Startseite › Foren › Das Konzert-Forum: Wann, wer und wie › Und so war es dann › Low – Hamburg, Westwerk 14.04.
-
AutorBeiträge
-
Was war das denn? Hatte mich echt gefreut, nach der neuen Scheibe und nach dem letzten Besuch der Band wieder mal Low live erleben zu dürfen und musikalisch war auch nix auszusetzen, aber der ganze Abend war total strange, weil der Sänger Alan Sparhawk total den psycho-Eindruck gemacht hatte. Keine Ahnung was da passiert ist, ich hatte aber den Eindruck, der gute hatte entweder die falschen Pillen geschluckt oder kurz vor Konzertbegin erfahren, dass seine Frau ein Verhältnis mit dem Busfahrer hat.
Irgendwie musste man permanent Angst haben, das entweder das Konzert sofort abgebrochen wird, einem die Gitarre um die Ohren fliegt oder Mimmy vor den Augen des Publikums verdroschen wird.
Hoffe, die Band hat sich jetzt nicht über nacht aufgelöst, denn ich warte gespannt auf die Veröffentlichung des neuen Songs Dragonflies…
An der Mucke und der 1 1/2 stündigen Songauswahl ist nix zu rütteln, aber man hat den Saal irgendwie verstört verlassen…--
Did you ever have one of these days, where you love the town you live in?Highlights von Rolling-Stone.deVideo: Tagesthemen berichtet 1994 über den Tod von Kurt Cobain
Wie schön, dass du geboren bist: Die 50 besten Geburtstagslieder
Neu auf Disney+: Die Film- und Serien-Highlights im April
Amazon Prime Video: Die wichtigsten Neuerscheinungen im April
Netflix: Das sind die besten Netflix-Serien aller Zeiten
Neu auf Netflix: Die wichtigsten Filme im April 2025
WerbungDas ging schon sehr frustig los, als Sparhawk sich bei Konzertbeginn über den „german engineer“ verächtlich äußerte und drei Einsätze brauchte, um überhaupt zu starten. Seinen Frust liess er dann im dritten Song (war das „Everybody`Song“ oder „California“?) raus, als er den letzten Gitarrenpart mit seinem Gesicht spielte und dann am Kinn blutete.
Ähnlich seltsam auch der Zugabenblock. Bei der zweiten Zugabe sang er ein Stück nur skizzenhaft an und liess die Band konsterniert auf der Bühne zurück. Als dann die Rausschmeiß-Musik schon längst lief und ein Teil der Leute schon gegangen war, kam die Band nochmal raus, und Sparhawk wollte es nochmal in die volle Extase treiben. Mimmy, seine Frau, zweite Stimme und (im Stehen spielende) Drummerin hatte aber scheinbar nicht den Drive, den er erwartete. So haute er mit dem Gitarrenhals auf ihr Becken (also das der Drums) ein, dass einem Angst und Bange wurde. Man hatte während des gesamten Abends das Gefühl, dass es in ihm überkochte und die beiden anderen Bandmitglieder Angst vor ihm hatten und die Situation komplett eskalieren könnte.
Musikalisch war es aber großartig und gefiel mir noch besser als das letzte Konzert der Band im Knust. Gerade der Kontrast zwischen den oft recht dreckig klingenden neuen und den spannungsvollen, aber eher ruhigen alten Sachen machte den Reiz des Abends aus.
--
Wake up! It`s t-shirt weather.
AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
Klingt nach einem sehr interessanten Abend…quasi legendär! ;)
Wenn ich die Band noch kennen würde, hätte ich einen tieferen Einblick. :)
--
@ wow_ee
wenn du mir garantieren kannst, dass man ähnliches vom kölner konzert am samstag berichten kann, überlege ich es mir vielleicht nochmal.--
dagobert@ wow_ee
wenn du mir garantieren kannst, dass man ähnliches vom kölner konzert am samstag berichten kann, überlege ich es mir vielleicht nochmal.Ich hab gerade mit Sparhawk telefoniert und ihn beleidigt. Dann habe ich erzählt, dass der selbe Mischpultchef auch in Köln anwesend sein wird. Reicht das, dagobert?
Ganz ehrlich, ich wünsche mir, dass sie nicht so auftreten. Eher dem Klang der ersten 4 Alben entsprechend.
Danke für den Bericht!--
wowee zowee
Ganz ehrlich, ich wünsche mir, dass sie nicht so auftreten.Ich denke, dass war gestern ein Ausrutscher. Ich habe mit Buxfix schon gerätselt, ob es am Westwerk liegen könnte. Mark Eitzel hat ja das letzte Mal dort auch verärgert die Bühne verlassen.
--
Wake up! It`s t-shirt weather.observerMark Eitzel hat ja das letzte Mal dort auch verärgert die Bühne verlassen.
Einfach aufgehört? Was ist denn am Westwerk so schlecht?
(Ich werde berichten.)--
observerSo haute er mit dem Gitarrenhals auf ihr Becken (also das der Drums) ein, dass einem Angst und Bange wurde.
Gut dass Du das dazu geschrieben hast. Ich habe beim Lesen tatsächlich gestutzt.
