Twang! Records

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  • #5601965  | PERMALINK

    weilstein

    Registriert seit: 10.10.2002

    Beiträge: 11,095

    Sehr schön und sehr interessant, Mike! Freue mich auf den nächsten Teil.

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    Highlights von Rolling-Stone.de
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    #5601967  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

    Beiträge: 35,540

    Ich auch!

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    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #5601969  | PERMALINK

    man-in-black

    Registriert seit: 12.06.2011

    Beiträge: 1,515

    Danke! Ich freue mich auf die Fortsetzung.

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    #5601971  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    The Story of Twang! Records – Part Two

    Wir sind im Herbst 1991. Drei 7“ EPs erschienen im Oktober gleichzeitig auf Twang! Die erste davon, die legendäre „Fresh’n’Fizzy“ EP der Lemonbabies, wurde ja schon im ersten Teil der Twang! Story vorgestellt. Neben der ebenfalls bereits erwähnten Tour mit The What…For! gab es eine Record Release Party auf der „Insel der Jugend“ in Treptow. Eine schon zu DDR Zeiten beliebte Spielstätte, die – allerdings in etwas veränderter Form – noch heute existiert. Dort auf der Insel, die übrigens tatsächlich eine Insel in der Spree ist, spielten also alle drei Bands, The Beat Godivas, The What…For! und The Lemonbabies. Es war voll, es war chaotisch, und es hat sehr viel Spaß gemacht!

    01. Music And Audience – The Beat Godivas
    (D, 1991)
    „You Know What Hot Means…” war der Obertitel der Beat Godivas EP, die trotz ihres Namens am wenigsten mit Beat Musik im Sixties Sinn zu tun hatten. Einflüsse waren eher Green On Red, R.E.M., The Walkabouts und diverse andere US College Rock Bands. Die Jungs waren damals gerade mit der Schule fertig. Ursprünglich hatten sie eine Leadsängerin, die ihnen allerdings sehr schnell von George Glück und seiner Firma ausgespannt wurde. Als Lucilectric sang sie dann „Weil ich ein Mädchen bin“, mit Erfolg wie wir wissen. The Beat Godivas begegnen uns später noch mal.

    02. Out In The Rain – The What…For! (D, 1991)
    Berlins, wenn nicht sogar Deutschlands, beste Neo-Sixties Band nahm diese EP in etwas veränderter Besetzung auf als noch die LP zwei Jahre zuvor. Aber am authentischen Beat der Band hatte sich kaum etwas geändert. Neben zwei eigenen Kompositionen („Out In The Rain“ ist eine davon) erschienen zwei Cover auf der EP: „Rotkarierte Petersilie“ von den Rainbows und „Say Alright“ von den Rattles im Original. Die EP hatte eine Auflage von 1000 Stück, die Hälfte davon wurde in weißes Vinyl gepresst.

    03. Right Now – The Choice (D, 1992)
    The Choice waren eine Göttinger Band. Mastermind und Toningenieur sowie Produzent der Gruppe war ein gewisser Tom Spötter, der in Göttingen ein Tonstudio betrieb. Die LP der Band auf Twang! kam durch Vermittlung und Sponsoring eines Stammkunden der Twang-Tone Vinylwarenhandlung zustande. Live wirkte die Kapelle eher wie eine typische Schweinerock Band. So trug der Sänger z.B. Muscle Shirt und Skinhead Frisur, Tom selbst am Bass sowie Gitarrist und Organist trugen Phantasieuniformen aus dem Kostümverleih. Einzig der Drummer wirkte wie ein richtiger Mod. The Choice spielten einige Klassiker wie „Hawaii 5-0“, „Glendora“, „I’m Not Like Everybody Else“ u.a., aber auch das damals noch kaum bekannte „She Just Satisfies“, Jimmy Pages erste Single aus dem Jahr 1965. Ein paar eigene Kompositionen wie „Right Now“ waren auch dabei. Die LP hieß „It’s Time To Make The Choice Right Now!” und war bei einer Auflage von nur 500 Stück sehr schnell vergriffen.

    04. On A Sunny Day In May – The Crow (D, 1992)
    Noch eine Band, die ich durch den Laden Twang-Tone kennenlernte. Sänger und Gitarrist Reverend Schulzz sowie der Leadgitarrist Andi Kerl aus Hanau standen eines Tages vor meinem Tresen und wollten nicht weichen, bis ich ihr Demotape gehört hatte. Meine Konditionen, die Band trägt alle Kosten selbst, schreckten sie nicht. Und so erschien im Frühjahr 1992 erst die LP „Combat Folk Songs“ und im Herbst dann auch die CD Version. Die Band war recht professionell. Allerdings wirkte sie auf mich immer auch ein wenig wie eine Mucker-Band. Besonders die beiden Rhythmus Leute spielten wohl auch sonst viel als Studiomusiker für jeden, der bezahlte, was ja an sich nichts Ehrenrühriges ist. Wie auch immer, die Songs von Rev. Schulzz sind überwiegend richtig gut. U.a. Alan Bangs und Stefanie Tücking spielten die Platte mehrfach in ihren Sendungen damals.

    05. Auch wenn es manchmal nicht so scheint – Die Tanzenden Herzen (D, 1992)
    „Ultra!“ war das zweite Album der Tanzenden Herzen aus Berlin. Ein Trio unter der Leitung von Klaus Mertens, der auch alle Texte schrieb. Musikalisch stark von Paul Weller, lyrisch eher von Bernd Begemann inspiriert. Auch wenn der CD (ja, nur CD) leider kein großer Erfolg beschieden war, sie gehört immer noch zu den besten deutschsprachigen Platten der letzten 25 Jahre. Die Band gibt es schon lange nicht mehr, aber es gibt immer noch Dunkelrot, so weit ich weiß. Von der CD sind noch ein paar wenige Exemplare übrig.

    06. Down On My Knees – The Hawks (D, 1992)
    The Hawks waren die große Konkurrenz der What…For! in Berlin in den frühen 1990er Jahren. Auch sie waren stark Sixties orientiert. Allerdings war das große Vorbild ihres Sängers Jan der junge Jim Morrison. Und auch sonst waren The Hawks weniger am Beat und R&B der Pretty Things und Downliner’s Sect geschult wie The What…For! sondern eher an eben The Doors oder auch den ganz frühen Deep Purple oder Spooky Tooth. The Hawks tourten auch durch Frankreich und Spanien damals, wo ihnen die Fans regelrecht zu Füßen lagen, denn die Band hatte eine wirklich überzeugende Bühnenpräsenz und bestand aus erstklassigen Musikern. LP und CD sind restlos ausverkauft.

