Startseite › Foren › An die Redaktion: Kritik, Fragen, Korrekturen › Das aktuelle Heft: Lob und Tadel › ROLLING STONE November 2005
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AutorBeiträge
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NiteOwloder hat die Brigitte keine Plattenkritiken…?
Doch, haben zuletzt die neue Paul Weller CD sehr gut bewertet, könnte also was für Dich sein.
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"I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered." - George Best --- Dienstags und donnerstags, ab 20 Uhr, samstags ab 20.30 Uhr: Radio StoneFMHighlights von Rolling-Stone.de„Star Wars“: Alle Filme im Ranking
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WerbungJoachim HentschelDas wundert mich nur deshalb, weil der Rolling Stone eigentlich immer so war wie heute, oder? War der früher mal wesentlich gewagter?
Ich habe keine Lust, mich jetzt durch die alten Hefte zu wühlen, in meiner subjektiven Wahrnehmung war die Themenwahl schon ausgewogener. Am Beispiel des neuen Heftes: Dylan, Concert for Bangladesh, McCartney, Kate Bush, Bo Diddley etc. „Alte Meister“ wäre so langsam auch ein passender Titel für das Blatt. Ein muffiger Gesamteindruck lässt sich da nicht verleugnen. Ich merke das auch daran, dass ich euer Heft immer selektiver und lustloser lese.
Joachim HentschelDer Eindruck, dass der Rolling Stone vor allem die etablierte Musik präsentiert, also das, was alt ist oder schon beim Erscheinen einen gewissen, vom Experten verbürgten Ewigkeitswert hat (so à la Bright Eyes: großer Songwriter, schon jetzt zeitlos etc.), dieser Eindruck trifft ja völlig zu. Ja, das ist die Zielgruppe. Und trotzdem bekommt Clapton keine gute Kritik bei uns.
Das ist aber auch eine bigotte Einstellung. Einerseits ein Zielpublikum zu bedienen, um ihnen an anderer Stelle vors Schienenbein zu treten. Ich weiss zwar, worauf du hinauswillst (eine kritische Haltung zu den alten Heroen bewahren etc.), aber wäre es da nicht sinniger, Begeisterung für Newcomer oder weniger bekannte Bands zu wecken, sprich: Alternativen aufzuzeigen. Vielleicht ist es naiv, davon auszugehen, aber darin sehe ich doch u.a. die Aufgabe eine Musikmagazins.
Joachim Hentschel
Allerdings, und das schreibe ich jetzt als reiner Leser (und nicht als Redakteur): Eine langweilige schwedische Garagenband oder eine tränenreiche College-Slow-Mo-Popband finde ich nicht automatisch besser oder interessanter oder an sich POPPIGER oder irgendwie NEUER, nur weil die Bands jung sind oder Studenten mit den T-Shirts rumlaufen oder sich das beim DJ wünschen, um hinterher langweilig drauf zu tanzen.Man muss ja nun nicht gleich wieder mit dem Extrem kontern. Natürlich müsst ihr nicht das Themenspektrum der Intro- und Spex-Leser abdecken. Es geht doch eher darum, sich offen weniger etablierten Bands zu stellen, die thematisch auch zur RS-Leserschaft passen. Ich glaube, dass ihr eure Leser für verkrusteter haltet, als sie es sind. Nein, ihr müsst nicht über irgendwelche Noise- , Punk- und Avantgarde-Bands schreiben, die vielleicht sonst angesagt sind, aber vielleicht über unbekanntere Sachen, die ihr schätzt, die ihr in eurer Editors-Playlist ausstellt, aber nicht im Heft stattfinden lasst. Teilt doch eure Begeisterung dafür, widmet ihen doch auch mal den gebührenden Platz und ein mehrseitiges Interview und von mir aus auch mal einen eigenen RS-Hype, wenn es euch angebracht erscheint.
Joachim Hentschel…..Was da draußen wirklich passiert mit der Musik, das steht doch nirgends. Das ist meiner Meinung nach das eigentlich Problem.
Da kann ich dir nur zustimmen. Aber auch in diesem Punkt war der RS nach meinem Empfinden schon mal näher dran. Nicht umsonst haben mir die thematisch weitgefassteren Artikel im Heft immer am meisten gefallen.
Trotzdem vielen Dank für deine Stellungnahme. Ich hoffe, dass du meine Antwort nicht persönlich nimmst, das würde nämlich den falschen treffen. Es geht eher um die prinzipielle Ausrichtung des Hefts.
PS. Der neuen Broken Social Scene würde ich bisher auch nur **1/2 geben.
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Wake up! It`s t-shirt weather.NiteOwlich nicht. Liest du noch die Plattentips der Bravo? Liest der durchschnittliche 16jährige die Replay-Kritiken des Stone?
Kurzum: der Stone beschreibt immer mehr, was einmal war oder wer einmal was war.
Dann wird es Zeit für dich auf die Bravo umzustellen.
