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AutorBeiträge
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1. Victoria *****
2. Yes sir, no sir ****
3. Some mother’s son ***1/2
4. Divin‘ ***
5. Brainwashed ***1/2
6. Australia ****
7. Shangri-La **** 1/2
8. Mr. Churchill says ***
9. She’s bought a hat like princess Mariana ***1/2
10.Young and innocent days ***
11.Nothing to say ***
12.Arthur ****1/2etwas unebener als die vorgänger, dafür mit einem der besten songs der kinks überhaupt: Victoria
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Werbung01 ~ Victoria * * * 1/2
02 ~ Yes Sir, No Sir * * * 1/2
03 ~ Some Mother’s Son * * * * [ II ]
04 ~ Drivin‘ * * * *
05 ~ Brainwashed * * * 1/2
06 ~ Australia * * * * [ IV ]
07 ~ Shangri-La * * * * [ I ]
08 ~ Mr. Churchill Says * * * * [ III ]
09 ~ She’s Bought A Hat Like Princess Mariana * * * 1/2
10 ~ Young And Innocent Days * * * 1/2
11 ~ Nothing To Say * * * *
12 ~ Arthur * * * * [ V ]* * * 1/2 (+)
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"i tell all my friends that i'm bound for heaven, and if it ain't so you can't blame me for living" Thank You, Jason!Jan WölferAch die Kinks sind einfach großartig!!!
BAND DES JAHRES bei mir … wieder einmal – diese immer-junge Nachwuchsband:liebe:
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"...and if I show you my weak side ... will you sell the story to the ROLLING STONE ? ... Roger Waters - The Final Cut "1983"Nachdem ich gerade zum dritten Mal in 24 Stunden „Arthur“ höre, ist mir Einiges klargeworden. Vielleicht erinnert sich der ein oder andere, dass ich versucht hatte, den aus heutiger Sicht harmlosen, aber damals heftig umstrittenen britischen Rock’n’Roll der 1950er Jahre als Wunsch nach Teilhabe am Wohlstand der britischen Nachkriegsgesellschaft zu verstehen. Jugendliche verfügten über mehr Geld als ihre Vorgängergeneration, die im zweiten Weltkrieg gefallen war und sie strebten nach eigenen Ausdrucksformen. Mit anderen Worten: Diese Jugendlichen (wie Cliff Richard) waren politisch nicht interessiert, sie waren auch nicht per se gesellschaftskritisch, sie erregten hauptsächlich dadurch Aufsehen, dass sie anders waren. Dass sich hinter der Aufregung konservative Werte lagen, verdeutlicht die weitere Karriere von Richard ja ganz deutlich.
Die Zeiten hatten sich 1969 vollkommen gewandelt. Teilhabe am materiellen Wohlstand genügte nicht mehr. „Shangri-La“ ist ja eigentlich nichts anderes als eine bitterböse Satire politischer Indifferenz und scheinbaren materiellen Wohlstands. Jetzt, da man sich ein Auto leisten kann und nicht mehr zum Kacken in den Garten gehen muss, ist man eigentlich ganz zufrieden in dem eigenen Gefängnis, das man sich erschaffen hat.
Now that you’ve found your paradise
This is your Kingdom to command
You can go outside and polish your car
Or sit by the fire in your Shangri-la
Here is your reward for working so hard
Gone are the lavatories in the back yard
Gone are the days when you dreamed of that car
You just want to sit in your Shangri-laPut on your slippers and sit by the fire
You’ve reached your top and you just can’t get any higher
You’re in your place and you know where you are
In your Shangri-la
Sit back in your old rocking chair
You need not worry, you need not care
You can’t go anywhere
Shangri-la, Shangri-la, Shangri-laAber die Situation ist keineswegs so rosig, wie sie erscheint:
The little man who gets the train
Got a mortgage hanging over his head
But he’s too scared to complain
‚Cos he’s conditioned that way
Time goes by and he pays off his debts
Got a TV set and a radio
For seven shillings a week
Shangri-la, Shangri-la, Shangri-la, Shangri-la, Shangri-la, Shangri-laAnd all the houses in the street have got a name
‚Cos all the houses in the street they look the same
Same chimney pots, same little cars, same window panes
The neighbors call to tell you things that you should know
They say their lines, they drink their tea, and then they go
They tell your business in another Shangri-la
The gas bills and the water rates, and payments on the car
Too scared to think about how insecure you are
Life ain’t so happy in your little Shangri-la
Shangri-la, Shangri-la la-la-la-la-la-la-la-laEigentlich ist das ganze Album eine heftige Anklage gegen die Generation der Eltern, die sich in ihrer kleinen Welt bequem eingerichtet hat und – aus Sicht von Ray Davies – die Realität nicht mehr wahrnehmen will, weil sie von den Medien und der Gesellschaft so konditioniert ist. Auf dem vorigen Album hat Ray Davis noch den Verlust englischer Traditionen und Identität beklagt. Er stand dabei knietief in relativ harmloser Nostalgie und milder Satire. Musikalisch war das natürlich brillant, aber „Arthur“ geht viel tiefer.
Es seziert genüsslich die guten alten Zeiten („Victoria“), gesellschaftliche Hierarchien („Yes Sir, No Sir“), die Schrecken des modernen Krieges („Some Mothers Son“), die Abgehobenheit der englischen Oberschicht („Drivin’“, „Princess Marina“), die er in nicht geringem Maß für den Niedergang des Landes verantwortlich macht. Dann folgen die Anklagen der Banalität individueller Lebensentwürfe („Brainwashed“, „Australia“, „Shangri-La“). Entscheidend ist aber das Gefühl der Distanz zwischen Eltern und Kinder. Beide Generationen haben sich nichts zu sagen („Nothing To Say“) – sie leben in verschiedenen Welten. Ihre Errungenschaften erschöpfen sich in banalem Materialismus, sogar „Britain’s finest hour“, der 2. Weltkrieg, kann vor Davies nicht bestehen („Mr. Churchill Says“).
