einfach nicht, welche dem Album Spannung verleihen könnten, die es benötigen würde, um zu einem herausragenden Album zu werden. Was ihm fehlt, sind meiner Ansicht nach nicht abwechslungsreichere, sondern bessere Songs (obwohl es einige wirklich gute Lieder enthält, bspw. So Sorry, My Moon oder 1234). Es langweilt mich allerdings auch nicht, wie so manche anderen hier. Ich sehe „The Reminder“ eher als angenehme Late-Night-Musik, etwas verträumt, sanft dahinfließend, aber nie unangenehm eintönig, denn die Musik und der Gesang bieten genug Details, um mein Interesse am Leben zu erhalten.
***
--
Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.@ Nail:
Ich wollte meinen Post nicht als Lobeshymne verstanden wissen, sondern als Ergänzung zu einem früheren Post, die ich auf Anfrage die Freude hatte, anfertigen zu dürfen.
Herausragend würde ich auch nicht sagen, aber besser als ***. Dein Text klingt nach mehr, übrigens. Hier: ****
--
„Weniger, aber besser.“ D. RamsKai Bargmann@ Nail:
Ich wollte meinen Post nicht als Lobeshymne verstanden wissen, sondern als Ergänzung zu einem früheren Post, die ich auf Anfrage die Freude hatte, anfertigen zu dürfen.
Herausragend würde ich auch nicht sagen, aber besser als ***. Dein Text klingt nach mehr, übrigens. Hier: ****
Alles klar. Mein Post war auch keine Antwort auf Deinen, ich las ihn nur gerade als ich etwas zum Album schreiben wollte.
Nach meinen neuen strengen Bewertungsmaßstäben (die von Listen inspiriert wurden, auf denen 3/4 der Alben **** und besser erhalten) ist *** übrigens gar nicht schlecht. Es bedeutet „insgesamt gelungenes, in Teilen jedoch misslungenes Werk“.
--
Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.Kai Bargmann@ Chocolate:
Man konnte lesen, dass das Album in einem Landhaus in Frankreich aufgenommen wurde. So wie ich mir das vorstelle, klingt es auch: Alle Musiker im Wohnzimmer, sozusagen live im Studio – weder räumlich getrennt durch Aufnahmekabinen noch zeitlich durch Mehrspuraufnahmen. So wird Musik lebendig. Die Interaktion zwischen den Musikern, die Beschwingtheit, die gegenseitige Ermunterung, und, wer weiß, Inspiration durch die Umgebung, kann ich wahrnehmen.
Zugleich spielt die Band sehr zurückgenommen, keinen Ton zuviel. Die Musik kann dadurch atmen, hat Freiraum zur Entfaltung, wird nicht erstickt oder erdrückt. Meist trägt nur ein Instrument die Stimme: Klavier, Gitarre, einmal sogar nur Klatschen.
Die Arrangements lassen genug Raum für Feists Stimme. So soll es sein: Die menschliche Stimme als das zentrale Instrument, hinter das die anderen zurücktreten, wörtlich verstanden als Begleitung.
Der organische Entstehungsprozess und die natürliche Anordnung machen dieses Album für mich so gut. Das ist aber noch nicht alles: Feist fallen – anders als Tori Amos, die hier schon genannt wurde, oder Rufus Wainwright, über den wir an anderer Stelle schon diskutiert haben – brauchbare Songs ein – ohne die wäre alles nichts.
Das ist sehr genau das was mir zuvor gefehlt hat. Jetzt ist es greifbar, hiermit kann ich tatsächlich was anfangen. (Mal schaun was wird :-). Danke.)
--
@ Chocolate:
Freut mich, wenn’s klarer geworden ist, vor allem, wenn es dazu beiträgt, Frau Amos im Vergleich noch mal zu überprüfen.
--
„Weniger, aber besser.“ D. RamsHm…
--
Sind 1, 2, 3 oder 4 (aber nicht unbedingt dieses Lied) richtig gelungene Sachen darauf. Richtig packend: My Moon, My Man.
--
-
Schlagwörter: Feist
Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.