    07. Shake It Up – Loose Trigger (D, 1992)
    „Against The Wind And Tide“ hieß das Album der Berliner Band Loose Trigger, das auch nur als CD erschien zeitgleich mit den Alben der Hawks und der Tanzenden Herzen. Und ebenso wie jene von der Band ganz allein finanziert. Das war meine Bedingung nach der Pleite mit The High Jinks. Leider segelten Loose Trigger mit ihrer Scheibe auch gegen Wind und Zeit. Ihr live immer mit viel Aplomb und Druck vorgetragener (Hard) Rock kam im Studio irgendwie nicht recht zur Geltung. Und die oft recht klischeehaften Lyrics halfen da auch nicht weiter. Die Band löste sich desillusioniert relativ bald auf.

    08. Downtown Park – The Candy Dates
    (D, 1992)
    The Candy Dates kamen geschlossen aus Göttingen nach Berlin zum Studieren so Ende der 1980er Jahre. In Göttingen hatten sie noch unter dem Namen Artpop eine 7“ EP veröffentlicht. Musikalisch standen sie ganz in der C86 und Twee Pop Tradition britischer Indie Bands, obwohl sie auch Peter Perrett und The Only Ones oder die kalifornischen Three O’Clock als Referenzen angaben in Interviews. Das Album „Yep!“ erschien als LP und CD. Von letzterer gibt es noch welche. Zwei der Jungs waren später Mitbegründer der Band Viktoriapark, die es im Prinzip immer noch gibt. Der Drummer spielt heute u.a. bei The Groovy Cellar und ist im Übrigen gemeinsam mit anderen ehemaligen Twang! Recording Artists Musikanwalt hier in Berlin.

    09. Sandra – The Kliek
    (NL 1992)
    The Kliek waren eine der führenden Neo-Sixties Bands in Holland in den frühen 1990er Jahren. Sie veröffentlichten eine hervorragende an The Kinks erinnernde LP auf ihrem Label Grabo Records. In Berlin spielten sie oft damals. Und durch Vermittlung des Twang-Tone Mitarbeiters Axel K. kam es zu einer 7“ 45 als Co-Release von Grabo und Twang!

    10. My Girlfriend Is A Terrorist – Pierre Le Fou (D, 1993)
    Pierre Le Fou ist natürlich ein Künstlername. Dahinter verbirgt sich der heutige Bassist von The Groovy Cellar, der früher mal bei The Angry Flowers (Exile recording artists) spielte und wie The Candy Dates aus Göttingen nach Berlin kam. Musikalisch wurzelt der frankophile Englisch Lehrer aus Berlin Schöneberg ebenso im Twee Pop und Shoegazertum. Er wollte damals unbedingt eine CD Single im Pappschuber. Nun ja, des Menschen Wille ist sein Himmelreich. Verkauft wurden trotzdem alle 500 Stück.

    11. Sideburns – The Beat Godivas (D 1993)
    Auch die zweite Beat Godivas Veröffentlichung auf Twang! war eine CD EP im Digipak. Drei eigene Songs, die sehr schön die musikalische Spannbreite der Band zwischen melodieverliebtem Lärm und countryfizierter Lässigkeit wiedergeben. Dazu ein tolles Cover von Grant Harts „2541“. The Beat Godivas veröffentlichten noch ein wirklich gutes Album auf dem Hamburger Label Strange Ways. Dann verlies der eine Gitarrist die Band Richtung Kalifornien, wo er heute als Wissenschaftler arbeitet. Die anderen gründeten Familien und/oder nahmen ihren Beruf wieder etwas ernster. Hobby Musiker sind sie aber alle noch mehr oder weniger.

    12. Out Of Town – John F. Kennedy (AUS, 1993)
    Ja, der Mann heißt wirklich so. Geboren in England, aufgewachsen in Brisbane und Sydney (Australien), wo er auch seine musikalische Karriere begann und in verschiedenen Konstellationen diverse Singles veröffentlichte. Ende der 1980er Jahre kam John anlässlich der Berlin Independence Days nach Berlin und blieb fünf Jahre. Die Aufnahmen zum Album „Fiction Facing Facts“, aus dem dieser Track hier stammt, entstanden noch in Australien. Urban and Western nennt John seinen Stil. Das Album erschien nur als CD.

    13. Blue Bicycle – The Petals (USA, 1993)
    Das war die erste Single des Twang! Singles Club oder der „Seven Inch Forty-Five Appreciation Society“, wie es offiziell hieß. Man konnte Mitglied werden, indem man mindestens vier Singles im voraus bezahlte und so quasi ein Abonnement abschloss. Als Gegenleistung bekam man jede Single noch vor offizieller VÖ und mit einer extra Beilage, die bei den frei verkäuflichen Exemplaren fehlte. Rund 140 Club Mitglieder konnten auf diese Art gewonnen werden. The Petals waren eine echte Hippie Combo aus Wisconsin (USA), auf die ich auch wieder durch den Twang-Tone Laden und Mail Order aufmerksam geworden war. Das Cover zur Single hatte ich dieses Mal ganz allein entworfen und gestaltet. Alle 1000 Stück wurden verkauft. Von The Petals gibt es weitere Platten auf ihrem eigenen Label November Rain.

    14. Dead End Street – The Heartbeats (D, 1993)
    Als Schülerband Mitte der 1980er Jahre gestartet waren The Heartbeats aus München. Ich kannte die Band von diversen Demotapes sowie Gigs in München oder Berlin. Zu einer engeren Zusammenarbeit kam es dann aber erst im Rahmen des Singles Clubs. In den 80er Jahren galt die Band in der lokalen Szene als die Münchener Beatles. Die frühen Beatles sollte man vielleicht dazu sagen. „Dead End Street“ (nein, kein Kinks Cover) klingt dennoch eher nach Animals oder Stones. Auf der Flipside gab es übrigens ein Dylan Cover „Seven Days“.

    15. She Brings The Rain – The Grip Weeds (USA, 1993)
    Ein Demotape der Grip Weeds aus New Jersey bekam ich seinerzeit von Ritchie (Screaming Apple Records), dem die Musik zwar gefiel, der sie aber aus Image Gründen nicht veröffentlichen wollte. Ich war sofort total begeistert und nahm Kontakt auf zur Band. Es entwickelte sich eine langjährige Zusammenarbeit und fast schon Freundschaft, die bis heute besteht. Die Single „She Brings The Rain“ wurde noch von der ersten Besetzung der Band eingespielt, die aus den Brüdern Kurt und Rick Reill sowie Tim Mesko und Mick Hargrave bestand. Der Bandname geht zurück auf Richard Lesters Film „How I Won The War“ und den Private Grip Weed, gespielt von John Lennon. „She Brings The Rain“ gehört nicht nur zu den besten Platten auf Twang!, es ist auch eine der Singles des Jahres und des Jahrzehnts nach meiner Ansicht. Erstaunlicherweise gibt es noch Exemplare.