Und dann ist da das Titelstück, in dem Davies letztlich seine eigene Generation auffordert, nicht so zu enden, wie die Eltern, trotz ihrer Bemühungen kaum vorangekommen sind und von der Welt überholt wurden. Davies sympathisiert mit Arthur und seinem Versuch, ein bequemes, harmonisches Leben zu führen, aber er erklärt auch, dass das niemals funktionieren wird. Die wirklich Mächtigen in der Gesellschaft halten die Fäden in der Hand und der „kleine Mann“, wie Arthur kann sich ihnen nicht erwehren. Am Ende prophezeit Davies Arthur nur zerstörte Träume, vergebliche Hoffnungen und am schlimmsten: ein Shangri-La. Das Besondere an dieser pessimistischen Weltsicht ist, dass es keinen erkennbaren Ausweg gibt, sobald die Erkenntnis „the world’s gone and passed you by“ eingetreten ist: „You can cry all night, but it won’t make it alright.“ Liebe und Hilfsangebote anderer können vielleicht helfen, werden daran aber letztlich auch nichts ändern, weil sie es nicht verstehen.
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Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.Arthur war übrigens ursprünglich als TV Serie konzipiert, für die Ray Davies die Musik schrieb und auch am Drehbuch mitwirkte.
Deiner Analyse bzw. Interpretation kann ich im Großen und Ganzen zustimmen, Nail. Allerdings sehe ich Ray Davies Rolle etwas ambivalenter als Du. Er identifiziert sich teilweise doch mit Arthur. Und ich sehe das auch nicht so sehr als Generationskonflikt. Eher als eine generelle Kritik an den überkommenen und zwanghaften Traditionen des britischen Kleinbürgertums, die er in seiner eigenen Generation ebenso beobachtet und erlebt, mit denen er sich ein Stück weit ja auch selbst identifiziert.
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Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!@mikko: Es stimmt, Davies identifiziert sich durchaus mit Arthur, den er ja als einfachen Mann aus der Arbeiterklasse bezeichnet, zu der sich Davies ja stets bekannt hat. Er identifiziert sich allerdings nicht mit seinem Lebensentwurf, denn dieser Entwurf gleicht sehr stark dem seiner Eltern. Und hier kommt meiner Ansicht nach der Generationenkonflikt ins Spiel, denn Davies greift ja auf diesem Album die Errungenschaften, Eigenschaften und Traditionen der Elterngeneration an – vom Empire, über den 2. Weltkrieg bis zum materiellen Wohlstand der damaligen Gegenwart. Die Kluft zwischen den Generationen ist unüberbrückbar groß geworden, sie haben sich buchstäblich nichts mehr zu sagen. „Nothing to say“ geht in der Fülle großartiger Musik etwas unter, aber inhaltlich ist es Ausdruck absoluter Sprachlosigkeit.
http://www.lyricstime.com/kinks-nothing-to-say-lyrics.html--
Ohne Musik ist alles Leben ein Irrtum.1. Victoria *****
2. Yes sir, no sir *****
3. Some mother’s son *****
4. Drivin‘ *****
5. Brainwashed *****
6. Australia ****1/2
7. Shangri-La *****
8. Mr. Churchill says *****
9. She’s bought a hat like princess Mariana *****
10.Young and innocent days *****
11.Nothing to say *****
12.Arthur ****1/2Insgesamt *****
Seit vielen Jahren eines meiner Lieblingsalben. Es hat nur unwesentlich verloren. Damals wurde ich durch die Klarheit und Schärfe der Texte von Davies überrascht, kein anderer hatte (mir) soviel zu sagen (außer Bob, natürlich).
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1. Victoria *****
2. Yes sir, no sir ****
3. Some mother’s son *****
4. Divin‘ ****
5. Brainwashed ****
6. Australia ****1/2
7. Shangri-La *****
8. Mr. Churchill says *****
9. She’s bought a hat like princess Mariana ***1/2
10.Young and innocent days ****1/2
11.Nothing to say ****
12.Arthur ****Insg. ****1/2, knapp hinter „Something Else“ zweitbeste Kinks-Platte.
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
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Side 1
1. Victoria * * * * *
2. Yes Sir, No Sir * * * * 1/2
3. Some Mother’s Son * * * * *
4. Drivin‘ * * * * 1/2
5. Brainwashed * * * * *
6. Australia * * * * *Side 2
1. Shangri-La * * * * *
2. Mr. Churchill Says * * * * *
3. She’s Bought A Head Like Princess Marina * * * * 1/2
4. Young And Innocent Days * * * * 1/2
5. Nothing To Say * * * * *
6. Arthur * * * * *Gesamt: * * * * *
Meine liebste Kinks LP.
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1. Victoria *****
2. Yes sir, no sir ****
3. Some mother’s son ****
4. Drivin‘ ***1/2
5. Brainwashed ***
6. Australia ****1/2
7. Shangri-La *****
8. Mr. Churchill says *****
9. She’s bought a hat like princess Mariana ****
10.Young and innocent days *****
11.Nothing to say ***1/2
12.Arthur ***1/2Gefühlt: ****1/2
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I used to be darker, then I got lighter, then I got dark again -
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