--
wowee zoweeEinfach aufgehört? Was ist denn am Westwerk so schlecht?
Die Vermutung war nicht so ganz ernst gemeint, obwohl… Der Backstage-Bereich ist im Keller und beim Rein- und Rausgehen stoßen sich alle immer den Kopf an einem unmöglich angebrachten Eisengeländer.
Ansonsten finde ich den Club eigentlich ganz okay. Dort finden aber recht selten Konzerte statt.Mark Eitzel wurde während des Konzerts zunehmend verstimmter, regte sich über einen penetranten Fotografen auf und ging irgendwann beim Ende eines Titels recht unvermittelt von der Bühne. Die Band wusste auch nicht so recht, was sie davon halten sollte. Ich glaub, es gab noch eine etwas unmotivierte Zugabe.
--
Wake up! It`s t-shirt weather.Viel gibt es zu dem gestrigen Konzert-Abend im Kölner Gebäude 9 nicht zu sagen. Es war ein Durchschnittskonzert, dass letztlich viel zu früh endete und Fragen offen ließ. Die Stimmung war zwar nicht aggressiv, wie bei euch in Hamburg, doch waren Low, eigentlich nur Sänger und Gitarrist Alan Sparhawk, ziemlich verwirrt und wußte nie so recht, was er als nächstes spielen sollte, mit was oder wem er spielen sollte und ob er überhaupt noch mal Lust hatte etwas zu spielen. Die Interaktion untereinander stimmte auch nicht wirklich und man konnte schön sehen, wie Mimi Parker, Ehefrau und Drummerin, immer wieder die Augen rollte.
Vielleicht erstmal ein paar Worte zur Vorband Kid Dakota. Zwei Leute, ein Percussionist und ein Gitarrist, der auch die Gesangparts übernahm. Im Scheinwerferlicht stand allerdings der Percussionist, der zwar ein Selbstdarsteller per excellence war, aber sein Handwerk mehr als eindrucksvoll beherrschte, und auf diesem kleinen Persussion/Drum-Set mehr rausholte, auch durch ständige Becken-Wechsel, als mancher Death-Metal-Drummer. Vielleicht ein insgesamt härtere Version von Low, mit ständigen Rhytmikwechseln und Melodienwechseln.
Dann kamen Low. Die ersten vier, fünf Songs von den ersten 3 Alben wurden im grellen Scheinwerferlicht, dass wirklich nicht zu Low passt und Missstimmungen verursachte, schnell runtergerasselt. Langeweile kam auf, zumindest bei mir.
Mit „Silver Rider“ vom neuen Album „The Great Destroyer“, gingen dann zum ersten Male an diesem Abend die Lichter aus und es kam zu der Atmosphäre, die ich mir bei einem Low-Konzert wünsche: hypnotisch, magisch.
Leider hielt diese Atmosphäre nicht allzu lange, nicht nur weil die Band bereits nach 45 Minuten die Bühne verließ, sondern weil Sparhawk nicht recht wußte was er tun sollte und die Pausen zwischen den Songs immer länger wurden.
Bereits bei der ersten Zugabe konnte man sich, was den Eindruck der „Orientierungslosigkeit“ verstärkte, Songs wünschen. Irgendeine gute Seele brüllte „Prisoner“, was zwar kurz aber wunderschön aufgeführt wurde und das neben einer viel einnehmenderen Version von „Monkey“ zu meinen Highlights bzw. Low-lights gehörte.
Der letzte Eindruck: Die zweite Zugabe. Low spielten einen Song (der mir unbekannt war). Sparhawk verabschiedet sich, will gehen, geht ein paar Meter, kommt zurück, greift zur Gitarre, spielt weiter, dann ist Schluß. Fragezeichen.--
Oh je, und ich fragte mich vorgestern abend, ob es nicht schade ist, das Konzert gerade zu verpassen. Wohl nicht.
--
If you try acting sad, you'll only make me glad.Sebastian FrankOh je, und ich fragte mich vorgestern abend, ob es nicht schade ist, das Konzert gerade zu verpassen. Wohl nicht.
Also die Songs an sich waren ja auch sehr schön und zum Ende hin habe ich mir auch gewünscht, dass sie noch eine Stunde weiterspielen. Aber trotzdem bleibt eher der Eindruck eines fragwürdigen Konzerts.
--
Na ja, 45 Minuten Spielzeit sprechen schon eine klare Sprache. Und davon wohl 10 Minuten Songpausen?
--
If you try acting sad, you'll only make me glad.Sebastian FrankNa ja, 45 Minuten Spielzeit sprechen schon eine klare Sprache. Und davon wohl 10 Minuten Songpausen?
Mit Zugaben waren es wohl 1 Stunden 20 Minuten. Ohne Pausen..ich will’s gar nicht wissen. Aber wie gesagt, sie beherrschen ihre Instrumente und Stimmen.
--
Es macht den Eindruck, dass sie momentan in einer dicken Krise stecken.
--
Wake up! It`s t-shirt weather. -
Du musst angemeldet sein, um auf dieses Thema antworten zu können.