    16. By The Light Of Day – John Kennedy & The Honeymooners (D, 1993)
    Ende 1993 verließ John Kennedy Berlin wieder, um mit seiner Frau, die er hier kennen gelernt hatte, nach Hong-Kong zu ziehen und dort als Architekt (sein erlernter Beruf) zu arbeiten. Dies hier war quasi sein Abschiedsgeschenk an seine Berliner Fans. Heute lebt John mit seiner Familie wieder in Australien. Von der 7“, deren Cover übrigens ein echtes Bandfoto (kein Druck) ziert, gibt es noch wenige Exemplare.

    17. Part Three – The Lemonbabies (D, 1993)
    1993 hatten die Lemonbabies einen Vertrag bei Sony unterschrieben. Ich blieb weiterhin ihr Manager und so eine Art Band-Papa. In den Verhandlungen mit Sony wurde u.a. festgelegt, dass Vinyl, sofern Sony selbst keines veröffentlicht, auf Twang! erscheinen darf bis zu einer bestimmten Auflage. Die erste Single der Mädels beim Majorlabel war eine neue a capella Version von „Maybe Someday“, das ja bereits mit Instrumentalbegleitung auf der EP „Fresh’n’Fizzy“ erschienen war. Die Vinylausgabe auf Twang! erschien in zwei verschiedenen Versionen. Einmal als normale schwarze Single mit Standard Twang! Label und einmal in gelbem Vinyl und mit einem extra Foto Label der Band. Jeweils 500 Stück, die längst vergriffen sind. Die B-Seite der Twang! Single war ein Track, der noch aus alten Studio Sessions „übrig“ war. Ein Song, der von der ersten Bassistin der Band Kaja geschrieben und gesungen wurde. „Part Three“ war ursprünglich nur ein interner Arbeitstitel, doch dabei blieb es dann.

    18. Wonderin’ How – The Lemonbabies
    (D, 1994)
    „Poeck It!“ hieß das erste (mini) Album der Lemonbabies. Der Titel ein Wort aus der Lemonbabies Sprache, das sich nicht wirklich übersetzen lässt. Aufgenommen wurde im Vielklang Studio in Berlin. Produzent war Micki Meuser, den man vielleicht noch als Bassisten der Ina Deter Band und aus anderen ndW Zusammenhängen kennt. Jedenfalls brachte er ausreichend Geduld und pädagogisches Geschick mit. Das war bei der immer noch sehr jungen giggelnden Mädchen Combo auch dringend nötig. Die Aufnahmen des Albums sind zwar nicht mehr ganz so chaotisch und auf faszinierende Weise schräg wie die ganz frühen Sachen, aber doch noch ungestüm charmant genug. Die Platte erschien als CD auf Dragnet und als 10“ Vinyl auf Twang! in einer Auflage von 1000 Stück (schwarz) und 500 Stück (gelbes Vinyl). Alle weg!

    19. Don’t Understand – Popnauts (D, 1994)
    Die Popnauts waren ein Trio aus Bonn, das ich auf einer Lemonbabies Tournee als Support Band der Girls kennenlernte. Selten habe ich eine deutsche Band mit derart ausgeprägter Popsensibilität bei gleichzeitig unbekümmerter Punk Attitüde und überbordender Spielfreude erlebt. Neben der Twang! Single gibt es zwei weitere 7“ 45s der Jungs auf einem Bonner Label. Etliche tolle Aufnahmen schlummern noch in der Schublade. Die Band gibt es nicht mehr, ein paar Singles schon noch.

    20. Small Life, Hollow Roads, And Fairy Tales – Fishermen’s Stew (USA, 1994)
    Durch Vermittlung der Grip Weeds, kam ich in Kontakt mit Greg DiGesu, einem Singer/Songwriter aus New York. Seine Band damals hieß Fishermen’s Stew und spielte verschrobenen Folk-Rock-Pop mit Bezügen zu allem möglichen aus der Popgeschichte von Bob Dylan über John Lennon bis zu Charlie Manson. Greg, der seither zweimal in Deutschland und sogar in Finnland war, ist ein ausgesprochen angenehmer Zeitgenosse, den ich inzwischen auch als Freund bezeichnen möchte. Er macht noch immer Musik, seine eigenen Songs mit immer wieder wechselnden Bands. Sehr hörenswert und doch bisher ohne wirklich großen Erfolg. Von der Twang! Single gibt es noch welche.

    Dies hier sind quasi die Liner Notes zur zweiten der vier Compilation CDs, die ich zur Twang! Geschichte zusammengestellt habe.

    Fortsetzung folgt.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #5601973  | PERMALINK

    j-w
    Moderator
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    Sehr interessant.

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    Staring at a grey sky, try to paint it blue - Teenage Blue
    #5601975  | PERMALINK

    latho
    No pretty face

    Registriert seit: 04.05.2003

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    Toll, Mikko! Ich muss mal überlegen, welche Singles ich noch brauche.

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    #5601977  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    The Story of Twang! Records – Part Three

    Inzwischen sind wir im Herbst 1994 angekommen. The Lemonbabies gehen auf ihre erste größere zusammenhängende Tournee durch Deutschland und Österreich. Und The Grip Weeds aus New York begleiten sie als Support, obwohl die Grip Weeds technisch die weit bessere Band sind. Aber sie allein würden halt kein Publikum anziehen. Es kennt sie ja niemand. Vor allem die Brüder Reill, deren Vorfahren aus Dresden stammen, sind von Europa völlig fasziniert und besuchen jedes Museum, jede Kirche, jede Altstadt, jedes Schloss und jede Burg, soweit es die Zeit während der Tournee zulässt. Dass wir an einem Tag durch drei Länder fahren, finden sie auch total abgefahren. Hier in Europa ist alles halt etwas kleiner und enger als in den USA.

    01. Out Of Today – The Grip Weeds (USA, 1994)
    Im Sommer 1994 erschien das Debütalbum der Grip Weeds „House Of Vibes“. Die CD Version auf ihrem eigenen Label Ground Up Records und die LP in blauem Vinyl auf Twang! Die Band bestand inzwischen neben den Brüdern Rick Reill (g, voc) und Kurt Reill (dr, voc) aus Kristin Pinell (g, voc) und Mick Hargreaves (bs, voc). Der Sound der Grip Weeds ist im weitesten Sinn Sixties orientiert. The Left Banke, The Move, The Who u.a. standen Pate. Hier beim Opener der LP geht es allerdings eher im Stil des Spätsiebziger Power Pop zur Sache.