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Di. & Do. ab 20.00 Uhr, Sa. von 20.30 Uhr Infos unter: [/COLOR][/SIZE]http://www.radiostonefm.deAch, herrlich. Dass hier doch noch über interessante Dinge interessant diskutiert wird. Kein Smiley, ganz im Ernst.
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Ob ich jetzt beim Stone enttäuscht werde weil’s wieder eine Titelstory gibt, die mich nicht wirklich interessiert oder ob mich der Musikexpress langweilt, weil schon wieder Wir sind Helden oder Franz Ferdinand drauf sind kommt auf’s Gleiche raus. Find ich beides recht fad und gehe deswegen jetzt mal Intro lesen, ist wenigstens kostenlos!
(Trotzdem gut, dass ich in regelmäßigen Abständen meinen Bus verpasse, da kann ich dann im Kiosk das überfliegen, was mich interessiert. Ist eigentlich gar nicht mal so wenig. Sogar was über die Fiona ist drin! Nur sind mir 5 € dafür zu viel…)
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TheMagneticField
Ansonsten wird doch bitte keiner abstreiten das die Tendenz des Heftes in Richtung Leserschaft mit gesetzterem Musikgeschmack geht
Das ist gerade das, was mir die Zeitschrift sympathisch macht. Alternativen im Jugend-Bereich gibt es genug. Da sollte der RS seinem Stil schon treu bleiben.
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pavor nocturnusEin Special über Kate Bush? Fein, werd ich nach Monaten der Abstinenz mal wieder eine Ausgabe kaufen. Wenn jetzt mal ausnahmsweise nichts über die Stones drin steht, wär es natürlich perfekt
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AnonymInaktivRegistriert seit: 01.01.1970
Beiträge: 0
@ observer: alles richtig beschrieben – wie jeden Monat eigentlich, das ist ja das traurige.
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observerTrotzdem vielen Dank für deine Stellungnahme. Ich hoffe, dass du meine Antwort nicht persönlich nimmst, das würde nämlich den falschen treffen. Es geht eher um die prinzipielle Ausrichtung des Hefts.
PS. Der neuen Broken Social Scene würde ich bisher auch nur **1/2 geben.
Und prinzipiell ist der RS auf die Monate gesehen doch die richtige Ausrichtung. Abwechselnd nörgeln NiteOwl und Mitch Ryder. Dem einen war das vorhergehende Heft, dem anderen das jetzige Heft zu langweilig, weil sie ihren Geschmack unterrepräsentiert halten. Beide können halt nicht einfach nur zustimmend im Forum nicken… da man es nicht sehen kann.
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Di. & Do. ab 20.00 Uhr, Sa. von 20.30 Uhr Infos unter: [/COLOR][/SIZE]http://www.radiostonefm.deIm Großen und Ganzen ist die Richtung des RS doch ok. Natürlich wird nicht immer jede/r alle Themen und Reviews goutieren. Den Bo Diddley Artikel kenne ich z.B. schon aus Mojo. Ich finde die Mischung aus alt und neu, etabliert und Insidertipp völlig in Ordnung. Habt ihr mal daran gedacht, dass der Verlag das Heft auch verkaufen will? Zu viele zu spezielle Themen wären da nicht wirklich hilfreich. Und was das Durchschnittsalter der Leser betrifft, das schätze ich auf 35 bis 38. Man täuscht sich da nämlich häufig, sowohl was den Anteil der älteren wie der jüngeren Leser betrifft.
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Twang-Bang-Wah-Wah-Zoing! - Die nächste Guitars Galore Rundfunk Übertragung ist am Donnerstag, 19. September 2019 von 20-21 Uhr auf der Berliner UKW Frequenz 91,0 Mhz, im Berliner Kabel 92,6 Mhz oder als Livestream über www.alex-berlin.de mit neuen Schallplatten und Konzert Tipps! - Die nächste Guitars Galore Sendung auf radio stone.fm ist am Dienstag, 17. September 2019 von 20 - 21 Uhr mit US Garage & Psychedelic Sounds der Sixties!Mir geht es auch darum mehr über mir bekannte Künstler zu erfahren. Zu viele Insidertipps müssen auch nicht sein und vieles geschieht ja bereits über die NewVoices, die ich auch gerne öfters hätte.
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pavor nocturnusEs ist doch eine Frage der Erwartungshaltung an das Musikmagazin. Ich erwarte nicht vom Rolling Stone, dass er mit neuen Künstlern um sich schmeißt, wie z.B. Intro oder Spex oder Wire. Und selbst die können mit der Aktualität von Foren und Internetmusikmagazinen (insbesondere was Plattenkritiken angeht) kaum konkurrieren. Was mich am Stone reizt sind die Autoren und wie die Artikel geschrieben sind, von deren Niveau sich andere Musikmagazine eine Scheibe abschneiden können (deshalb freue ich mich auch auf das Kate Bush Special und greife mal als pars pro toto Joachim Hentschel heraus). Außerdem halte ich die Mischung für stimmig.