    02. Cry Baby Killer – Cuban Rebel Girls (D, 1994)
    Die erste Single dieses paritätisch besetzten Berliner Quartetts erschien auf Twang! Der Bandname ist einem Tav Falco Song entlehnt. Und damit ist auch die musikalische Richtung klar. Garage Pop und Rock’n’Roll aus den USA, Americana mit Biss. Das Cover der 7“ wurde übrigens von der Band in Handarbeit gefalzt und geklebt, 800 mal. Es sind immer noch ein paar Singles übrig.

    03. Gimme Danger – Rudi Protrudi (USA, 1994)
    Rudi Protrudi muss ich hoffentlich nicht groß vorstellen. Mit The Fuzztones gehörte er zur ersten Generation der Neo Sixties, Neo-Garage Bands in den späten 70s und frühen 80s. Inzwischen lebt Rudi in Berlin und macht fleißig neue Fuzztones Platten mit seiner Lebensgefährtin Lana Loveland und jüngeren Mitmusikern. 1994 lebte er einige Zeit in Holland, wo er auch öfters allein auftrat und akustische Shows spielte. In dieser Zeit nahm er auch eine Reihe Coverversionen allein und nur akustisch auf. Zwei dieser Tracks landeten auf einer limitierten Twang! 7“45. „Gimme Danger“ ist im Original von The Stooges.

    04. You Make Me Feel Younger Than I Am – The Groovy Cellar (D, 1995)
    The Groovy Cellar, benannt nach einer Lokalität im Swinging London der frühen Eighties, sind eine der beständigsten Berliner Gitarrenpop Bands. Dies ist die B-Seite ihrer einzigen Twang! Single. Der Song ist u.a. eine Hommage an die Berliner Neo-Sixties Szene der Achtziger und frühen Neunzigerjahre. Und ehrlich gesagt, es ist eine der besten Veröffentlichungen auf Twang! und des Jahres 1995. Leider fiel ein Teil der Auflage von 1000 Stück einem Wasserschaden in meinem Lager zum Opfer. Aber nicht nur deshalb ist es nun eine der teuersten Twang! Raritäten.

    05. Whore – King Here After (S, 1995)
    Im ersten Moment könnte der Gegensatz zur vorherigen Single nicht größer sein. Aber wenn man genau hinhört, bemerkt man, dass es auch hier eine tolle Melodie und durchaus Pop Appeal gibt. King Here After waren eine schwedische Band aus Uppsala. Stilistisch haben sie sicher mehr mit Clawfinger oder den TSOOL Vorgängern Union Carbide Productions gemeinsam als mit den meisten Twang! Labelmates. Live waren sie hervorragend, und auch ihre vielen unveröffentlichten Studioaufnahmen zeugen von großem Talent und Spielvermögen. Leider ist außer einer 2-Track Promo CD neben der Twang! 7“ nie mehr von ihnen erschienen. Von der Single gibt es noch etliche.

    06. Miracles – Looney Tones (D, 1995)
    Große Beatles und Power Pop Adepten waren diese Jungs aus Berlin, die sich durch viele professionelle Gigs schnell eine gewisse Fan Gemeinde in Berlin und seinem Umland erspielten. Eine 5-Track CD, von der Band selbst finanziert, erschien im Frühjahr 1995 auf Twang! und war aus den genannten Gründen sehr schnell ausverkauft. „Miracles“ wurde auch eine zeitlang häufig in Berlin im Radio gespielt. Die Jungs waren auf einen Major-Deal aus, der aber nicht kam. Also löste sich die Band auf. Auch hier gibt es durchaus hörenswertes unveröffentlichtes Material.

    07. Psychedelic Situation – The Twang All Stars (D, 1995)
    Die Idee zu einer Twang! Compilation in Form einer limitierten Box kam mir im Sommer 1995, weil ich einerseits glaubte, die Zeit sei reif für so etwas. Und andererseits hatte ich viele gute Tracks auf Halde, deren Veröffentlichung als Single etwa zu riskant und kostspielig schien. Also erschien im Herbst 1995 eine Doppel-CD mit insgesamt 44 Tracks unter dem Titel „Tomorrow’s Pebbles Today“. Die CDs waren aber nicht in einem schnöden Jewelcase verpackt, sondern in einer Pappschachtel im 7“ Format mit einem umfangreichen Booklet ebenfalls im Format 18×18 cm sowie einer echten 7“45, die zwei Tracks bot, die eine Twang All Star Band extra für mich und unter meiner Anleitung eingespielt hatte. Einer dieser Tracks ist ein Cover von „Psychedelic Situation“, im Jimmy Curtiss Original immer noch eine meiner liebsten 7“45s aller Zeiten! Die Box wurde von mir handnummeriert bis zur Nummer 444. Den ersten 350 Stück lag auch noch ein T-Shirt mit dem beliebten Twang! Motiv bei. Diese Jubiläumsbox ist natürlich längst vergriffen. Die Aufnahme von „Psychedelic Situation“ hier klingt leider etwas zu brav und dünn, was den technischen Gegebenheiten im Studio damals geschuldet ist. Zum Teil wenigstens.

    08. Beetle Bop – The Weirdo Stompers (D, 1995)
    The Weirdo Stompers sind eine reine Instrumentalband. Gegründet Anfang der 1990er Jahre in Berlin vom Beatitudes und Black Carnations Gründer Sandy Hobbs (a.k.a. Uwe Sandhop) spielt die Band inzwischen in etwas verändertem Line-Up nach wie vor sporadisch live in Berlin. Eine Platte der Weirdo Stompers ist aber bis heute nicht erschienen. Dieser Track hier wurde bereits kurz nach Gründung der Band eingespielt, wie übrigens auch etliche andere, die dem Bandleader für eine Veröffentlichung nicht gut genug sind. Wie alle folgenden Tracks erschien „Beetle Bop“ im Rahmen der Compilation „Tomorrow’s Pebbles Today“.

    09. Ooh, My Head – The Beatitudes
    (D, 1995)
    Das ist eine Aufnahme aus dem Jahr 1984, die es damals nicht auf die Beatitudes EP schaffte. Dabei war der Song eigentlich ein Live Favourite. Und die Band spielte ihn sogar zum Vollplayblack in einer Show des AFN-TV in Berlin im Jahr 1984. Stilecht in schwarz/weiß sieht der Mitschnitt dieses Auftritts aus wie aus American Bandstand oder dem Beat-Club entlehnt. Eigentlich sollte ich mal gelegentlich eine Beatitudes Compilation machen. Da gibt es auch noch die eine oder andere unveröffentlichte Nummer.

    10. Silly Season – The Groovy Cellar (D, 1995)
    The Groovy Cellar wurden 1991 in Berlin gegründet. Die Band spielt in der Tradition von Britpop und Mod, von TV Personalities, The Times, Cleaners From Venus bis zu The Jam. Platten und CDs erschienen u.a. bei Firestation Records und Marsh Marigold. Ein neues Album der Band ist übrigens fast fertig und soll demnächst als Vinyl LP rauskommen. Allerdings nicht auf Twang! Mir fehlt einfach das nötige Kleingeld.

    11. Each Gray Day – Les Black Carnations (D, 1995)
    Die Black Carnations waren ja Anfang 1986 pünktlich zum Erscheinen ihrer ersten Mini-LP in alle Winde zerstoben. Aber während Justine Time sich in Katharina Franck umbenannte und mit den Rainbirds ihre eigenen Songs sang und spielte, sammelte Sandy Hobbs nach und nach neue (und alte) Musiker um sich. Leadsängerin war für leider nur kurze Zeit Claudia Fitzi, die später übrigens bei The Groovy Cellar am Anfang mitmachte. „Each Gray Day“ entstand 1987 und wäre, wenn ich es mir heute so überlege, eine tolle Single gewesen.

    12. Little Red Guern – The Petals (USA, 1995)
    Als ich The Petals aus Wisconsin nach einem Track für meine Compilation fragte, schickten sie mir sofort ein Tape von diesem Titel hier. Ich weiß nicht ob die Band heute noch existiert. Jedenfalls ist der Bandleader Cary Wolf irgendwann Ende der 1990er Jahre an die Ostküste gezogen, wo er soweit ich weiß als Lehrer arbeitet. Drei Alben gibt es von The Petals auf ihrem eigenen Label November Rain.

    13. Tell Me – Swinging London
    (D, 1995)
    Swinging London waren eine Mod Band aus München. Es gab personelle Überschneidungen mit The Heartbeats, aber bei Swinging London sang ein Mod Girl die zweite Stimme. Obwohl die Band regelmäßig live spielte und ein ordentliches Repertoire hatte, gab es außer einer 7“ und ein paar Sampler Beiträgen wie diesem hier keine Platten der Band. Diese Aufnahme hier entstand um 1990.

    14. You’re Bringing Me Down – Cuban Rebel Girls
    (D, 1995)
    Aus der Studio Session zur ersten Single war dieser Track übrig geblieben. Die Cuban Rebel Girls spielten übrigens Mitte der 1990er Jahre auch einige Gigs in den USA zusammen mit Greg DiGesu, den der aufmerksame Leser und Hörer von Fishermen’s Stew kennt. 1997 erschien ihre LP „Blood Orange“ bei Veracity Records. Leider ging das Label bald danach pleite, und aus der besten deutschen Veröffentlichung des Jahres ’97 wurde kein Hit Album. Die Sängerin der Cuban Rebel Girls lebt inzwischen in Spanien und ist dort mit Gabi Delgado-Lopez verheiratet, der einen Hälfte von DAF. Die Bassistin ist Musiker Anwältin in Berlin, und der Drummer schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen.

    15. Madness Is Mine – Lost Patrol (Canada, 1995)
    Lost Patrol sind eine Band aus der Gegend von Toronto, Kanada. Wenn ich mich recht erinnere, schickten sie mir irgendwann ein Demotape, das mir gut gefiel, vor allem dieser Track hier. Ursprünglich als Single geplant landete „Madness Is Mine“ schließlich in der Jubliläumsbox. Von Lost Patrol erschien eine LP in Frankreich und noch der eine oder andere Sampler Beitrag. Ob die Band noch existiert, weiß ich nicht. Ich bezweifle es aber. So lange hält kaum eine Band durch, ohne einen gewissen Erfolg.

    16. The Day The Earth Stood Still – The Stormclouds (UK, 1995)
    Auch das sollte ursprünglich eine Twang! Single werden. Die Stormclouds hatte ich über das englische Fanzine Unhinged kennen gelernt. Gegründet 1986 waren The Stormclouds ein Duo aus Steve Lines, der alle Instrumente spielte, und Louise Allen, die wunderbar sang. The Stormclouds veröffentlichten ihre Musik anfangs vor allem auf Kassetten Labels wie Acid Tapes, das von Steve Lines selbst betrieben wurde. Die Diskografie der Band ist ziemlich umfangreich. „The Day The Earth Stood Still“ erschien 1996 auch auf dem Album „The Boy With The X-Ray Eyes“ bei Elefant Records in Spanien.

    17. Young – Love Bomb (D, 1995)
    Wenn ich mich nicht irre, dann ist das die einzige Veröffentlichung der Berliner Band Love Bomb. Der Leadgitarrist von Love Bomb spielte in der ersten Besetzung der Weirdo Stompers. Außerdem betrieb er ein kleines Studio in Berlin Wedding. In diesem Studio waren die Aufnahmen der Twang All Stars entstanden. Also war es nahe liegend, dass ein Track seiner eigenen Band nun auch auf der Twang! Compilation landete. Die Band Love Bomb war allerdings nicht sehr beständig, obwohl ihr frischer Power Pop Sound durchaus hörenswert ist.

    18. Good Girls Go To Heaven – Most Wanted Men
    (D, 1991/1995)
    Ohne die TV Personalities hätte es die Most Wanted Men wohl nie gegeben. Olaf Schumacher kam aus Karlsruhe zum Studieren nach Berlin. Großer Dan Treacy Fan war er schon lange. Und Kunde in der Twang-Tone Vinylwarenhandlung war er auch von Anfang an. Das Trio Most Wanted Men wurde so um 1987 in Berlin gegründet. Olaf schrieb die Songs ganz im Stil von Dan. Aber natürlich erzählen seine Songs seine Geschichten, seine Erfahrungen und seine Reflektionen. Most Wanted Men waren immer eine meiner liebsten Bands aus Deutschland. Eine EP erschien damals und ein paar Tracks auf verschiedenen Samplern. Auch dieser hier wurde ursprünglich auf einer Kassetten Compilation veröffentlicht. Das Gesamtwerk der Most Wanted Men erschien 2004 unter dem Titel „Revisited“ bei Marsh Marigold in Hamburg. Olaf Schumacher ist heute Hauptsongschreiber und Gitarrist von The Groovy Cellar.