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Dominick BirdseyWas mich am Stone reizt sind die Autoren und wie die Artikel geschrieben sind, von deren Niveau sich andere Musikmagazine eine Scheibe abschneiden können ….
Da will ich dir ja gar nicht widersprechen. Nur würde ich mich freuen, wenn sich diese geballte journalistische Kompetenz auch mal mit aktuellen Künstlern in dieser Tiefe befassen würde. Nur als Beispiel: der halbseitige Artikel über Sufjan Stevens zur „Seven Swans“ wirkte auf mich hilflos zusammengeschustert. Ich denke, dass man auch bei neueren Bands interessante Aspekte finden kann, die eine tiefergehende Beschäftigung lohnen und über die übliche Kurzvorstellung hinausgehen. Ich rede da nicht unbedingt von Coverstories, das Titelblatt ist mir da recht egal.
Ich finde die Mischung nicht mehr stimmig.
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Wake up! It`s t-shirt weather.observerNur würde ich mich freuen, wenn sich diese geballte journalistische Kompetenz auch mal mit aktuellen Künstlern in dieser Tiefe befassen würde.
Freuen ja, sicherlich (und die Platzverschwendung für Clapton hätte man gewiss gut dafür nutzen können). Aber ich erwarte es nicht. Den Anspruch erhebe ich nicht an den Rolling Stone. Und ich freue mich immer noch darüber, wenn es, wie bei den Decemberists erst Monate (oder Jahre) später eine niveauvolle Rezension („Jedermann weiß, wie peinlich solche Stellen gerade bei Musikmagazinen minderer Qualität wirken können“) oder einen Artikel oder ein Interview gibt.
Und für gute neue Bands, die gerade in den kleinsten Käffern Kanadas Erfolge verbuchen, habe ich ja immer noch dich, Observer.
(Und ich glaube auch, dass es dir Spaß macht, selbst das Netz nach solchen Künstlern zu durchstöbern.)--
observerIch habe keine Lust, mich jetzt durch die alten Hefte zu wühlen, in meiner subjektiven Wahrnehmung war die Themenwahl schon ausgewogener. Am Beispiel des neuen Heftes: Dylan, Concert for Bangladesh, McCartney, Kate Bush, Bo Diddley etc. „Alte Meister“ wäre so langsam auch ein passender Titel für das Blatt. Ein muffiger Gesamteindruck lässt sich da nicht verleugnen. Ich merke das auch daran, dass ich euer Heft immer selektiver und lustloser lese.
Das ist aber auch eine bigotte Einstellung. Einerseits ein Zielpublikum zu bedienen, um ihnen an anderer Stelle vors Schienenbein zu treten. Ich weiss zwar, worauf du hinauswillst (eine kritische Haltung zu den alten Heroen bewahren etc.), aber wäre es da nicht sinniger, Begeisterung für Newcomer oder weniger bekannte Bands zu wecken, sprich: Alternativen aufzuzeigen. Vielleicht ist es naiv, davon auszugehen, aber darin sehe ich doch u.a. die Aufgabe eine Musikmagazins.
Man muss ja nun nicht gleich wieder mit dem Extrem kontern. Natürlich müsst ihr nicht das Themenspektrum der Intro- und Spex-Leser abdecken. Es geht doch eher darum, sich offen weniger etablierten Bands zu stellen, die thematisch auch zur RS-Leserschaft passen. Ich glaube, dass ihr eure Leser für verkrusteter haltet, als sie es sind. Nein, ihr müsst nicht über irgendwelche Noise- , Punk- und Avantgarde-Bands schreiben, die vielleicht sonst angesagt sind, aber vielleicht über unbekanntere Sachen, die ihr schätzt, die ihr in eurer Editors-Playlist ausstellt, aber nicht im Heft stattfinden lasst. Teilt doch eure Begeisterung dafür, widmet ihen doch auch mal den gebührenden Platz und ein mehrseitiges Interview und von mir aus auch mal einen eigenen RS-Hype, wenn es euch angebracht erscheint.
Da kann ich dir nur zustimmen. Aber auch in diesem Punkt war der RS nach meinem Empfinden schon mal näher dran. Nicht umsonst haben mir die thematisch weitgefassteren Artikel im Heft immer am meisten gefallen.
Trotzdem vielen Dank für deine Stellungnahme. Ich hoffe, dass du meine Antwort nicht persönlich nimmst, das würde nämlich den falschen treffen. Es geht eher um die prinzipielle Ausrichtung des Hefts.
PS. Der neuen Broken Social Scene würde ich bisher auch nur **1/2 geben.
Danke sowohl für die mal nicht gleich auf beleidigte Leberwurst machende Steelungsnahme von Herrn Hentschel, als auch für deine Kommentare OBserver.
Da bleibt dann eigentlich wenig hinzuzufügen.
Werd mir jetzt nochmals die aktuelle Ausgabe schnappen (jaja immer noch Abonnent) und einen neuen Versuch starten
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"Man kann nicht verhindern, dass man verletzt wird, aber man kann mitbestimmen von wem. Was berührt, das bleibt! -
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