    19. Anything About You – The Treblemakers (USA, 1995)
    The Treblemakers spielten zwischen 1992 und 95 in der San Francisco Bay Area Garage Pop, Mod Beat und Folk Rock ganz in der Tradition solcher Bands wie The Byrds, The Chocolate Watchband, The Beau Brummels u.a. Einer der Jungs – ich glaube Sänger und Gitarrist Jeff Jacks – lebte damals für einige Zeit in Berlin. So kam ich in Kontakt, und eigentlich hätte „Anything About You“ als 7“45 erscheinen sollen. Die Nummer ist wirklich großartig und wäre eine Top Single gewesen. Die Veröffentlichung in der Twang! Box ist tatsächlich die einzige dieser tollen Band geblieben. Bassist der Band war übrigens ein gewisser Alec Palao, den aufmerksame Leser von Liner Notes als Autor diverser Band Bios von Rhino und Sundazed Reissues kennen.

    20. Eight Miles – The Great Potato Fair (D, 1995)
    Eine Berliner Band, die ich durch ein Demotape entdeckt hatte. Auch hier dürfte das die einzige Veröffentlichung der Band sein. Ein wunderbarer Track, der ohne Weiteres von einer Band aus Texas, Arizona oder Kalifornien stammen könnte. Was aus den Jungs und dem Mädel geworden ist, ich weiß es nicht. Jedenfalls bin ich froh, dass diese Nummer den Weg in meine Twang! Box gefunden hat.

    In Teil IV geht es zunächst noch mit der Box „Tomorrow’s Pebbles Today“ weiter. Und schließlich nähern wir uns der Gegenwart bis zu den letzten Veröffentlichungen auf Twang! Stay tuned and watch out!

    Wer noch erhältliche Platten haben möchte, weiter oben im Thread ist ein Liste.

    Übrigens biete ich regelmäßig auch Platten und CDs zum Festpreis bei Ebay an. Nach den Regeln des Forums darf ich das Angebot dort nicht hier verlinken. Sucht nach dem Verkäufer twang-tone. Alle Preise dort enthalten die Versandkosten. Für User des Forums sind die dortigen Preise noch verhandelbar. Einen Verkaufsthread hier im Forum zu pflegen, ist mir ehrlich gesagt zu viel zusätzlicher Aufwand.

    --

    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #5601983  | PERMALINK

    latho
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    Ich bin gespannt! Von den Cuban Rebel Girls brauche ich, glaube ich, etwas.

    --

    If you talk bad about country music, it's like saying bad things about my momma. Them's fightin' words.
    #5601985  | PERMALINK

    mikko
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    lathoIch bin gespannt! Von den Cuban Rebel Girls brauche ich, glaube ich, etwas.

    Sag Bescheid, wenn Du die Single willst.

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    Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!
    #5601987  | PERMALINK

    mikko
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    Moderator / Juontaja

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    Für diesen vierten und vorläufig letzten Teil der Twang! Story hab’ ich mir zugegebenermaßen ganz schön viel Zeit gelassen. Immer kam was dazwischen, und dann hatte ich die Sache schon wieder fast vergessen. Nun aber! – Wir sind noch immer im Jahr 1995 und bei der Doppel CD + 7“ Box, die einen schönen Querschnitt dessen bot, was auf Twang! so möglich war und ist.

    01. Bad Night – The What…For! (D, 1987/1995)
    Berlins und Deutschlands beste Neo-Sixties Combo kennt der geneigte Hörer ja schon. Abgesehen von ein paar technisch eher zweifelhaften Live-Tracks auf einer streng limitierten Compilation aus dem Jahr 1986 erschien ihre erste richtige Platte 1987 als 4-Track EP auf Miss-Take Records, einem Skinhead Label aus Berlin. Diese EP war auf 500 Stück limitiert und ist längst vergriffen. Sie war auch schon 1995 vergriffen und durchaus gesucht. Darum nahm ich den besten Track der EP und packte ihn auf meine Compilation.

    02. You Make Me Sick – The Pop Tarts
    (D, 1995)
    Die Pop Tarts das waren drei Riot Girls und mein Hausgrafiker Henni am Schlagzeug. Zwei der Mädels gingen damals noch zur Schule. Ihre Live Auftritte waren kurz aber immer ein besonderes Erlebnis. Sie spielten fast nie die gleichen Stücke und waren überhaupt für manche Überraschung gut. Ihre erste EP (von der dieser Track stammt) erschien auf ihrem eigenen Label Sport Rekord in zwei Auflagen, die zweite mit einem zensierten Cover. Später landete die Band bei Bungalow Records und trat sogar in Tokio live auf.

    03. Not Strong Enough – Leeman (D, 1995)
    Leeman war eine Art Berliner Super Group. Ralf Lehmann (g, voc) spielte in den 80ern bei The Smash, die stilistisch zwischen The Jam und The Clash changierten und leider nie eine Platte veröffentlichten, trotz England Tournee und Verhandlungen mit Major Firmen. Moses Schneider (bs, voc) war damals schon ein gefragter Session Musiker und ist heute als Produzent weit über Deutschland hinaus bekannt. Und Bernd Lauber (dr, voc) ist ebenfalls Session Musiker und Produzent. Zu dritt waren sie knapp drei Jahre lang Leeman. Eine Band irgendwo zwischen Grunge, Crossover und Britpop. Drei hervorragende Musiker, Songschreiber und Arrangeure mit jeder Menge toller Ideen. Ihr Debütalbum sollte eigentlich auf Twang! erscheinen. Aber kurz vor Erteilung des Pressauftrags löste die Band sich auf, und ich zog die Notbremse. Dieses Stück zeigt exemplarisch was die Welt verpasst hat.

    04. Out Of My Mind – Mind Kiosk (D, 1995)
    In der Sixties orientierten Musikszene Deutschlands waren Mind Kiosk aus Hildesheim Mitte der 90er Jahre eine der besten Bands. Sie hatten übrigens den selben Grafiker wie Kula Shaker und lagen auch musikalisch auf ähnlicher Wellenlänge. 1995 waren sie zusammen mit den von mir nach wie vor betreuten Lemonbabies auf Deutschland Tournee. Dieser Track stammt von ihrem ersten mini-Album, das auf Wunsch der Band nur als CD in Stecktasche erschien. Das Argument war damals, die nimmt man nach dem Konzert eher mit als eine unhandliche 12“ Platte. Nun ja, sehr schnell ausverkauft war die Scheibe tatsächlich.

    05. Nothing I Can Do – The Lemonbabies
    (D, 1995)
    Mit der ersten richtigen Langspielplatte „Pussy!Pop“ waren die Lemonbabies wohl nun erwachsen geworden. Die Platte erschien auch wieder als CD bei Sony und als LP auf Twang! Es war zugleich die letzte Platte mit der fast seit Bandgründung den Bass zupfenden Kaja. Und es war die erste Platte mit Kathy an der Orgel. Der Sound der Band hatte sich vom Sixties Girl Group Sound weg zu einem – wie sagt man – contemporary pop hin entwickelt. Dieser Track hier war die erste Single der Platte. Warum das damals kein Chart und Radio Hit wurde, verstehe ich bis heute nicht.

    06. A Case Of Blues – The Heartbeats (D, 1995)
    Auch The Heartbeats aus München waren inzwischen sozusagen erwachsen. Ihr erstes Album erschien auf Twang! im Herbst 1995, leider nur als CD. Für beide Formate reichte das Geld nicht. Und wie wir wissen, schien Mitte der 90er Jahre die CD das wichtigere, zumindest aber das schneller verkäufliche Format zu sein. Die Heartbeats waren auch nicht schlechter als andere nicht angloamerikanische Bands damals. Mit ihrem Songwriting und Sound zwischen Tom Petty und Britpop, Byrds und Kinks hätten sie gut auch im Radio laufen können. Hätte, könnte, sollte… war aber nicht. Die CDs sind trotzdem alle weg.

    07. She’s A GoGo – The Early Hours (AUS, 1996)
    The Early Hours aus Perth in Westaustralien lernte ich durch meine Kontakte zu Spinning Top Records kennen. Ihr Album war Down Under bereits als CD veröffentlicht. Auf Twang! erschien dann das Vinyl mit Bonustracks und extra neu gemastert. Die Band war begeistert von dem warmen, druckvollen Sound der Platte, die die CD absolut in den Schatten stellte. Zur Beat-O-Mania in München 1996 kam die Band extra nach Europa, und ich organisierte eine kleine Tour, damit sich die Flüge für die Jungs halbwegs amortisierten. Die LP nannten wir dreisterweise „Greatest Hits, Vol. 1“. Sie ist restlos ausverkauft und auch nur selten second hand zu finden.

    08. Get To Grips – The Cybermen (FIN, 1996)
    Nicht zu verwechseln mit einer gleichnamigen 80s Garage Combo aus Kalifornien waren die finnischen Cybermen lange die erste und einzige Sixties orientierte Band in ihrer Heimat. Musikalisch zwischen Beat, Ska und SciFi Sounds hatten sie auch optisch einen Hang zu Vintage Science Fiction. Ihre Platten erschienen auf ihrem eigenen Label Destination Uranus. Ihr zweites Album veröffentlichten sie selbst als CD und Twang! auf Vinyl. Von diesem Album „Needle’s Eye“ stammt dieser Track. Das Vinyl ist längst vergriffen. Die Band tourte regelmäßig durch halb Europa. Sie existiert aber seit einigen Jahren nicht mehr.

    09. Come As You Are – Vintage Riot
    (D, 1996)
    Auf den ersten Blick ein Rockabilly Trio waren Vintage Riot aus Berlin. In der Szene sorgten ihre Ausflüge zu Beat, Punk und Pop allerdings schon manchmal für Irritationen. Diese Version von Kurt Cobains Klassiker nötigte selbst einem gewissen Rolling Stone Autor Respekt ab. „Da merkt man erst, was für ein guter Song das ist“, schrieb er in seiner Singles Rubrik im RS.

    10. Hospital Waltz – Jalla Jalla (FIN, 1996)
    Aus Rovaniemi, der Hauptstadt Lapplands, kommen Jalla Jalla. Eine großartige und vor allem liebenswerte Punk, Pop, Ska Combo, deren Platten eigentlich bei Hiljaiset Levyt, dem Label meines finnischen Freunds Jukka Junttila, erschienen. Jalla Jalla ist Arabisch und heißt so etwas wie „Los, los – vorwärts!“ Zur Band fallen mir zahlreiche Anekdoten ein, für die hier jetzt leider kein Platz ist. Diese Single war mehr oder weniger ein Geschenk an meinen Freund Jukka. Der Track ist aber auch einer meiner liebsten der Band. Es gibt noch Exemplare.

    11. We’re Not Getting Through – The Grip Weeds
    (USA, 1996)
    Die zweite Single der Grip Weeds aus New York / New Jersey erschien im Herbst 1996 als Vorbote eines neuen Albums, das dann allerdings doch noch etwas auf sich warten ließ. Nichtsdestotrotz unterscheidet sich die Single Version von der des Albums etwas. Und auf der B-Seite der längst vergriffenen 7“45 gab es eine Grip Weeds Version des The Move Klassikers „I Can Hear The Grass Grow“.

    12. Mrs. Bobbit – Thee Ultra Bimboos (FIN, 1996)
    Die Ultra Bimboos waren eine Garage Girl Group aus Helsinki. Ich lernte sie bei ihren ersten Gigs in Berlin kennen und bot ihnen sofort eine Zusammenarbeit an. „Mrs. Bobbit“ ist ein Song über die Frau, die ihrem gewalttätigen Ehemann den Schwanz abschnitt. Der Titel erschien auf einer 5-Track EP auf Twang!, deren 500er Auflage binnen weniger Wochen vergriffen war.

    13. Turn Back Time Mind Kiosk (D, 1997)
    Auch das zweite mini-Album von Mind Kiosk aus Hildesheim erschien auf Wunsch der Band in einer Stecktasche als CD. Die Besetzung der Band hatte sich zwar verändert, aber der Sound war immer noch stark Sixties orientiert, irgendwo zwischen Small Faces und Zombies, mit dominanter Orgel, wunderbaren Gitarrenlicks und betörenden Melodien. Im Jahr 2001 erschien ein großartiges Vinyl Album der Band bei Swamp Room Records in Hannover. Aber wegen eines Rechtsstreits zwischen Band und Label wurde fast die gesamte Auflage eingestampft. Vermutlich eine der größten Raritäten der deutschen Neo-Sixties Szene, deren Wert sich wohl erst noch erweisen muss. Die Band löste sich nach diesem Streit übrigens auf.

    14. Nine Inch Heels – Thee Ultra Bimboos (FIN, 1998)
    Das erste Album der Ultra Bimboos war lediglich eine CD Compilation ihrer zuvor auf Vinyl Singles und EPs erschienenen Tracks. Insofern war also „Supermess“ ihr eigentliches Debütalbum, das im Frühsommer 1998 auf Twang! erschien. Die Vinylversion wurde samt Cover in Tschechien hergestellt. Keine so gute Idee, wie sich herausstellte. Zwar preisgünstig, aber Druck und Papierqualität wie zu sozialistischen Zeiten. Musikalisch jedoch immer noch ganz formidabel. Ganz im Stil von The Cramps, Dead Moon oder Tav Falco’s Panther Burns. Die Ultra Bimboos veröffentlichten danach noch ein Album bei Stupido Records in Finnland bzw. das Vinyl bei Thunderbaby Records in Düsseldorf. Und ihr drittes Album erschien dann bei Universal Finnland. Als der erhoffte große Erfolg ausblieb, löste die Band sich auf.

    15. Dagger Of Love – Larry And The Lefthanded (FIN, 1998)
    Angefangen hatten Larry und seine Linkshänder als Garage Punk Combo mit 7“ Singles und EPs auf wechselnden Labels. Schon das Debütalbum der Finnen, das als 10“ LP erschien, deutete eine stilistische Veränderung an. Ihr Album „Quantum Rider“, dessen Vinylversion auf Twang! veröffentlicht wurde, stellte den Höhepunkt dieser stilistischen Metamorphose dar. Garage Pop trifft auf Vintage Electronica, Trip Hop auf Country Rock. Die Band blieb auch dabei nicht stehen. Erst ging Larry verloren, und man nannte sich nur noch And The Lefthanded. Dann nannten sich die beiden Hauptprotagonisten der Band Opel Bastards und machten nur noch Electronica mit Vintage Instrumenten. Aktuell ist es jedoch ziemlich ruhig um die Band bzw. ihre ex-Musiker.

    16. Angelina – Vintage Riot
    (D, 1998)
    Wie gesagt keine typische Rockabilly Combo. Ihre Ausflüge zu Beat und Country Pop machten es der traditionellen Rock’n’Roll Szene schwer, die Band zu akzeptieren. Cover von Adriano Celentano, Frank Sinatra und den Sex Pistols halfen da auch nicht wirklich, Vertrauen zu schaffen. Das Album der Band mit dem schönen Titel „Una festa sui prati“ ist dennoch vergriffen. Der Bassist kam 2001 bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben. Die Schlagzeugerin und der Gitarrist musizieren heute nur noch privat, wenn überhaupt.

    17. Every Minute – The Grip Weeds (USA, 2000)
    Das zweite Album der Grip Weeds brauchte zwar etwas länger, aber dafür ist es auch ganz wundervoll geworden. Die CD erschien wieder auf ihrem eigenen Label Ground Up Records bereits 1999. Das Vinyl kam dann als Doppel-LP mit einem Bonustrack, neu gemastert und mit 45 UpM wegen der besseren Dynamik, im Mai 2000 auf Twang! raus in einem schönen Klappcover und mit einer extra Beilage auf Spezialpapier. Sehr edel das Ganze. Da die Band aber hier in Europa nach wie vor ein Geheimtipp ist und sie kaum jemand kennt, sind noch immer ganz schön viele Doppel-LPs in meinem B-Lager vorhanden. Die Band ist übrigens weiter aktiv und hat 2010 bereits ihr sechstes Album veröffentlicht auf Rainbow Quartz und diesmal auch wieder als Vinyl.

    18. Not Fade Away – The Boots (D, 2007)
    The Boots waren nach meiner bescheidenen Meinung die beste deutsche Band in den Sixties. Über sie wurde – nicht zuletzt von mir – bereits ausführlich geschrieben in Fanzines und im Internet. 2005, am 24 September, gab es einen einmaligen Re-Union Gig der Band im Berliner Quasimodo. Die beiden verstorbenen Bandmitglieder wurden durch adäquate etwas jüngere Musiker ersetzt, d.h. der Schlagzeuger Wolfgang Seidel ist ja auch nur unwesentlich jünger als Jörg „Jockel“ Schulte-Eckel und Bob Bresser. Der Gig war ein Ereignis, das man nicht vergessen wird. Punkt. Im Vorfeld gab es mehrfach Übungssessions in den Katakomben unter dem Flughafen Tempelhof, wo sich diverse Band Übungsräume befinden. Dort entstanden auch einige Aufnahmen, derer zwei schließlich für eine 7“ 45 ausgewählt wurden, die 2007 auf Twang! erschien. Man hört die Wurzeln, man merkt wo die Band herkommt. Aber man hört auch eine gewisse lässige Abgeklärtheit. Das hier sind Aufnahmen, die The Boots als 20-Jährige so wohl nicht gemacht hätten. Werner Krabbe, der legendäre Sänger der Band, war zwar beim Gig im Quasimodo zumindest im letzten Teil dabei, bei den Sessions in Tempelhof fehlte er jedoch leider.

    19. Galaxy – Petting
    (D, 2007)
    Ebenfalls 2007 erschien eine 7“45 der Berliner Band Petting. Die Band fragte mich, ob ich ihre Single veröffentlichen würde, wenn sie die Kosten komplett trügen, und ich war einverstanden. Organistin bei Petting ist Kathy, die ja mal bei den Lemonbabies war. Und auch die anderen Petting Musiker/innen kenne ich zum Teil schon länger. Pettings Sängerin stammt aus Frankreich, deshalb singt sie Französisch. Die Musik erinnert nicht zuletzt deshalb ein bisschen an den Yé-Yé Pop der Sixties.
    Inzwischen sind Kathy und der Petting Bassist Michel bei der Band Más Shake, die mit Rodrigo Gonzalez als Frontmann südamerikanische Yé-Yé Musik macht.

    Das war’s erstmal. Ob und wie es weiter geht mit Twang!, das erfährt der geneigte Leser, die geneigte Hörerin zu gegebener Zeit.

    Wer die vier Compilation CDs verpennt hat, aber nun scharf darauf ist, PN genügt.

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    #5601989  | PERMALINK

    august-ramone
    Ich habe fertig!

    Registriert seit: 19.08.2005

    Beiträge: 59,341

    @Mike,
    ganz lieben Dank für deine Mühe. Immer wieder begleiten mich die CDs auf dem Weg von und zur Arbeit, immer wieder hörenswert.

    --

    http://www.radiostonefm.de/ Wenn es um Menschenleben geht, ist es zweitrangig, dass der Dax einbricht und das Bruttoinlandsprodukt schrumpft.
    #5601991  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    Freut mich, August!

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    #5601993  | PERMALINK

    Anonym
    Inaktiv

    Registriert seit: 01.01.1970

    Beiträge: 0

    Die Tour von The Early Hours war aber auch in 1996 ;-)
    Hab sie damals in der Prinzenbar geehen.

    --

    #5601995  | PERMALINK

    mikko
    Moderator
    Moderator / Juontaja

    Registriert seit: 15.02.2004

    Beiträge: 34,399

    thokeiDie Tour von The Early Hours war aber auch in 1996 ;-)
    Hab sie damals in der Prinzenbar geehen.

    Ich hab‘ auch nichts anderes behauptet.

    PS: Tippfehler berichtigt.

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    #5601997  | PERMALINK

    djrso
    Moderator
    DJ@RSO, Moderator, Erfasser

    Registriert seit: 05.02.2003

    Beiträge: 15,829

    Vielen Dank für den vierten Teil der Story!

    --

    Doe maar gewoon... dan doe je al gek genoeg!
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